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17. Mai 2019

Noch eine Frage bitte, Frau Prommer

Elizabeth Prommer über ihr Buch "Ausgeblendet. Frauen im deutschen Film und Fernsehen"

Noch eine Frage bitte, Frau Prommer

Sie haben in Ihrer Studie Ausgeblendet festgestellt, dass Frauen im deutschen Film und Fernsehen unterrepräsentiert sind. Woran liegt die ungleiche Darstellung der Geschlechter auf Bildschirm und Leinwand?

 Das ist keine einfache Frage – wir haben ja nur untersucht, was sichtbar ist, und nicht die Macher*innen befragt. Aber, da die Zahlen sich ja seit den 1990er-Jahren fast nicht verändert haben, scheinen Fernsehmacher*innen der Realität in der Geschlechtergerechtigkeit echt hinterherzuhinken. Es sieht fast so aus, als ob das Fernsehen sich selbst und die Ungleichheit perpetuiert. Es scheint, als ob die Drehbuchautor*innen sowie die Redaktionen das in der Fernsehinformation gezeigte...

Kommunikation im Wandel – damals und heute

Am 15. Mai 2019 trafen sich auf dem Podium der Kölner Mediengespräche Prof. Dr. Dagmar Hoffmann, Prof. Dr. Marlis Prinzing, Dr. Jörg-Uwe Nieland und Herbert von Halem, um über die Veränderungen in der Kommunikationswissenschaft der letzten 20 Jahre zu sprechen. Prof. Dr. Udo Göttlich hielt einen einleitenden Vortrag

Kommunikation im Wandel – damals und heute

20 Jahre ist es nun her, dass der Sammelband Kommunikation im Wandel. Zur Theatralität der Medien, herausgegeben von Udo Göttlich, Jörg-Uwe Nieland und Heribert Schatz, als eines der frühesten Bücher im Herbert von Halem Verlag erschien. Aus diesem Anlass diskutierte Verleger Herbert von Halem am 15. Mai 2019 mit Jörg-Uwe Nieland, Marlis Prinzing und Dagmar Hoffmann über den Wandel in der Kommunikationswissenschaft. Udo Göttlich verglich in seinem Impulsvortrag im Vorfeld der Diskussionsrunde den Versuch, den Wandel der Kommunikation zu beschreiben, mit dem hoffnungslosen Unternehmen “den Ozean mit Wasserfarben zu malen, während man unter Wasser ist”. Diese Metapher trifft...

10. Mai 2019

DGPuK-Jahrestagung 2019 in Münster

DGPuK-Jahrestagung 2019 in Münster

Etwa 400 KommunikationswissenschaftlerInnen treffen sich vom 9. bis 11. Mai in Münster zur diesjährigen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationwissenschaft (DGPuK). Zum Thema „Integration durch Kommunikation in digitalisierten Öffentlichkeiten“ werden rund 100 Vorträge gehalten. Um eine Brücke zwischen Theorie und Praxis zu schlagen, wurde zum Eröffnungsvortrag Stefan Sydnow, Ministerialdirigent im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, eingeladen, der über Integration im Kontext von Migration und Asyl referierte. Der Herbert von Halem Verlag ist wieder mit einem Bücherstand und einer Auswahl seiner Neuerscheinungen vertreten und sucht...

30. April 2019

Wiedersehen in Wien – bei den Kommunikationswissenschaftlichen Tagen der ÖGK an der Universität Wien

Unsere Bücher auf Reisen

Wiedersehen in Wien – bei den Kommunikationswissenschaftlichen Tagen der ÖGK an der Universität Wien

Zu einem Wiedersehen kam es bei den Kommunikationswissenschaftlichen Tagen (KWT), die vom 25. bis 27. April 2019 in den Räumen des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien stattfanden. Bereits vor 20 Jahren, zu Zeiten der Verlagsgründung, war Herbert von Halem in Wien bei der DGPuK-Jahrestagung zu Gast gewesen. Nun besuchte er die vom Institut in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft (ÖGK) organisierte und ausgerichtete Veranstaltung, in deren Mittelpunkt in diesem Jahr das Thema „Verantwortung“ in Medien- und Kommunikationswissenschaft stand. Dabei war der Verlag zusätzlich durch eine thematisch passende...

8. April 2019

Kommunikation im Wandel – revisited. Eine Bestandsaufnahme und kritische (Selbst-)Reflexion der Kommunikationswissenschaft

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Dagmar Hoffmann, Prof. Dr. Marlis Prinzing und Dr. Jörg-Uwe Nieland. Mit einem Vortrag von Prof. Dr. Udo Göttlich. Am 15. Mai 2019 um 19:30

Kommunikation im Wandel – revisited. Eine Bestandsaufnahme und kritische (Selbst-)Reflexion der Kommunikationswissenschaft

Im Jahr 1998 bekam Deutschland nach 16 Jahren Regierung durch Helmut Kohl mit Gerhard Schröder einen neuen Bundeskanzler, Frankreich wurde Fußballweltmeister und der größte Medienskandal war eine Affäre des damaligen US-Präsidenten mit einer Praktikantin. Es gab noch keine Smartphones und das Internet begann gerade erst seinen Siegeszug außerhalb von Wissenschaft und Militär. Während vor 20 Jahren die Nachrichten im Radio oder TV abgewartet werden mussten, die Tageszeitung am kommenden Tag berichtete und ausführlicher erst im nächsten Wochenmagazin informiert wurde, werden diese Ereignisse heute in Minuten verbreitet, diskutiert und bewertet. Für Fake News war höchstens in den Boulevardmedien...

5. April 2019

Noch eine Frage bitte, Frau Schmidt

Franzisca Schmidt über ihre Neuerscheinung "Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien. Der Umgang der Presse mit Parteien- und Medienpopulismus im Europawahlkampf 2014"

Noch eine Frage bitte, Frau Schmidt

In Ihrem Buch geht es, wie der Titel ankündigt, um Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien. Was sind die typischen Rhetorikelemente populistischer Kommunikation, die Sie untersucht haben? Das wichtigste Element ist der Volksbezug, die eigentliche Voraussetzung dafür, dass eine Aussage als populistisch gilt. Dabei beruft sich ein Sprecher auf ‘das Volk’, verteidigt dieses oder tritt für dessen Interessen ein, etwa indem er die angeblichen Anliegen des Volkes unterstützt oder vorgibt, als Vertreter des Volkswillens in dessen Namen zu sprechen. Das zweite Element ist die Establishment-Kritik, die die Distanz und Entfremdung zwischen den gewöhnlichen Bürgern und den Eliten...

3. April 2019

„Interne Kommunikation“ erhält Publikationspreis der Hochschule Luzern – Wirtschaft

Der Sammelband „Interne Kommunikation. Theoretische, empirische und praktische Perspektiven“ herausgegeben von Constanze Jecker gewinnt in der Kategorie „Praxis und Öffentlichkeit“.

„Interne Kommunikation“ erhält Publikationspreis der Hochschule Luzern – Wirtschaft

Zum achten Mal verlieh die Hochschule Luzern – Wirtschaft am 12. März 2019 drei Publikationspreise für außergewöhnliche Veröffentlichungen. In der Kategorie „Praxis und Öffentlichkeit“ ging der Preis an den im Herbert von Halem Verlag erschienenen Sammelband „Interne Kommunikation. Theoretische, empirische und praktische Perspektiven“ von Constanze Jecker. Die vielseitige Beleuchtung des Themas sowohl durch Jecker als auch durch die Autorinnen und Autoren der 25 Beiträge hatten es der Jury angetan. Dabei setzte sich „Interne Kommunikation“ in der Kategorie gegen 9 andere Publikationen durch. „Die Beiträge zeichnen sich durch eine differenzierte Analyse des Forschungsgegenstandes...

19. März 2019

Ausgeblendet – Frauen in Film und Fernsehen. Warum Gleichberechtigung in den Medien fast ein Fremdwort ist

Leipzig: Vortrag von Prof. Dr. Elizabeth Prommer und Dr. Christine Linke auf der Buchmesse, 21. März 2019, 16 Uhr

Ausgeblendet – Frauen in Film und Fernsehen. Warum Gleichberechtigung in den Medien fast ein Fremdwort ist

Die Schieflage in der Präsenz und der Rolle von Frauen in den Medien ist seit Jahrzehnten nicht untersucht worden. 2016 hat Maria Furtwängler sich dieses Themas angenommen und die Studie „Audiovisuelle Diversität“ in Auftrag gegeben. Dazu wurden insgesamt 3.500 Stunden Fernsehen und 800 deutsche Kinofilme ausgewertet. Das zentrale Ergebnis: Frauen sind in Film und Fernsehen unterrepräsentiert. Auf eine Frau kommen zwei Männer. Die Rollenklischees – hübsche junge Frau, starker, kluger Mann – scheinen zementiert. Frauen, sind dabei nicht nur seltener sichtbar, sie sind auch kürzer zu sehen und haben deutlich weniger Wortanteile. Auffällig ist auch eine abnehmende Präsenz von Frauen...

18. März 2019

Noch eine Frage bitte, Herr Menke

Manuel Menke über "Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten. Zum kollektiven Umgang mit Medien- und Gesellschaftswandel"

Noch eine Frage bitte, Herr Menke

In Ihrem Buch Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten. Zum digitalen Umgang mit Medien- und Gesellschaftswandel sagen Sie, dass Nostalgie mehr ist als die Sehnsucht nach dem Vergangenen. Was meinen Sie damit? Wenn man mit Menschen über Nostalgie redet, dann erinnern sie sich an ihre Vergangenheit und erzählen von besonderen Erlebnissen oder lieb gewonnenen Gegenständen aus ihrer Kindheit. In der wissenschaftlichen Literatur hingegen wird das Thema differenzierter betrachtet, denn Nostalgie hat viel weniger mit der Vergangenheit zu tun, als man intuitiv denken würde. Nostalgie ist geknüpft an Erinnerungen, die wir nicht in unserem Gehirn abgespeichert haben, sondern die wir im Prozess...

15. März 2019

Symbolische Aufladung, eingängige Lesbarkeit und die Pathosformel

Dr. Nicole Wiedenmann sprach am 14. März bei den Kölner Mediengesprächen über Bilder von Revolutionen und ihren Symbolgehalt.

Symbolische Aufladung, eingängige Lesbarkeit und die Pathosformel

Revolutionen sind immer auch Medienereignisse. Fotografien von Massendemonstrationen oder Revolutionären wie Lenin, Che Guevara oder Fidel Castro dokumentieren und erinnern einerseits historische Ereignisse. Sie sind aber andererseits selbst Teil des Geschehens und beflügeln die Handelnden. In ihrem Vortrag über ihr soeben erschienenes Buch Revolutionsfotografie im 20. Jahrhundert. Zwischen Dokumentation, Agitation und Memoration schlug Nicole Wiedenmann einen weiten Bogen von der ersten Fotografie einer Protestversammlung 1848 in Paris bis zu Bildern auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989. Anhand des Motivs David gegen Goliath zeigte sie anhand ausgewählter Fotografien,...