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11. Juli 2018

Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Kölner Mediengespräch am 20. September 2018

Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Von Karina Selin | Im Urlaub, im Bett, auf der Arbeit und unterwegs: Wir sind immer erreichbar und dauernd online. Das muss doch Stress verursachen. Oder? Das Thema “Medienstress durch Smartphones” beleuchtet Jana Hofmann von der Universität Erfurt und nimmt dabei eine differenzierte und analytische Haltung ein. Sie setzt voraus, dass Menschen Medien nutzen, weil sie ihre Ressourcen erhalten und ausweiten wollen – Ressourcen sind jene Dinge, die Menschen wichtig sind und die sie wertschätzen, allen voran Gesundheit, Familie und soziale Teilhabe. In der Presse und in der (populär)wissenschaftlichen Diskussion kam es zu teils plakativen Zuspitzungen über die  Zusammenhänge zwischen gesteigerter...

“Lasst uns etwas Neues machen”

Egbert van Wyngaarden sprach bei den Kölner Mediengesprächen am 9. Juni über sein jüngst im Herbert von Halem Verlag erschienenes Buch "Digitale Formatentwicklung. Nutzerorientierte Medien für die vernetzte Welt".

“Lasst uns etwas Neues machen”

Von Julian Pitten | Als gebürtiger Niederländer habe er in seiner Jugend natürlich auch die von dort bekannten Holzschuhe getragen, erzählt Egbert van Wyngaarden zu Beginn seines Vortrags. Diese Holzschuhe haben indes etwas mit den Medien des 20. Jahrhunderts gemeinsam. Für beide gilt “one size fits all”: So, wie die Schuhe in einer Einheitsgröße produziert werden, wurden die Medien des 20. Jahrhunderts meist nur für einen Verbreitungskanal, etwa das Fernsehen, konzipiert. Das sei heute, im frühen 21. Jahrhundert, anders. In unserer zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt müssen Medienschaffende ihre Inhalte von vornherein für so viele Verbreitungskanäle wie möglich entwickeln, wenn...

Medien im digitalen Wandel. Neue Chancen mit neuen Technologien
Medien im digitalen Wandel. Neue Chancen mit neuen Technologien

Kölner Mediengespräch am 9. Juli 2018

Kommunikationstechnologien und Mediennutzung wandeln sich rapide und mit...

18. Juni 2018

Noch eine Frage bitte, Herr Niekler

Dr. Andreas Niekler über sein Buch "Automatisierte Verfahren für die Themenanalyse nachrichtenorientierter Textquellen"

Noch eine Frage bitte, Herr Niekler

Von Karina Selin | Worin liegen die Schwächen der herkömmlichen Volltextsuche und Indizierung bei einer Textdatenanalyse? Oft basieren die Verfahren auf der Analyse von unabhängig betrachteten Einzelwörtern. So können der Kontext und ein semantischer Fokus nicht abgebildet werden. Die Interpretation und Einordnung der Ergebnisse erfolgt ohne Kontext und ist damit mehr deskriptiv als qualitativ. Was bezweckt die Inhaltsanalyse bzw. die Themenanalyse digitaler Inhalte? 
 Im Grunde das Gleiche wie herkömmliche manuelle Themenanalysen. Digitale Inhalte stehen aber vermehrt zur Verfügung und sind deshalb ein wichtiger Rohstoff für die Analyse sozialer und medialer Prozesse. Worin unterscheidet sich eine retrospektive...

14. Juni 2018

“Es gibt keine Filme mehr”

Unser Autor Dr. Rolf Giesen sprach bei den Kölner Mediengesprächen über den Wandel und die mögliche Zukunft des Filmemachens. Sein im August erscheinendes Buch "Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart" widmet sich genau diesen Themen.

“Es gibt keine Filme mehr”

Von Julian Pitten | »Es gibt keine Filme mehr«, sagt Dr. Rolf Giesen, Autor des im August im Herbert von Halem Verlag erscheinenden Bandes Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart am 13. Juni bei den Kölner Mediengesprächen. Wer erst kürzlich im Kino die neuesten Blockbuster wie etwa The Avengers: Infinity War oder Jurassic World: Das gefallene Königreich gesehen hat, mag ihm intuitiv widersprechen wollen. Es wird allerdings schnell klar, was Giesen meint: Natürlich gibt es weiterhin ›Filme‹ im Sinne von bewegten Bildern, die bestimmte Inhalte transportieren und die man sich beispielsweise im Kino ansehen kann. Verschwunden oder zumindest stark im Rückzug begriffen ist indes der Film als physischer...

24. Mai 2018

Bewegtbilder im Wandel: Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart

Kölner Mediengespräch am 13. Juni 2018

Bewegtbilder im Wandel: Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart

Von Karina Selin | Das Erbe des Films lebt! Die Kraft des Legendären, Dynamischen und  Weltentrückten übt immer noch eine nahezu magische Anziehungskraft aus. Doch die technologische Entwicklung hat eine grundlegende Umwälzung der Medienindustrie in Gang gesetzt. Immer mehr Studienanfänger streben zum Film, obwohl die späteren Berufs- und Verdienstmöglichkeiten voraussichtlich schlechter sind als in anderen Berufsfeldern. Aber Berufe wie Regisseur, Kamerafrau, Drehbuchautorin oder Szenenbildner versprechen ein Leben voller Kreativität und Abenteuer. Über Jahrzehnte waren Rollen, Kompetenzen und Aufgabenfelder der Filmschaffenden klar umrissen und die Optionen ihrer beruflichen Perspektive klar beschreibbar....

22. Mai 2018

“Weil wir Fußball so schön finden…”

Bei den Kölner Mediengesprächen am 17. Mai diskutierte Herbert von Halem mit Olaf Kupfer, Sportredakteur der Westdeutschen Zeitung, Martin Ammermann, Executive Director Sports bei Sportstadt Düsseldorf, und Dr. Jörg-Uwe Nieland vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster über die zunehmende Kommerzialisierung und politische Instrumentalisierung von Sportgroßereignissen – und die Probleme, die dadurch für den Sportjournalismus entstehen.

“Weil wir Fußball so schön finden…”

Von Julian Pitten | Bei den Kölner Mediengesprächen zu unserer Neuerscheinung “Großer Sport, große Show, große Wirkung?” wurde es voll auf unserer kleinen Bühne im Verlag: Mitherausgeberin Dr. Christiana Schallhorn führte mit einem kurzen Vortrag in das Thema des Buches und auch des Abends ein. Sportgroßereignisse, wie die diesjährige Fußball-WM in Russland, gewinnen immer stärker an gesellschaftlicher Bedeutung. Dies spiegelt sich unter anderem in den ständig wachsenden Teilnehmerzahlen wider – sowohl im Hinblick auf Athleten als auch auf Journalisten, die von den Ereignissen berichten. Mit der steigenden öffentlichen Aufmerksamkeit steigen natürlich auch die Einnahmen, etwa durch Vermarktung...

11. Mai 2018

DGPuK-Jahrestagung in Mannheim 2018

DGPuK-Jahrestagung in Mannheim 2018

Von Karina Selin | Vom 9. bis 11. Mai 2018 findet im Mannheimer Schloss die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) statt. Etwa 380 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hören zahlreiche Vorträge zum Thema „Selbstbestimmung in der digitalen Welt“ und tauschen sich über den Stand des Faches aus. Prof. Dr. Hartmut Wessler hat für das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Mannheim zu der Tagung eingeladen. Auf der Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand der DGPuK gewählt. Neuer Vorsitzender ist Prof. Dr. Lars Rinsdorf (Stuttgart), Stellvertreter sind Prof. Dr. Eva Baumann (Hannover) und Prof. Dr....

3. Mai 2018

Alfred Schutz Circle for Phenomenology and Interpretive Sociology

Der internationale Alfred Schutz Circle tagt derzeit in Konstanz am Bodensee

Alfred Schutz Circle for Phenomenology and Interpretive Sociology

Von Karina Selin | Vom 3. bis 5. Mai 2018 treffen sich in Konstanz etwa 60 Forscher aus aller Welt zur zweijährlich stattfindenden Tagung des „Alfred Schutz Circle for Phenomenology and Interpretive Sociology“. Das Tagungsthema lautet „Knowledge, Nescience and the (New) Media“. In Vorträgen, Filmen und Diskussionen beschäftigen sich die Wissenschaftler mit dem Werk von Alfred Schütz (1899 – 1959), dem Begründer der phänomenologischen Soziologie. Sie schlagen dabei Brücken zur modernen Medienwelt: „Fake News“ und Donald Trump stehen ebenfalls auf dem Programm. Die Tagung wird organisiert vom Sozialwissenschaftlichen Archiv Konstanz (Alfred-Schütz-Gedächtnisarchiv) der Universität Konstanz...

30. April 2018

Noch eine Frage bitte, Herr Reineck

Dr. Dennis Reineck über "Die soziale Konstruktion journalistischer Qualität"

Noch eine Frage bitte, Herr Reineck

Von Karina Selin | Herr Reineck, Sie haben in Ihrer Studie zur journalistischen Qualität junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren befragt. Warum stellt diese Nutzergruppe aus Sicht der journalistischen Praxis eine ‘Problemgruppe’ dar? Nun ja, sie wird häufig als „Problemgruppe“ bezeichnet, was sicherlich an den veränderten Nutzungsweisen liegt, die Jugendliche und junge Erwachsene auszeichnen: Mehr Digitales, weniger klassischer Medienkonsum. Aber als Problem erscheint dies natürlich in erster Linie aus Sicht der Institutionen, die auf den veränderten Bedarf reagieren müssen: Journalismus, Wissenschaft oder auch politische Institutionen. Wie wurde ‘Journalismus’ in den Gruppendiskussionen...