Stimmen der Presse, November 2018

Stimmen der Presse, November 2018

Lobende Töne zu den Büchern unseres Verlags seitens der Presse erreichen uns beinahe täglich – hier sind wieder die Highlights der schönsten gefundenen Worte der letzten Monate.

Brigitte Alfter
Grenzüberschreitender Journalismus. Handbuch zum Cross-Border-Journalismus

Dieses Buch ist eines, das sich Redaktionen leisten sollten, die über den nationalen Tellerrand hinausschauen möchten. […] Eine Stärke des Buches ist auch das Layout mit grafisch abgehobenen Checklisten, Definitionen und „gutem Rat“ von erfahrenen Cross-Border-Journalisten. […] Das Buch gibt Antworten auf ganz praxisnahe Fragen […].
(Liane Rothenberger, Global Media Journal, 17.07.2018)

Sie (Brigitte Alfter) gibt eine Art Anleitung, wie Cross-Border-Journalismus gelingt, wie über Ländergrenzen hinweg komplexe Themen recherchiert und öffentlichkeitswirksam publiziert werden. Sie definiert den Begriff auf verständliche Weise und beleuchtet reportierend einige Fälle: […]
(Katharina Dodel, Medien MAGAZIN, Nummer 4, 1. April 2018)

Diese Fragen beantwortet Brigitte Alfter ausführlich in ihrem im Dezember 2017 erschienenen Handbuch zum grenzüberschreitenden Journalismus. In den Theoriekapiteln geht sie aufeinander aufbauend vor. Nachdem sie Cross-Border-Journalismus erst einmal verständlich definiert […] Die große Praxiserfahrung der Autorin ist dem Band aber auch so deutlich anzumerken.
(Tina Bettels-Schwabbauer, European Journalism Observatory, 18. Januar 2018)

In ihrem Buch schöpft Brigitte Alfter aus langjähriger Praxiserfahrung: Wie kommt man von der Idee zur Veröffentlichung? Wie findet man Kollegen? Wie vermeidet man Probleme innerhalb des Rechercheteams? Anhand von Fallbeispielen und Interviews wird der journalistische Prozess der Cross-Border-Recherchen beschrieben.
(Newsletter Netzwerk Recherche, Ausgabe 156, 20.12.2017)

Christian Baier
Reformen in Wissenschaft und Universität aus feldtheoretischer Perspektive. Universitäten als Akteure zwischen Drittmittelwettbewerb, Exzellenzinitiative und akademischem Kapitalismus

Mit seiner Dissertationsschrift „Reformen in Wissenschaft und Universität aus feldtheoretischer Perspektive“ leistet Christian Baier einen Beitrag zur feldtheoretischen Organisationsanalyse im Anschluss an Pierre Bourdieu und unternimmt dafür einige sehr interessante quantitative Analysen des deutschen Wissenschaftssektors. […] Besonders interessant für die Hochschulforschung sind die tatsächlich durchgeführten Analysen. […] Insgesamt lässt sich die Arbeit gut lesen. Die Ergebnisse werden sehr eindrucksvoll in komplexen Grafiken veranschaulicht, die gut erläutert werden.
(Dr. Kristina Binner und Dr. Lena Weber, De Gruyter / Oldenbourg, Soziologische Revue 2018)

Benjamin Bigl
Virtuelle Computerspielwelten. Rezeption und Transfer in dynamisch-transaktionaler Perspektive

Nicht nur das Erkenntnisinteresse, sondern auch das zugehörige Analysemodell ist überaus elaboriert, aber es kann – so viel sei vorweggenommen – nicht alle Forschungsfragen und Hypothesen vollständig beantworten. […] Nichtsdestoweniger gelingt Biel ein systematischer Problemaufriss, wie Transferprozesse zwischen Spiel und Spieler angemessen zu rekonstruieren sind. Obwohl der Autor nicht den Anschluss an eher subjektorientierte und qualitative Arbeiten wie z.B. von Jürgen Fritz und Friedrich Kratz sucht, stellt seine Analyse doch eine überfällige und engagierte Bereicherung der Forschung dar. Spannend wird es den Ansatz auf die neueste Generation von VR-Plattformen zu übertragen.
(Prof. Dr. Jeffrey Wimmer, tv diskurs 21. Jg., Ausgabe 4/2017)

Alexander Christian
Piktogramme. Tendenzen in der Gestaltung und im Einsatz grafischer Symbole

Auf der anderen Seite erfährt man so zahlreiche und durchaus lesenswerte Details über Warnzeichen vor ionisierender Strahlung (Kapitel 3) und Biogefährdung, über die Atomsemiotik allgemein (Kapitel 4), über den personifizierten Ekel (Mr. Yuk) in der Prävention von Vergiftungen (Kapitel 5), über Augendarstellungen in Piktogrammen, über Piktogramme zur Kennzeichnung von Videoüberwachung (beide Kapitel 6), über die Gestik in Piktogrammen einschließlich eines Exkurses zur Darstellung von Bewegung (Kapitel 7) und über personifizierte Zeichen wie etwa Pipo-kun, Miffy oder Hallo Kitty (Kapitel 8). Wirkungsüberlegungen beschränken sich in der Arbeit meist auf bewusst zusammengetragenes Anschauungsmaterial, Analogie- und Wahrscheinlichkeitsüberlegungen und subjektive Einschätzungen.
(Thomas Kneipe, r:k:m, 17. November 2017)

Hanne Detel
Netzprominenz. Entstehung, Erhaltung und Monetarisierung von Prominenz im digitalen Zeitalter

Daraus entwickeln sich zahlreiche Fragen, die beispielsweise die Mechanismen der Aufmerksamkeitskonstruktion oder ihre Varianten und Strategien der Monetarisierung in den Blick nehmen. Die Arbeit von Hanne Detel über Netzprominenz verspricht, hier einen grundlegenden Beitrag zu leisten. […] Das Verdienst der Autorin ist es, sich einem vergleichsweise neuen Medienphänomen zu widmen, dabei vielfältige Analysezugänge aufzuzeigen, die das Forschungsfeld strukturieren, Netzprominenz facettenreich zu beschreiben und in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen anschaulich aufzuarbeiten und darzustellen.
(Prof. Dr. Claudia Wegener, tv diskurs 83, Ausgabe 1/18)

Die Argumentation ist in sich stimmig und durch die gute Gliederung des Buches sehr gut nachvollziehbar. Auch sprachlich werden die Ergebnisse der theoretischen und empirischen Arbeit sehr verständlich und lesbar aufbereitet. Grafiken und Screenshots ergänzen dabei den Text stets sinnvoll. Der methodische Ansatz wird sauber aus der Fragestellung abgeleitet und seine Möglichkeiten und Grenzen kritisch reflektiert.[…]
(Prof. Dr. Lars Rinsdorf, MedienWirtschaft, Hochschule der Medien Stuttgart, Heft 3/17)

Aufgrund welcher Mechanismen diese neue Form der Prominenz entsteht, welche Varianten existieren, welche Merkmale sie charakterisieren und mit welchen Strategien sie sich erhalten und monetarisieren lässt – zu diesen Fragen liefert das Buch auf Grundlage vergleichender Fallanalysen erste Antworten. Die Erkenntnisse zum Phänomen der Netzprominenz lassen wiederum Rückschlüsse auf Prozesse des Strukturwandels der Prominenz im Allgemeinen zu: die Demokratisierung und Dezentralisierung der Prominenz, die Individualisierung und Diversifizierung, die Intimisierung und die zunehmende Skandalisierung der Prominenz.
(Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur – Newsletter, September 2017)

Deutscher Fachjournalisten-Verband (Hrsg.)
Journalistische Genres

Löblich ist gewiss, dass die Beiträge die inzwischen fast unüberschaubaren Varianten von journalistischen Herangehensweisen exploriert und dargestellt haben. […] beschreiben sie (die Artikel) knapp die Entwicklung der jeweiligen Herangehensweise, zeigen ihre Funktionen und Intentionen auf, stellen markante Beispiele in verschiedenen Medien heraus und räsonieren am Ende ihre künftigen Trends und Chancen.
(Hans-Dieter Kübler, r:k:m, 17. Januar 2018)

Günther Esche / Rudolf Bohne
Bleiben Sie dran! Dramaturgie von TV-Serien

„Bleiben Sie dran!“ ist die perfekte Lektüre für Serienfans – und solche, die es noch werden wollen. […] Das Buch richtet sich zwar in erster Linie an Menschen, die selbst im Seriengeschäft tätig sind, ist aber so verfasst, dass auch der interessierte Laie große Freude an den Ausführungen hat. […] Allerdings macht die Lektüre doppelt so viel Spaß, wenn man die entsprechenden Serien gut kennt. […] Am großen Vergnügen, das die mit eindrucksvollem Kenntnisreichtum verfasste Lektüre darstellt, ändert sich dadurch jedoch überhaupt nichts, denn auch so wird deutlich, was sich in den vergangenen Jahren in diesem Genre getan hat […] Nebenbei fließen auch immer wieder wissenswerte Details etwa über die Rahmenbedingungen ein. […] davon abgesehen ist „Bleiben Sie dran!“ die perfekte Lektüre sowohl für Einsteiger wie auch für Leser, die glauben, sie wüssten bereits alles über Serien: Weil die Autoren nicht nur das kleine, sondern auch das große Einmaleins der Seriendramaturgie erläutern.
(Tilmann P. Gangloff, Stuttgarter Zeitung)

Joachim Friedmann
Transmediales Erzählen. Narrative Gestaltung in Literatur, Film, Graphic Novel und Game

Die von Friedmann erarbeiteten Merkmale von transmedialen Erzählungen „ermöglichen daher eine neue Systematik für die Analyse der Narrativität von Medientexten“ (S.196). Damit ist das Buch ein Grundlagenwerk für alle, die sich mit den Erzählstrukturen von Medientexten und deren transmedialer Wirksamkeit befassen.
(Prof. Dr. Lothar Mikos, tv diskurs 85)

Sarah Geber
Wie Meinungsführer Meinung kommunizieren. Meinungsführerschaft in der politischen Alltagskommunikation

Die Arbeit wurde 2015 von der DGPuK mit dem Herbert von Halbem Nachwuchspreis ausgezeichnet, was natürlich Erwartungen hinsichtlich der Qualität weckt. Um es vorweg zu nehmen: Diese werden erfüllt. Die Monographie ist kompakt, sowie gut lesbar und strukturiert. […] Die Ergebnisse der Studie werden strukturiert und nachvollziehbar präsentiert. […] Die Menge derjenigen, die die Monographie gewinnbringend lesen kann, ist groß: Promovierende können sich (unabhängig vom eigenen Thema) an ihrem Aufbau orientieren. Auch Forscherinnen und Forscher, die eine Studie zur Beobachtung interpersonaler Kommunikation planen, werden viele hilfreiche Hinweise und Argumente hinsichtlich der empirischen Umsetzung finden. Darüber hinaus ist das Buch für alle lesenswert, die sich mit dem Prozess der Meinungsbildung auseinandersetzen.
(Dr. Alexander Haas, Buchbesprechung, Publizistik, 27. März 2018)

Die besondere Stärke der Untersuchung liegt in ihrer Methodenkombination: Sie (die Autorin) ergänzt eine Gesprächsbeobachtung unter Laborbedingungen zu einem politischen Thema – Einwanderung in Deutschland – mit einer Vor- und Nachbefragung. […] Das Buch ist insgesamt stringent und gut lesbar geschrieben, das Thema leicht fassbar. Es bestätigt sich: Meinungsführerschaft ist ein gesellschaftlich relevantes, alltägliches Phänomen, wenn auch mit einer geringeren Bedeutung als ursprünglich angenommen. Gebers Ergebnisse zeigen, dass Meinungsführer sehr subtil und vor allem auf inhaltlicher Ebene Wirkungen hervorrufen.
(Fenja De Silva-Schmidt, M & K,Jahrgang 66, 1/18)

Stephanie Geise / Thomas Birkner / Klaus Arnold / Maria Löblich / Katharina Lobinger (Hrsg.)
Historische Perspektiven auf den Iconic Turn. Die Entwicklung der öffentlichen visuellen Kommunikation

Der vorliegende Tagungsband bietet einen akkreditierten Blick in das breite Spektrum aktueller Forschungen zur Geschichte populärer illustrierter Medien: Für die Autorinnen und Autoren ist er ein Beleg für die fachliche Anerkennung Ihrer Forschungen, der betreffenden scientific community dokumentiert er die Weiterentwicklung ihres Faches, für die interessierten Laien bietet er einen Strauß neuer Erkenntnisse.
(Wilbert Ubbens, Informationsmittel für Bibliotheken)

Lisa Giehl
Kulturelles Kapital. Filmförderung in Deutschland

Ihre (Die Autorin) schlanke mit allen Verzeichnissen 201 Seiten umfassende Dissertationsschrift an der Hochschule für Fernsehen und Film München (Bereich Medienwissenschaft) widmet sich der deutschen Filmförderung und damit einem Untersuchungsgegenstand, der auch für die Kommunikationswissenschaft Relevanz besitzt […]. Außerdem ist ihr Fokus auf den Förderaspekt der Kulturförderung hochaktuell. […] Dass Giehl die gegenwärtige Filmförderpraxis nicht nur diskutiert, sondern auch kritisch bewertet und darüber hinaus normative Vorschläge für eine klarer kulturpolitisch konturierte Organisation der Förderarchitektur in die Debatte wirft, ist angesichts ihrer beruflichen Position umso bemerkenswerter. […] Zur Vertiefung der Argumentation wird dann ausführlich, aber durchaus prägnant auf das System der institutionalisierten Filmförderung in Deutschland eingegangen. […] anders als die vielen existierenden Analysen, die den (Miss-)Erfolg der Filmförderung aufwendig mit wirtschaftlichen Parametern belegen möchten, wird hier eine leicht verständliche Auswertung der Jahre 2010 bis 2012 vorgelegt, die unmittelbar auf den Punkt bringt, wie hoch das jährliche Budget der Förderinstitutionen war […].
(Dr. Thomas Wiedemann, Film und Gesellschaft, 16. März 2018)

Interessant und nicht zuletzt eine interessante Argumentationshilfe bei den zahlreichen Förderdiskussionen ist ihre Darstellung wie aus ökonomischem Kapital – also den Produktionskosten – mit einem Film kulturelles, soziales und symbolisches Kapital entsteht. […] Auch fehlt es an Anregungen nicht, wie sich das Fördersystem weiter entwickeln müsste, damit einerseits die geförderten Filme stärker vom Zuschauer angenommen werden – und Projekte eine größere Chance erhalten, den deutschen Film künstlerisch weiter voranzubringen. […] Ein umfassendes Werk, das die Diskussion um die deutsche Filmförderung bereichern dürfte, die Notwendigkeit der Förderung hervorhebt – und den Blick auf die Förderung aus neuen Perspektiven öffnet.
(filmecho filmwoche, 4. November 2017)

Lutz Hachmeister / Till Wäscher
Wer beherrscht die Medien? Die 50 größten Medien- und Wissenskonzerne der Welt

Das Band eignet sich hervorragend als Nachschlagewerk.
(Prof. Dr. Lothar Mikos, tv diskurs)

Und so stellen die Autoren die aktuelle Medienlandschaft dar, ihre Entwicklung und auch welche Augen und Ohren offen gehalten werden sollten. […] Die Unternehmensportraits selber sind detailreich, gut recherchiert und vor allem spannend zu lesen. Wer sich für die Macht der Medien interessiert und spannende Unternehmensgeschichten mag, ist bei Hachmeister und Wäscher an der richtigen Adresse!
(Andreas Kaldewey, Revier Manager 06/18)

André Haller / Hendrik Michael / Martin Kraus (Hrsg.)
Scandalogy: An Interdisciplinary Field

Das Beispiel zeigt aber auch eine konzeptionelle Problematik des Sammelbandes. Klingt der Titel nach einer theoretischen Einführung und einem Überblick zu unterschiedlichen interdisziplinären Herangehensweisen in der Skandalforschung, so gelingen die einzelnen Beiträge sowohl inhaltlich als auch methodisch sehr heterogen.[…] ist der Sammelband eine willkommene Anregung für weitere Skandalforschung, besonders in den Geisteswissenschaften.
(Stephanie Blum, KulturPoetik, Bd. 18,2, 2018)

Jana Hofmann
Medienstress durch Smartphones? Eine quantitative und qualitative Analyse

In Ihrer Promotionsstudie Medienstress durch Smartphones? befasst sie sich mit diesem Phänomen der Digitalisierung und stellt sich der Frage, welche Faktoren eine exzessive Smartphone-Nutzung auslösen können. […] Der Band eignet sich für eine kritische Reflexion durch medienpädagogische Fachkräfte, aber auch für all diejenigen, die ihr Smartphone-Verhalten hinterfragen wollen. Durch die Verknüpfung der quantitativen und der qualitativen Analyse sowie einen ausgeprägten Theorieteil bietet die Arbeit fundierte Einblicke in das junge Forschungsfeld Medienstress.
(merz publikationen, 62. Jg., Nr. 4, August 2018)

Judith Jäger, Christopher Resch (Hrsg.)
Medienfreiheit in Ägypten. Zum journalistischen Arbeiten in Ägypten nach der Arabischen Revolution

[…] Damit wird der Sammelband in hervorragender Weise abgerundet, er stellt einen gelungenen Einblick in Ägyptens Medienwelt aus der Sicht von Mitwirkenden dar, der in jedem Fall lesenswert ist und durch seine Innenansicht einen klaren Beitrag zu Entwicklungschancen, aber auch Hemmnissen der Medienfreiheit in Ägypten leistet.
(Tonia Schüler, DAVO, Band 42/43, August 2017)

Hans Mathias Kepplinger
Totschweigen und Skandalisieren. Was Journalisten über ihre eigenen Fehler denken

Eine profunde Analyse, sehr empfehlenswert für alle, die über den Tellerrand hinausschauen wollen.
(Naureen Kimbacher, [Statement] Ausgabe 11/12 2018, 11. November 2017)

Wohl selten wurde der mächtigen Journalistenzunft so schonungslos der eigene Spiegel vorgehalten. Die Hauptkapitel lesen sich wie ein Tribunal mit starken Argumenten […] Das Gewicht der Texte besteht nicht nur im Analytischen. Kepplinger war an der Universität Mainz Professor für Empirische Kommunikationsforschung, er macht von dieser Wissenschaftspraxis auch hier Gebrauch.
(Univ. Prof. Dr. Erich Dauenhauer, WALTHARI Zeitschrift für Literatur, 4. Februar 2018)

Erik Koenen
Die Entdeckung der Kommunikationswissenschaft. 100 Jahre kommunikationswissenschaftliche Fachtradition in Leipzig: von der Zeitungskunde zur Kommunikations- und Medienwisschenschaft

Er bietet erstmals eine Zusammenschau von 100 Jahren Leipziger Fach- und Institutsgeschichte. […] Alles in allem präsentiert Erik Koenen als Herausgeber einen Sammelband, der große Lesefreude bietet und wenig Genugtuung darüber verschafft, dass Disziplinen- und Institutionengeschichte keineswegs passé sind. Ihn aufmerksam zu lesen und zumindest einige der darin angesprochenen Aspekte gedanklich aufzugreifen und in der Lehre zu verankern, sei allen Lehrenden der Medien- und Kommunikationswissenschaft empfohlen, insbesondere jenen, denen Journalismusgeschichte, vorgebracht in erzählender Form, ins Herz eingewachsen ist.
(Prof. Dr. W. Duchkowitsch, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien, Publizistik, 25. Januar 2018)

Wilfried Köpke / Peter Stettner (Hrsg.)
Filmerbe. Non-fiktionale historische Bewegtbilder in Wissenschaft und Medienpraxis

Fabian Sickenberger stellt in seinem für mich besonders lesenswerten Beitrag fest, was man „von den Großen lernen kann“: […] Viele interessante Informationen zu einem wichtigen Thema. Mit Abbildungen in akzeptabler Qualität.
(Hans Helmut Prinzler, hhprinzler.de)

Christoph Kuhlmann
Kommunikation als Weltbezug

Umso schöner, dass Christoph Kuhlmann mit Kommunikation als Weltbezug zur medien- und kommunikationswissenschaftlichen „Ehrenrettung“ des Weltbezugs antritt und damit ein dringendes Desiderat bedient.[…] Das (wissenschafts-)kritische Potenzial von Kuhlmanns Arbeit ist enorm, etwa wenn er die Nachrichtenwertforschung als „auf der Flucht vor der Realität“ (S.58) bezeichnet oder die Agenda-Setting-Theorie als „Themenforschung ohne Thementheorie“ (S.62) identifiziert.[…] Kohlmann geht es um nicht weniger als um die Klärung des Verhältnisses der Kommunikation zu den übrigen Weltbezügen wie Wahrnehmung, Emotion, Kognitionen, Handeln. […] Dass Kuhlmannn trotz des eminent kritischen Potenzials seiner Arbeit in diesem Jahr mit dem Theorie-Preis der deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft für herausragende theoretische Arbeiten ausgezeichnet wurde, könnte darauf hindeuten, dass die etablierte Kommunikationswissenschaft mit ihren medialen Welterklärungen ohne Weltbezug am Ende einer Sackgasse angekommen sein könnte. An dieser Stelle stünde Kohlmanns Buch für nicht weniger als einen Paradigmenwechsel innerhalb des Fachs. Nicht zuletzt sei noch darauf hingewiesen, dass Kuhlmann virtuos sowohl das modische Wissenschafts-Denglisch als auch den mitunter hermetischen Soziologenslang umschifft und sich gerade auch in seinen vielen plastischen Beispielen einer durchweg deutlichen und eleganten Prosa bedient.
(Hektor Haarkötter, MEDIENwissenschaft, Ausgabe 4/2017)

Marie Lampert / Rolf Wespe
Storytelling für Journalisten. Wie baue ich eine gute Geschichte?

So beantworten Marie Lampert und Rolf Wespe in ihrem Buch „Storytelling für Journalisten“ die Frage, die gleichermaßen Idee zum Mehrwert ihres Produkts sein könnte. […] Mit Blick auf das Design wirken die Seiten aufgeräumter und frischer als früher. Diesen Eindruck bestärken auch kurze Einschübe, innerhalb derer Experten aus der Praxis bestimmte Schwerpunkte aus eigener Erfahrung präzisieren und praktische Tipps einbauen. Überhaupt ist die Praxisnähe die große Stärke dieses Buches. […] Dabei wird die Leserschaft an die Hand genommen, strukturiert vom großen Ganzen (Wie sieht eine Storykurve aus?) ins Besondere (Wie kann man mittels Kontrastbrücke gelungene Übergänge schaffen?) geführt. […] dennoch fehlt phasenweise die Anbindung an das Gesamtwerk. Hier wird die Lektüre teilweise etwas umständlich und führt ab und zu weiter als nötig vom Hauptthema weg. Das ändert nichts daran, dass Lampert und Wespe in der neuen Auflage ein Nachschlage- und Übungswerk für Journalist_innen anbieten, das unabhängig vom Publikationskanal schnell und einfach zu Rate gezogen werden kann. […] So gesehen ein Mehrwert für alle.
(Jonas Schützeneder, Communicatio Socialis, 51. Jg., Ausgabe 3/2018)

Wolfgang Lanzenberger / Michael Müller
Unternehmensfilme drehen. Business Movies im digitalen Zeitalter

Als Standardwerk für professionelle Kommunikatoren wendet sich das Buch an alle, die überzeugend und effizient mit Bewegbild kommunizieren wollen. Beide Autoren sind ausgewiesene Praktiker, die zahlreiche Unternehmensfilme realisiert haben und daher genau wissen, welche Hürden Unternehmen und Produktionsfirmen auf dem Weg zum erfolgreichen Film zu nehmen haben. Unternehmensfilme drehen hilft dabei, diese Hürden mit Bravour zu meistern und den bestmöglichen Film zu produzieren.
(Facebook-Seite Earmotion Audio, 9. November 2017)

Diese ganz konkreten praktischen Fragen interessieren gewiss viele Leser und Leserinnen, die einen Fahrplan zu den einzelnen Produktionsschritten vorfinden.[…] Auch hierzu hat das Handbuch ein Bündel voller Ideen parat, mit denen ein Darbietungskonzept entworfen und geplant werden kann. Das Buch schließt mit einem Kapitel zur Zukunft und möglichen Potentialen des Unternehmensfilms. Fazit: Worauf es beim Drehen von Unternehmensfilmen ankommt, darüber informiert die inzwischen dritten Auflage des Standardwerkes.
(Angela Schubert, Blog School for Communication and Management, 22. Dezember 2017)

Julia Lönnendonker
Konstruktionen europäischer Identität. Eine Analyse der Berichterstattung über die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei 1959 bis 2004

Die hier schon umfangreiche Liste an Publikationen bereichert Lönnendonker um eine historisch-vergleichende Analyse des deutschen Mediendiskurses, die die Entwicklung europäischer Identität als variables Konstrukt über den Zeitraum von 45 Jahren in den Blick nimmt. […] Für die theoretische Fundierung arbeitet Lönnendonker zunächst sehr ausführlich und z.T. etwas ausschweifend den interdisziplinären Forschungsstand auf: […] Innerhalb dieses Rahmens wendet Lönnendonker ein aufwendiges und durchdachtes Mehrmethodendesign an. […] Insofern ist es natürlich schade, dass die empirische Analyse mit dem Jahr 2004 endet und so die aktuelle Selbstverständigungsdebatte nicht miteinschließt. Gleichzeitig hat aber Lönnendonkers Arbeit mit der sehr detaillierten und transparenten, wenngleich manchmal etwas redundanten Darstellung des methodischen Vorgehens eine solide Basis für mögliche Analysen des aktuellen Diskurses geschaffen. Ein Mehrwert liegt außerdem in der durchgeführten Metaphernanalyse.
(Dr. Judith Lohner, Publizistik, 21.Juni 2018)

Claudia Mast (Hrsg.)
ABC des Journalismus. Ein Handbuch

Ihr (Herausgeberin Claudia Mast) und Ihren Mitarbeitern ist auf 600 Seiten wieder eine gute, weil praxisnahe und aktuelle Bestandsaufnahme gelungen. Das Werk lässt sich zum Beispiel auch in der journalistischen Grundausbildung etwa an einer Hochschule einsetzen.
(Thomas Mrazek, BJVreport, Ausgabe 4/2018)

Das Handbuch für die Redaktionsarbeit enthält, was ein Journalist heute für seinen Beruf wissen muss. Es leistet einen Beitrag zur Professionalisierung des Berufsfeldes im Medienwettbewerb und stellt – jenseits der klassischen Medien – auch neue Tätigkeitsfelder für Journalisten in den Public Relations oder im Medienmanagement vor.
(Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur – Newsletter, Mai 2018)

Claudia Mast / Alexandra Simtion
Employer Relations. Arbeitgeberkommunikation – neues Handlungsfeld für Unternehmen

Dennoch war es an der Zeit, um eine wissenschaftlich seriöse, umfassende Bestandsaufnahme für Deutschland vorzulegen. Dies hat nun eine dazu wirklich berufene Forscherin getan. […] Das besondere an den Hohenheimer Forschungs-Ergebnissen ist die Verbindung von Befragungen sowohl auf Seiten der Unternehmen als auch der potentiellen künftigen Arbeitnehmer. Dabei werden unterschiedliche wissenschaftliche Methoden genutzt.[…] Besonders innovativ ist die Forschung im vierten Projekt (Kapitel 6). Potentielle Arbeitnehmer sind ja nicht alle gleich gewebt. Deswegen haben Mast und ihr Team eine „Typologie der Berufspersönlichkeiten“ entwickelt.
(Prof. Dr. Markus Kiefer, Kolumne von Markus Kiefer vom 15.2.2018 auf www.markus-kiefer.eu)

Claudia Mast / Klaus Spachmann / Katherina Georg
Kompass der Wirtschaftskommunikation. Themeninteressen der Bürger – Bewertungen der publizistischen Leistungen von Politik, Unternehmen und Journalismus

Insgesamt eine bemerkenswerte Bestandsaufnahme der Wirtschaftskommunikation und eine eindrucksvolle kritisch-konstruktive Auseinandersetzung mit den Gestaltungselementen moderner Wirtschaftskommunikation.
(Controller Magazin, 4/2018)

Was Wirtschaftskommunikation wirklich für die Wirtschaft, für die Menschen und für die Gesellschaft tun kann, dieser Frage sind Claudia Mast, Klaus Spachmann und Katherina Georg in ihrem aktuellen Buch nachgegangen.[…] Über 15 repräsentative Bevölkerungsumfragen umfasst die Langzeitstudie, welche zeigt: Wirtschaftskommunikation muss wahrheitsgetreu, nützlich und faktentreu sein. Diesem hohen Anspruch genügen bislang jedoch höchstens die Journalisten, die sich mit Wirtschaftsthemen auseinandersetzen, Politiker hingegen und Unternehmen erfüllen die Erwartungen der Bürger kaum. Bei aller Statistik und Umfrageauswertung hat mir die Lesbarkeit wirklich sehr gut gefallen – schön formuliert, verständlich geschrieben und als Leser kann man an fast jeder Stelle einsteigen. Eine Empfehlung für Professionals aus den Bereichen Externe Unternehmenskommunikation, Public Affairs und Politische Kommunikation.
(Annett Bergk, pr-journal.de, 8. Dezember 2017)

Kommunikator-Studien liefert die Wissenschaft in brauchbarer Zahl. Die Publikums-Perspektiven sind da vergleichsweise weniger gut erforscht. Hier schafft ein aktueller Band aus dem Herbert von Halem Verlag profunde Abhilfe. Dafür bürgt allein schon der erste Name des Autorenteams Mast/Spachmann/Georg. Wenn es Claudia Mast ist, die feststellt, dass die Wissenschaft in der Durchdringung der Wirtschaftskommunikation Deutschlandas zwar durchaus die Kommunikator-Perspektive im Blick hatte, aber noch zu wenig die Publikums-Perspektive beleuchtet hat, dann ist das ein Urteil aus sicherer Quelle. Professor Dr. Claudia Mast, Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationswissenschaften und Publizistik an der Universität Hohenheim, gilt schon seit langer Zeit als eine der ersten Adressen zur Journalismus-Forschung.[…] Kap. 6 wechselt die Perspektive grundlegend. Hier bekommen 10 ausgewiesene, hochkarätige PR-Praktiker bzw. etablierte journalistische Profis die Chance, aus ihrer subjektiven Wahrnehmung Erfahrungen aus der Wirtschaftskommunikation, ihre Bewertungen und auch kommunikative Strategie-Wechseln einzubringen. Dies leisten die zehn Autoren durchgehend gekonnt. Es sind anregende Praxis-Beiträge, die mit nur wenigen Seiten auskommen und dennoch fruchtbare Anregungen ausbreiten.[…] Besonders lesenswert sind die Texte der Autoren, die in selbstkritischer Reflexion des bisherigen Tuns auf eine nötige Umsteuerung hinweisen und damit vielfach die Untersuchungsergebnisse des Projekts von Mast und ING-DiBa bestätigen.[…] Abgerundet wird der hervorragende Band durch ein zehnseitiges Literaturverzeichnis und ein Verzeichnis der insgesamt 69 Abbildungen. Diese Abbildungen und die vorgelegten Forschungsergebnisse insgesamt sind eine Schatztruhe für Kommunikationsmanager in Wirtschaft und Politik, aber ebenso für Lehrende und Dozenten aus den Feldern BWL, Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie für kluge Redaktionsverantwortliche in der Medienwissenschaft.
(Prof. Dr. Markus Kiefer, Kolumne von Markus Kiefer vom 15.12.2018 auf www.markus-kiefer.eu)

Julia Niemann
Risiken und Nutzen der Kommunikation auf Social Networking Sites. Theoretische Modellierung und empirische Befunde auf Basis der „Theory of Reasoned Action“

Da es sich um eine Dissertation handelt, wird das methodische Vorgehen sehr detailliert vorgestellt. Entsprechend sei der Text insbesondere all jenen ans Herz gelegt, die selbst eine Onlinebefragung planen und detaillierte Informationen zu Verfahren, Stichprobenwahl, Gestaltung von Items sowie der Auswertung der Antworten mit verschiednen statistischen Verfahren suchen.
(Prof. Dr. Judith Ackermann, tv diskurs 85, 22. Jg., 3/2018)

Hans Ulrich Reck
Ritualkunst zwischen Kult und Museum. Dissonante Ästhetiken am Beispiel Afrikas

Der Schweizer Philosoph darf als einer der wichtigsten Theoretiker benannt werden , der im deutschsprachigen Kontext das komplexe Verhältnis von Kunst- und Medienwissenschaften methodisch beherrscht und dem gerade deshalb eine subtile Analyse traditioneller afrikanischer Plastik gelingt.
(Prof. Dr. Norbert Schmitz; Journal für Kunstgeschichte, Heft 4/17)

Karl Nikolaus Renner / Tanjev Schultz / Jürgen Wilke (Hrsg.)
Journalismus zwischen Autonomie und Nutzwert

Die Beiträge bewegen sich im Spannungsfeld zwischen professioneller Autonomie und der Erfüllung von Nutzwert-Funktionen. Ein recht facettenreiches Werk, es enthält neben zahlreichen wissenschaftlichen Fachaufsätzen auch Essays und Erfahrungsberichte von Journalisten und PR-Vertretern. Ein „buntes Buch“, die Beiträge sind in hohem Maße unterschiedlich, sie vermitteln mannigfaltige Positionen, abweichende Darstellungs- und Vermittlungsweisen und bieten insgesamt eine gemischte, vielgestaltige Thematisierung.
(Alfred Biel, Newsletter DFJV, 7. Dezember 2018)

Paul Rieth
DOK & CROWD. Dokumentarfilme finanzieren und verwerten

Das Buch ist ein Fundus an Informationen über die Aktionen, die einem Filmemacher oder am besten einem in Deutschland noch nicht budgetierbaren PMD (Producer, Marketing, Distribution) Manager zu eigen sein sollten.
(black box Nr. 271, Januar/Februar 2018)

Stephan Russ-Mohl
Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde. Warum die Digitalisierung unsere Demokratie gefährdet

Der Band bietet dabei nicht nur Einzelbefunde, sondern stellt Bezüge her, ordnet ein, argumentiert auf solider Datenbasis und entfaltet so das Panorama eines dramatischen Medienwandels mit vielfältigen Konsequenzen für die demokratische Verfasstheit.
(Politikum, Heft 3/2018)

Russ-Mohl will die Erkenntnisse aus Medienforschung und Medienpraxis zusammenführen und eine Brücke über die Grenzen der Disziplinen schlagen; er gibt einen vorzüglichen Überblick über den Stand der kommunikationswissenschaftlichen Forschung.
(Tillmann P. Gangloff, tv diskurs 85)

Der Facebook-Skandal um die Weitergabe der Daten von 87 Millionen Nutzern dürfte Stephan Russ-Mohl kaum sonderlich überrascht haben. Denn in seinem Buch “Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde: Warum die Digitalisierung unsere Demokratie gefährdet“ hat der Professor für Journalistik und Medienmanagement […] bereits deutlich ein exaktes Bild von der Bedrohungslage in all ihren Facetten entworfen. Frappierend genau passen die bisher bekannt gewordenen Details über die Affäre, die den Social-Media-Giganten in Bedrängnis bringt, zur durchaus beunruhigenden Analyse, die der 68-jährige veröffentlichte: […]
(Simon Kaminski, Allgäuer Zeitung, 20. April 2018)

Russ-Mohl hat mehr als eine Ahnung. Sein Buch sticht wie ein Leuchtturm aus der Masse hervor. Es ist eine brutale, detaillierte Analyse der heutigen Entwicklung und lässt nur wenig Raum für Optimismus. Wer sich ernsthaft mit den Medien auseinandersetzen will, kommt um dieses Buch nicht herum.
(Heiner Hug, Amazon Rezension, 26. Februar 2018)

Er bietet insgesamt einen fundierten und vielseitigen Überblick zu den insbesondere durch die Digitalisierung evident gewordenen Problemen der gegenwärtigen Medienentwicklung, der sowohl Fachleuten aber auch (potenziellen) Einsteigern sehr zu empfehlen ist.
(Thomas Mrazek, BJVreport 3/2018)

Russ-Mohl ist ein international angesehener Professor für Journalistik. In kurzen Kapiteln liefert er eine fundierte Analyse des Zusammenspiels von Digitalisierung, Desinformation und Glaubwürdigkeit der Medien. Das Buch könnte aktueller nicht sein, sein Autor beleuchtet die Medienmacht der Autokraten und Bots, zeigt Tabus im Journalismus auf, weist darauf hin, wie Journalisten bei negativen Entwicklungen gegensteuern können, schreibt von Filterblasen und Echokammern. Schwarz-Weiß-Grafiken, Personenregister und ein umfangreiches Literaturverzeichnis runden den Band ab. Titel und Untertitel des Buches lassen an Deutlichkeit nichts vermissen. Das Hardcover gehört in die Regale für (angehende) Journalisten, Medieninteressierte, Studierende verschiedener Disziplinen, Schüler die eine entsprechende Facharbeit angehen. Es hat wissenschaftlichen Charakter.
(Martin Eichhorn, ekz.bibliotheksservice, Heft 3/18)

[…] Russ-Mohl geht über die Risiken und Nebenwirkungen moderner Kommunikationstechnologien hinaus und schlägt Lösungsansätze vor.[…] „Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde“ ist eine klare Leseempfehlung für alle, die sich umfassend und ausführlich über das Thema Digitale Medien und Manipulation informieren wollen. Es bereichert die nach wie vor spärliche Auswahl an Fachbüchern zum Themenbereich Fake News ungemein und ist eine unverzichtbare hochaktuelle Pflichtlektüre für alle, die sich mit dem Thema beschäftigen.
(Oliver Hein-Behrens, Medienmilch.de, 22. November 2017)

Olaf Sanders / Anja Besand / Mark Arenhövel (Hrsg.)
Ambivalenzwucherungen. Breaking Bad aus bildungsfernen-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Blickwinkeln

[…] gelingt es dem Band recht anschaulich, die unterschiedlichen Sichtweisen und Zugänge herauszuarbeiten.
(Christian Hißnauer, M&K, 66. Jg. Ausgabe 1/2018)

Christiana Schallhorn
Kultivierung durch Sportereignisse. Zum Einfluss der Medienberichterstattung über die Fußballweltmeisterschaft 2014 auf die Wahrnehmung des Gastgeberlandes Brasilien

[…] ist die Studie von Schallhorn lesenswert, nicht zuletzt, weil die Kultivierungshypothese in den letzten Jahren offenbar an Popularität verloren hat und sie einen wichtigen Impuls liefert, diesen Forschungsstrang wiederzubeleben.
(Reimar Zeh, M&K, 66. Jg. Ausgabe 1/2018)

Das Thema Großereignisse ist in der deutschsprachigen Sportkommunikationsforschung noch relativ neu und spezifische Untersuchungen zur Darstellung von Gastgeberländern und deren Wirkung sind bisher kaum vorhanden. Die Arbeit füllt daher eine wichtige Forschungslücke und gibt Aufschluss darüber, wie das Gastgeberland Brasilien sowohl aus Sicht der Medien als auch aus der der Zuschauer eingeschätzt wurde. […] Das Selbstverständnis, die Methoden sowie die Gültigkeit der Kultivierungshypothese in der heutigen Kommunikationswissenschaft werden in der Arbeit sehr detailreich diskutiert. Trotz unterschiedlicher Verständnisse und Positionen zur Kultivierungshypothese gelingt es Schallhorn, dem Leser sowohl einen umfangreiche Gesamtüberblick zu geben, als auch die eigene gewählte Position für ihre Analyse zu begründen. Besonders hervorzuheben ist hier die Diskussion, ob die Kultivierungshypothese in ihrem ursprünglichen Sinne heute überhaupt noch anwendbar ist.[…] Insgesamt liefert die Studie interessante Ansatzpunkte für zukünftige Forschungen, die die Autorin auch selbst thematisiert.
(Miriam Riegler, Journal für Sportkommunikation und Mediensport, 2.Jg., Ausgabe 2/2017)

Holger Schramm / Christiana Schallhorn / Holger Ihle / Jörg-Uwe Nieland (Hrsg.)
Großer Sport, große Show, große Wirkung? Empirische Analysen zu Olympischen Spielen und Fußballgroßereignissen

Die Erkenntnisse und Antworten sind dabei nicht nur für Wissenschaftler, sondern auch für Journalisten und Sportverbände von Interesse. […] Die Autoren zeigen unter anderem, wie Sportgroßereignisse vom Publikum wahrgenommen werden, wie sich Zuschauer die Übertragungen wünschen und welche Wirkungen die Berichterstattungen haben.
(DOSB-Presse, Nr. 37, 11. September 2018)

Der Sammelband „Großer Sport, große Show, große Wirkung?“ bietet eine wissenschaftliche Lektüre zum Themenkomplex Massenmedien und Sport […] ein breites Spektrum zur Symbiose zwischen Sport und Medien.
(Südkurier Nr. 112, 17. Mai 2018)

Cathleen M. Stuetzer / Martin Welker / Marc Egger (Hrsg.)
Computational Social Science in the Age of Big Data. Concepts, Methodologies, Tools, and Applications

Der Band versucht die Vielfalt der Themen aus verschiedenen Perspektiven zu greifen und die Notwendigkeit eines Diskurses darzustellen. es wird u.a. soziologisch über das Phänomen Big Data diskutiert. Zudem werden methodische Zugänge zur Datenerhebung und- auswertung geboten. Anhand von Fallbeispielen werden Handlungsfelder und Einsatzgebiete offengelegt.
Außerdem bietet die Tutorial Selection einen praktischen Zugang u.a. zu Learning Analytics und geospatialen Analysen von Social-Media-Daten.
Der Band dient als Einstieg und ist für all diejenigen interessant, die sich dem Thema Big-Data-Analytics aus verschiedenen Blickwinkeln nähern wollen.
(planung & analyse, Ausgabe 5/2018)

Sascha Trültzsch-Wijnen / Alessandro Barberi / Thomas Ballhausen (Hrsg.)
Geschichte(n), Repräsentationen, Fiktionen. Medienarchive als Gedächtnis- und Erinnerungsorte

[…] macht neugierig auf weitere Diskussionen zum Thema und klärt auf über den aktuellen Stand im juristischen und politischen Bereich.
(Götz Lachwitz, M&K, 66. Jg. Ausgabe 1/2018)

Wer wissen möchte, worum es kulturpolitisch geht, welche Rolle Medienarchiven zukommt und was für die Mediengeschichtsschreibung auf dem Spiel steht, dem bietet vorliegender Band wichtige Anhaltspunkte. […] Vorgestellt wird ein breites Spektrum an Beständen der medialen Überlieferung, das u.a. von Schrift- und Tondokumenten über Filme und Fernsehsendungen bis zu Unterrichtsvideos zur Lehrbildung und privaten Internetarchiven zur Technikgeschichte des Rundfunks reicht.
(Prof. Dr. Michael Wedel, tv diskurs 83, Ausgabe 1/18)

Zu hoffen ist, dass der inspirierende Tagungsband wahrgenommen wird und einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, dass die hohe Bedeutung von Medienarchiven auch in Medienunternehmen höher geschätzt wird und sich die teils sehr missliche Archivierungssituation (etwa im Bereich des privaten Rundfunks) unter dem Primat ökonomischer Erwägungen zumindest nicht noch weiter verschlechtert.
(Markus Beamer, H-Soz-Kult, 8. November 2017)

Der anregende Sammelband deckt bei aller Heterogenität, die für Tagungsdokumentationen charakteristisch ist, einen Großteil der aktuellen Mediendiskurse ab. Besonders produktiv ist hierbei, dass in den unterschiedlichen Beiträgen auf verschiedene Medienformate eingegangen wird, wodurch sich jeweils spezifische Aufgabenstellungen herausarbeiten lassen. Dieses Vorgehen ist deshalb besonders weiterführend, weil die Fernsehserie und der Fernsehfilm unter ganz anderen epistemologischen Fragezusammenhängen zu betrachten sind als historische Rundfunkbeiträge, Tonarchivalien oder curriculare Lernvideos aus der Schule. […] Umso erfreulicher ist es, dass an den Beiträgen konkret deutlich wird, wie eine inhaltliche und methodische Auseinandersetzung denkbar ist und andererseits theoretisch der Gegenstand selbst erfolgreich problematisiert werden konnte. […] Ein besonderes Verdienst des Sammelbandes ist es, die spezifische Medialität deutlich herausgearbeitet und damit implizit auch Begrenzungen des Assman’schen Konzepts überschritten zu haben. Insofern kann dieser Sammelband als ein wichtiger und innovativer Beitrag im Rahmen der noch recht jungen Medienarchivforschung betrachtet werden. Gleichzeitig weisen die konkreten medialen Fallanalysen in gewisser Weise auch darauf hin, in welche Richtung eine künftige Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Medien und Archiv gehen kann. Insofern kann dieser Band, ohne dass dies sein eigener Anspruch gewesen wäre, als programmatisch für eine künftige Medienarchivforschung betrachtet werden.
(Kathrin Dreckmann, r:k:m, 30. Oktober 2017)

Elisabeth Wehling
Politisches Framing. Wie eine Nation sich ihr Denken einredet – und daraus Politik macht

Die verwendeten Begriffe in den Tagesschauen oder Zeitungen werden nach der Lektüre dieses Buches eine neue Qualität erlangen. Gerade im Zeitalter von Fake News ist jede politisch interessierte Person gut beraten, die Wirkung von zugrunde liegenden Frames in der politischen Diskussion zu verstehen und bewusster mit Sprache umzugehen.
(Annette Greller, Frauenstimme Magazin, Ausgabe 4/17)

Insbesondere Journalisten als Multiplikatoren von Sprache sei die Lektüre des Bands ans Herz gelegt. […] Interessant für die gedanklichen Prozesse bei politischen Debatten ist die von der Wissenschaftlerin beschriebene Nein-Sager-Falle.
(Claudia Piuntek, NordSpitze – Das Magazin der norddeutschen Landesverbände, Heft 1/2018, 1. Januar 2018)

Thomas Wiedemann
Die Logik des Filmemachens. Zwölf Interviews mit deutschen Filmregisseurinnen und -regisseuren.

Die sehr persönlichen Antworten sind höchst lesenswert und summieren sich zu einem realistischen Lage-Bericht des Spielfilms und der Filmregie in der Bundesrepublik. Die Interviews mit ihnen (den Regisseurinnen und Regisseuren) lesen sich gut, weil ihre Antworten in der Regel sehr konkret klingen, auch Niederlagen eingestanden werden, der Blick auf die deutsche Filmszene realistisch erscheint. Thomas Wiedemann hat sich auf die einzelnen Gespräche sehr gut vorbereitet, kennt die Filme der Befragten, ist mit der Medienszene vertraut. […] Man kann ihm bescheinigen, dass er alles richtig gemacht hat.
(Hans Helmut Prinzler, Filmbuch des Monats Oktober, hhprinzler.de)

Egbert van Wyngaarden
Digitale Formatentwicklung. Nutzerorientierte Medien für die vernetzte Welt

Van Wyngaarden skizziert die Folgen des Mediawandels, beschreibt die notwendige Konzeptarbeit beim Aufbau einer Erzählwelt und erklärt, wie sich ansprechende Nutzererlebnisse in unendlich vielen Ausprägungen gestalten lassen, inklusive Geschäftsmodell. Das Buch liefert keine konkreten Handlungsanweisungen für bessere Beiträge, sondern essentielle Überlegungen zu unserer Arbeit. Es destilliert die Quintessenz des „New Storytellings“ in der vernetzten Welt. Unterhaltsam und inspirierend.
(Barbara Weidmann, BJVreport , Ausgabe 5/2018)

Jana Wiske
Die Elite. Die Bedeutung der Live-Berichterstattung im deutschen Spitzensport aus der Sicht von Sportjournalisten

In dem im Halem-Verlag erschienenen 15. Band der Sportkommunikation, geht sie vor allem der Frage auf den Grund, was sich im Arbeitsalltag eines Sport-Live-Berichterstatters verändert hat, beschäftigt sich aber auch damit, welchen Veränderungen das Image und der Ruf der Berufsgruppe ausgesetzt sind. […] Die hier besprochene Arbeit widmet sich der Frage, wie sich Sportjournalisten in der Live-Berichterstattung von ihren Kollegen (in Eigen- und Fremdwahrnehmung) unterscheiden und welchen Stellenwert sie innerhalb der Berufsgruppe haben. Dabei liegt der Fokus der Studie ausdrücklich auf der Analyse des Spitzensports in Deutschland. […] Die Arbeit füllt somit eine Forschungslücke, trägt aber vor allem zu einer aktuellen Auseinandersetzung mit dem Thema bei und schafft hilfreiche Ansatzpunkte für weitere Auseinandersetzungen. Jana Wiske gelingt es, einen umfangreichen Gesamtüberblick über das sich verändernde Berufsbild des Sportjournalisten zu geben. Das Buch ist damit empfehlenswert für Studierende, aber auch für all jene Leser, die an dem Berufsbild des Sportkommunikators mit allen Vor- und Nachteilen interessiert sind.
(Maria Ähnelt, Journal für Sportkommunikation und Mediensport, 3. Jahrgang, Ausgabe 1/2018)