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25. September 2018

Online-Lust statt Online-Frust: Wie Journalismus im Netz funktioniert

Kölner Mediengespräche goes Frankfurt

Online-Lust statt Online-Frust: Wie Journalismus im Netz funktioniert

Von Karina Selin | Im Internetzeitalter spielt der Tag, wie er im Wort „Jour-nalismus“ vorkommt, keine Rolle mehr. Heute geht es um Minutenaktualität, um Echtzeitjournalismus. Nichts ist so alt wie die Nachricht von heute Vormittag! Journalistische Geschichten werden heute digital erzählt – egal, ob man Fernsehen macht, einen Podcast aufnimmt oder eine Story schreibt. Online-Journalismus ist heute kein eigener Ausspielkanal neben anderen mehr, sondern jeder Journalismus ist heute auch Online-Journalismus. Am 12. Oktober werden um 11 Uhr auf der LitCam-Bühne der Frankfurter Buchmesse Journalismus-Professor Dr. Hektor Haarkötter, die Online-Journalistin Nea Matzen und Dr. Marco Bertolaso von der Initiative...

11. September 2018

Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Kölner Mediengespräch, neuer Termin im März 2019

Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Von Karina Selin | Termin verschoben!   Im Urlaub, im Bett, auf der Arbeit und unterwegs: Wir sind immer erreichbar und dauernd online. Das muss doch Stress verursachen. Oder? Das Thema “Medienstress durch Smartphones” beleuchtet Jana Hofmann von der Universität Erfurt und nimmt dabei eine differenzierte und analytische Haltung ein. Sie setzt voraus, dass Menschen Medien nutzen, weil sie ihre Ressourcen erhalten und ausweiten wollen – Ressourcen sind jene Dinge, die Menschen wichtig sind und die sie wertschätzen, allen voran Gesundheit, Familie und soziale Teilhabe. In der Presse und in der (populär)wissenschaftlichen Diskussion kam es zu teils plakativen Zuspitzungen über die  Zusammenhänge...

6. September 2018

Den virtuellen Globus hacken

Uta Kopp und Achim Mohné sprachen bei den Kölner Mediengesprächen über Hintergründe und Details zur REMOTEWORDS-Publikation 'Orbitale Irritationen'.

Den virtuellen Globus hacken

Von Julian Pitten | Vor 10 Jahren riefen Uta Kopp und Achim Mohné, inspiriert durch ihre erste Begegnung mit der damals noch jungen Google Earth-Software, das Kunstprojekt REMOTEWORDS ins Leben. Ihre Idee: Den von Google mittels Luftaufnahmen erstellten ‘virtuellen Globus’ zum Medium der eigenen Kunst zu machen. Seither platziert REMOTEWORDS in Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstlern und Autoren Botschaften auf verschiedenen Dächern, deren virtuelle Abbilder mit dem nächsten Update von Google Earth auch online angesehen werden können. Zum zehnjährigen Jubiläum des Projekts erschien im Herbert von Halem Verlag die Publikation Orbitale Irritationen als zweiter Band der Reihe edition KHM. “IN...

3. September 2018

Herbert von Halem Nachwuchspreis 2018 vergeben!

Herbert von Halem Nachwuchspreis 2018 vergeben!

Von Karina Selin | Gemeinsam mit dem kommunikations- und medienwissenschaftlichen Nachwuchs der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e. V. (DGPuK) wurde die Gewinnerin des Herbert von Halem Nachwuchspreises 2018 für ein vielversprechendes Dissertationsprojekt ausgewählt. Die Begutachtung der eingesendeten Vorschläge erfolgte durch eine Jury aus fünf promovierten NachwuchswissenschaftlerInnen; Univ.-Prof. Dr. Eva Baumann als Mitglied des DGPuK-Vorstands sowie Herbert von Halem bildeten den Beirat. Alle Einreichungen wurden von der Jury bezüglich ihrer Originalität, ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Relevanz, der theoretischen Fundierung, ihrem Vorgehen und der...

16. August 2018

Noch eine Frage bitte, Herr Eschke und Herr Bohne

Gunther Eschke und Rudolf Bohne über die 2., völlig überarbeitete Auflage von "Bleiben Sie dran! Dramaturgie von TV-Serien"

Noch eine Frage bitte, Herr Eschke und Herr Bohne

Von Karina Selin | Welches sind Ihre aktuellen Lieblingsserien?  Bei den deutschen Serien gefällt uns beiden WEISSENSEE (Das Erste) am besten. Unter den amerikanischen Serien präferiert Gunther Eschke THE AFFAIR (Showtime) und Rudolf Bohne THE CROWN (Netflix). Warum boomen TV-Serien in den letzten Jahren? 

 Der Boom der TV-Serien hat vielerlei Gründe: Ein starker Faktor ist die zunehmende Marktpräsens von Streaming-Plattformen wie Netflix und Co. Diese Anbieter haben die Möglichkeit, für alle Genres und Zuschauergruppen ein sehr breites Publikum zu erreichen, über nationale Grenzen hinweg. Komplexe und im Genre spezielle Serienwelten, bisher nicht gewagte Cross-Over-Formate, horizontale Strukturen...

6. August 2018

Orbitale Irritationen. Kunst im öffentlichen Raum und der digitale Globus

Kölner Mediengespräch am 4. September 2018

Orbitale Irritationen. Kunst im öffentlichen Raum und der digitale Globus

Von Karina Selin | Im Juli 2006 begann Google, die Welt von oben zu fotografieren und zu kartografieren, um einen virtuellen Globus zu kreieren – heute bekannt als Google Earth. REMOTEWORDS wurde im darauffolgenden Jahr als virtuelle Gegenreaktion hierzu gegründet. Man wollte den ungefragten Beobachtungen von Google etwas ebenfalls Ungefragtes entgegensetzen. Am 24. April 2008 beschrifteten Achim Mohné und Uta Kopp das erste Dach für ihr Langzeitprojekt REMOTEWORDS auf dem Fuhrwerkswaage Kunstraum in Köln. Die dafür in Zusammenarbeit mit Kurator Jochen Heufelder entwickelte Botschaft IN ART WE TRUST ist seitdem aus der Luft zu lesen. Nur kurze Zeit später aktualisierte der Satellitennavigationsgigant Google...

11. Juli 2018

“Lasst uns etwas Neues machen”

Egbert van Wyngaarden sprach bei den Kölner Mediengesprächen am 9. Juni über sein jüngst im Herbert von Halem Verlag erschienenes Buch "Digitale Formatentwicklung. Nutzerorientierte Medien für die vernetzte Welt".

“Lasst uns etwas Neues machen”

Von Julian Pitten | Als gebürtiger Niederländer habe er in seiner Jugend natürlich auch die von dort bekannten Holzschuhe getragen, erzählt Egbert van Wyngaarden zu Beginn seines Vortrags. Diese Holzschuhe haben indes etwas mit den Medien des 20. Jahrhunderts gemeinsam. Für beide gilt “one size fits all”: So, wie die Schuhe in einer Einheitsgröße produziert werden, wurden die Medien des 20. Jahrhunderts meist nur für einen Verbreitungskanal, etwa das Fernsehen, konzipiert. Das sei heute, im frühen 21. Jahrhundert, anders. In unserer zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt müssen Medienschaffende ihre Inhalte von vornherein für so viele Verbreitungskanäle wie möglich entwickeln, wenn...

21. Juni 2018

Medien im digitalen Wandel. Neue Chancen mit neuen Technologien

Kölner Mediengespräch am 9. Juli 2018

Medien im digitalen Wandel. Neue Chancen mit neuen Technologien

Von Karina Selin | Kommunikationstechnologien und Mediennutzung wandeln sich rapide und mit ihnen die Anforderungen, die an Autoren, Journalisten, Werber, Game-Designer und andere Kreative sowie an die Produzenten und Verwerter von Medieninhalten gestellt werden. Wie lassen sich die vielfältigen Chancen und Möglichkeiten des Digitalen nutzen, um das Publikum mit überzeugenden Medienangeboten zu erreichen und nachhaltig zu begeistern? Autor und Innovationsexperte Egbert van Wyngaarden stellt die aktuellen Entwicklungen der Medienindustrie verständlich und praxisorientiert dar und präsentiert neue Ansätze und Werkzeuge für die Konzeption, Gestaltung und Verbreitung von neuartigen Medien. Dabei bringt er Aspekte...

18. Juni 2018

Noch eine Frage bitte, Herr Niekler

Dr. Andreas Niekler über sein Buch "Automatisierte Verfahren für die Themenanalyse nachrichtenorientierter Textquellen"

Noch eine Frage bitte, Herr Niekler

Von Karina Selin | Worin liegen die Schwächen der herkömmlichen Volltextsuche und Indizierung bei einer Textdatenanalyse? Oft basieren die Verfahren auf der Analyse von unabhängig betrachteten Einzelwörtern. So können der Kontext und ein semantischer Fokus nicht abgebildet werden. Die Interpretation und Einordnung der Ergebnisse erfolgt ohne Kontext und ist damit mehr deskriptiv als qualitativ. Was bezweckt die Inhaltsanalyse bzw. die Themenanalyse digitaler Inhalte? 
 Im Grunde das Gleiche wie herkömmliche manuelle Themenanalysen. Digitale Inhalte stehen aber vermehrt zur Verfügung und sind deshalb ein wichtiger Rohstoff für die Analyse sozialer und medialer Prozesse. Worin unterscheidet sich eine retrospektive...

14. Juni 2018

“Es gibt keine Filme mehr”

Unser Autor Dr. Rolf Giesen sprach bei den Kölner Mediengesprächen über den Wandel und die mögliche Zukunft des Filmemachens. Sein im August erscheinendes Buch "Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart" widmet sich genau diesen Themen.

“Es gibt keine Filme mehr”

Von Julian Pitten | »Es gibt keine Filme mehr«, sagt Dr. Rolf Giesen, Autor des im August im Herbert von Halem Verlag erscheinenden Bandes Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart am 13. Juni bei den Kölner Mediengesprächen. Wer erst kürzlich im Kino die neuesten Blockbuster wie etwa The Avengers: Infinity War oder Jurassic World: Das gefallene Königreich gesehen hat, mag ihm intuitiv widersprechen wollen. Es wird allerdings schnell klar, was Giesen meint: Natürlich gibt es weiterhin ›Filme‹ im Sinne von bewegten Bildern, die bestimmte Inhalte transportieren und die man sich beispielsweise im Kino ansehen kann. Verschwunden oder zumindest stark im Rückzug begriffen ist indes der Film als physischer...