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9. November 2020

Noch eine Frage bitte, Herr Krämer

In seinem Buch "How to Do Things with the Internet" entwickelt Benjamin Krämer unter Einbeziehung soziologischer und philosophischer Konzepte eine Handlungstheorie für das Internet

Noch eine Frage bitte, Herr Krämer

In Ihrer Einleitung charakterisieren Sie Ihre Theorie als eine, die eher “Probleme macht” als löst und so in eine Lücke stößt, die auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Welche Lücke in der Theorielandschaft füllen Sie mit Ihrer Handlungstheorie des Internets? Diese Theorie sensibilisiert zunächst für gewisse Dinge, so dass eine größere Bandbreite von Handlungsmöglichkeiten im Internet in den Blick kommen. Ein beträchtlicher Teil der Theorien und Forschung zu Onlinekommunikation geht von sprachlichen – und seltener visuellen – Botschaften aus, die online gestellt werden und den Anspruch haben, etwas über die Welt oder die Mitteilenden auszusagen oder vielleicht...

2. November 2020

Der Sportdokumentarfilm im Wandel der Zeit

Der Sportdokumentarfilm im Wandel der Zeit

Vortrag von Prof. Dietrich Leder und anschließender Diskussion mit Dr. Daniela Schaaf, Benjamin Best und Markus Kirchner Der Sportdokumentarfilm im Wandel der Zeit am 10. November 2020 um 19 Uhr. Dieses Kölner Mediengespräch wurde im Streaming über Zoom durchgeführt.     Von den ersten dokumentarischen Filmaufnahmen hin zu massenmedialen Großereignissen: Die facettenreiche Geschichte des Sportdokumentarfilms aus sport-, film- und gesellschaftswissenschaftlicher Perspektive war Thema dieses spannenden Abends. Denn Leistungssport und dokumentarische Filmformen pflegen seit jeher ein enges Verwandtschaftsverhältnis, da die Entwicklung des modernen Wettkampfsports eng mit...

25. Oktober 2020

Noch eine Frage bitte, Herr Poerschke

Hans Poerschke hat Lenins Schriften untersucht und setzt sich in seinem Buch "Das Prinzip der Parteiliteratur" mit dem Verhältnis von Partei und Presse bei und unter Lenin auseinander.

Noch eine Frage bitte, Herr Poerschke

Michael Meyen überschreibt sein Vorwort zu Ihrem Buch mit den Worten: „Vergesst Lenin! Aber studiert ihn vorher unbedingt!“ Was bedeutet diese Aussage vor dem Hintergrund Ihrer Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Partei und Presse unter Lenin? Ich betrachte sie als eine in paradoxer Form ausgesprochene, aber sehr ernst gemeinte Aufforderung, mit dem Erbe der revolutionären Arbeiterbewegung bedachtsam umzugehen. Die mit dem Kapitalismus untrennbar verbundene, täglich zunehmende Bedrohung zivilisierter menschlicher Existenz zwingt dazu, alle historische Erfahrung – gestrige wie heutige – des Kampfes um seine Überwindung darauf zu befragen, ob auf ihr aufzubauen für das weitere...

19. Oktober 2020

Noch eine Frage bitte, Herr Müller

Die tiefsitzende Überzeugung, dass ernstzunehmende Politik mit Vernunft und Argumenten gemacht werde, verhindert die Suche nach anderen Lösungen. In "Politisches Storytelling" zeigt Michael Müller, welche Rollen Geschichten, Erzählungen, Storys und Narrative im Politischen und in der Demokratie haben.

Noch eine Frage bitte, Herr Müller

In Ihrer Einleitung machen Sie auf eine Spannung aufmerksam, die bereits im Titel Politisches Storytelling anklingt – wird doch von der Politik allgemein erwartet mit Sachargumenten zu überzeugen und keine Geschichten zu erzählen. Warum ist Storytelling in der Politik dennoch so bedeutsam? Ich denke, die Erwartung, allein mit Sachargumenten Menschen von politischen Programmen überzeugen zu können, beruht auf einer starken Überschätzung unserer Rationalität seit der Aufklärung im 18. Jahrhundert. Natürlich spielen Argumente eine Rolle, aber mindestens ebenso wichtig sind die Geschichten, die in den Köpfen der Menschen zu einem politischen Programm entstehen und sie motivieren. Übrigens...

14. Oktober 2020

Noch eine Frage bitte, Herr Meyen

Michael Meyen erzählt in "Das Erbe sind wir" drei Geschichten: die Geschichte der Journalistenausbildung in der DDR, die Geschichte der Kommunikationswissenschaft in der westlichen Welt und seine eigene Geschichte, die eng mit den ersten beiden Geschichten verbunden ist.

Noch eine Frage bitte, Herr Meyen

In Ihrem Buch geht es um Ihre Geschichte und die Ihrer Journalistenausbildung in der DDR – und trotzdem erzählen Sie so viel mehr. Ist das Erzählen persönlicher Geschichten ein Modus des Geschichteschreibens, der zu oft übersehen wird? Der Mensch ist ein Geschichtentier. Wir wollen wissen, wie es anderen ergangen ist, um uns selbst zu verstehen und um das zu legitimieren, was wir irgendwann entschieden haben. Was ich außerdem bei vielen Jubiläumsveranstaltungen in den letzten Monaten gesehen habe: Die Deutschen kennen die Geschichten der anderen oft nicht und haben ein Bedürfnis, sich zu erklären. Viele haben ihre Redebeiträge mit einem persönlichen Statement eingeleitet. Wo war ich...

12. Oktober 2020

Krisenkommunikation – wie Kommunikation entschärfen kann

Digitales Kölner Mediengespräch am 21. Oktober um 19 Uhr

Krisenkommunikation – wie Kommunikation entschärfen kann

Vortrag von Prof. Dr. Jana Wiske und anschließender Diskussion mit Dr. Oliver Hepp (Universität Bayreuth) und Christian Kamp (FAZ). Ob Handelsstreit, Atomkonflikt oder Klimastreik – Krisen prägen die Welt auch mit Hilfe der Medien. Durch Fehler im Umgang mit ihnen können erhebliche Schäden entstehen, sowohl wirtschaftlicher Art als auch in Fragen der Reputation. Durch welche Strategien lassen sich diese abwenden? Die Professorin für PR und Unternehmenskommunikation Jana Wiske hat kundige Analysen prominenter Krisenfälle zusammengetragen und im Sammelband Krisenkommunikation komplex herausgegeben. Betrachtet werden unter anderem die Krise um die Fußballer Mesut Özil und Ilkay Gündogan,...

7. Oktober 2020

Der Herbert von Halem Nachwuchspreis 2020 geht an Elisabeth Günther!

Der Herbert von Halem Nachwuchspreis 2020 geht an Elisabeth Günther!

Gemeinsam mit dem kommunikations- und medienwissenschaftlichen Nachwuchs der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e. V. (DGPuK) wurde die Gewinnerin des Herbert von Halem Nachwuchspreises 2020 für ein vielversprechendes Dissertationsprojekt ausgewählt. Die Begutachtung der eingesendeten Vorschläge erfolgte durch eine Jury aus fünf promovierten NachwuchswissenschaftlerInnen. Alle Einreichungen wurden von der Jury bezüglich ihrer Originalität, ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Relevanz, der theoretischen Fundierung, ihrem Vorgehen und der Stringenz der Darstellungen begutachtet. Gewonnen hat Elisabeth Günther, deren Einreichung Topic Modeling:...

28. September 2020

Noch eine Frage bitte, Herr Bauer

27 Jahre lang war Wolf Bauer CEO der UFA. In "Creative Leadership" liefert er Denkanstöße und Inspirationen für gegenwärtige wie künftige Führungskräfte der Kreativwirtschaft und ermutigt gerade auch Kultur- und Geisteswissenschaftler, sich unternehmerische Führung zuzutrauen.

Noch eine Frage bitte, Herr Bauer

Sie haben Kunstgeschichte und Publizistik studiert. Wie haben Sie es gelernt, ein großes Unternehmen wie die UFA über fast drei Jahrzehnte zu leiten? Zunächst einmal könnte ich darauf antworten: Ich komme aus einer Unternehmerfamilie und habe deshalb ein „Händchen fürs Geschäft“. Tatsächlich hat sich die unternehmerische Befähigung erst über viele Jahre entwickelt. Es war nicht in meinem Lebensplan vorgesehen, Geschäftsführer oder CEO zu werden. Aber schon meine Entscheidung, als Produzent von Film- und Fernsehprogrammen tätig zu werden, beinhaltete ja die Lust an der Steuerung und Gestaltung größerer Projekte. Wenn Sie als Produzent zusammen mit anderen Kreativpartnern die...

9. September 2020

Noch eine Frage bitte, liebe Herausgeberinnen und Herausgeber

»Trump und das Fernsehen«, herausgegeben von Dominik Maeder, Herbert Schwaab, Stephan Trinkaus, Anne Ulrich und Tanja Weber, erkundet die Komplexität des Phänomens ‚Trump‘ und schlägt neue Ansätze vor, die Medienwelt nach und mit Trump zu verstehen.

Noch eine Frage bitte, liebe Herausgeberinnen und Herausgeber

Wenn von Trump und Medien die Rede ist, wird meist auf seine regen Twitter-Aktivitäten Bezug genommen. Sie haben den Fokus aber auf Trump und das Fernsehen gelegt. Wieso ist es entscheidend, das Phänomen ›Trump‹ mit und über das Fernsehen zu verstehen? Trumps Twitter-Aktivitäten sind zweifelsohne von großer Bedeutung, können jedoch vom Fernsehen her in doppelter Hinsicht verstanden werden: Zum einen sind Trumps Tweets oftmals direkt von seinem extensiven Fernsehkonsum beeinflusst, ja: Kommentare insbesondere zu den Nachrichten, die er dem Fernsehen entnimmt. Zum anderen schreibt die Affektlogik seiner Tweets die Affektlogik seiner Fernsehauftritte fort: So setzt sich im beständigen...

24. August 2020

Noch eine Frage bitte, Herr Haller

Michael Hallers Klassiker der Journalistenausbildung, "Die Reportage", erscheint komplett überarbeitet und aktualisiert in der 7. Auflage.

Noch eine Frage bitte, Herr Haller

Vor über dreißig Jahren ist die erste Auflage von Die Reportage erschienen. Nun liegt die siebte, komplett überarbeitete Fassung vor: Was hat sich am Journalismus in dieser Zeit verändert? Die Digitalisierung, das Web 2.0 und die Multimedia-Technologien haben die Darstellungsformen des Journalismus markant verändert. Aber auch das Publikum ändert sich, es will nicht nur konsumieren, sondern auch partizipieren. Auf der Einbahnstraße der Berichterstatter gibt es jetzt Gegenverkehr. Auch der Reporter muss auf sein Publikum eingehen, sein Handeln begründen und sein Vorgehen transparent machen. Sie schreiben in Ihrem Vorwort, dass Sie Redakteur*innen dazu ermutigen möchten, den subjektiven...