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19. März 2019

Ausgeblendet – Frauen in Film und Fernsehen. Warum Gleichberechtigung in den Medien fast ein Fremdwort ist

Leipzig: Vortrag von Prof. Dr. Elizabeth Prommer und Dr. Christine Linke auf der Buchmesse, 21. März 2019, 16 Uhr

Ausgeblendet – Frauen in Film und Fernsehen. Warum Gleichberechtigung in den Medien fast ein Fremdwort ist

Die Schieflage in der Präsenz und der Rolle von Frauen in den Medien ist seit Jahrzehnten nicht untersucht worden. 2016 hat Maria Furtwängler sich dieses Themas angenommen und die Studie „Audiovisuelle Diversität“ in Auftrag gegeben. Dazu wurden insgesamt 3.500 Stunden Fernsehen und 800 deutsche Kinofilme ausgewertet. Das zentrale Ergebnis: Frauen sind in Film und Fernsehen unterrepräsentiert. Auf eine Frau kommen zwei Männer. Die Rollenklischees – hübsche junge Frau, starker, kluger Mann – scheinen zementiert. Frauen, sind dabei nicht nur seltener sichtbar, sie sind auch kürzer zu sehen und haben deutlich weniger Wortanteile. Auffällig ist auch eine abnehmende Präsenz von Frauen...

18. März 2019

Noch eine Frage bitte, Herr Menke

Manuel Menke über "Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten. Zum kollektiven Umgang mit Medien- und Gesellschaftswandel"

Noch eine Frage bitte, Herr Menke

In Ihrem Buch Mediennostalgie in digitalen Öffentlichkeiten. Zum digitalen Umgang mit Medien- und Gesellschaftswandel sagen Sie, dass Nostalgie mehr ist als die Sehnsucht nach dem Vergangenen. Was meinen Sie damit? Wenn man mit Menschen über Nostalgie redet, dann erinnern sie sich an ihre Vergangenheit und erzählen von besonderen Erlebnissen oder lieb gewonnenen Gegenständen aus ihrer Kindheit. In der wissenschaftlichen Literatur hingegen wird das Thema differenzierter betrachtet, denn Nostalgie hat viel weniger mit der Vergangenheit zu tun, als man intuitiv denken würde. Nostalgie ist geknüpft an Erinnerungen, die wir nicht in unserem Gehirn abgespeichert haben, sondern die wir im Prozess...

15. März 2019

Symbolische Aufladung, eingängige Lesbarkeit und die Pathosformel

Dr. Nicole Wiedenmann sprach am 14. März bei den Kölner Mediengesprächen über Bilder von Revolutionen und ihren Symbolgehalt.

Symbolische Aufladung, eingängige Lesbarkeit und die Pathosformel

Revolutionen sind immer auch Medienereignisse. Fotografien von Massendemonstrationen oder Revolutionären wie Lenin, Che Guevara oder Fidel Castro dokumentieren und erinnern einerseits historische Ereignisse. Sie sind aber andererseits selbst Teil des Geschehens und beflügeln die Handelnden. In ihrem Vortrag über ihr soeben erschienenes Buch Revolutionsfotografie im 20. Jahrhundert. Zwischen Dokumentation, Agitation und Memoration schlug Nicole Wiedenmann einen weiten Bogen von der ersten Fotografie einer Protestversammlung 1848 in Paris bis zu Bildern auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking 1989. Anhand des Motivs David gegen Goliath zeigte sie anhand ausgewählter Fotografien,...

5. März 2019

Noch eine Frage bitte, Frau Wiedenmann

Nicole Wiedenmann über ihre Neuerscheinung "Revolutionsfotografie im 20. Jahrhundert. Zwischen Dokumentation, Agitation und Memoration"

Noch eine Frage bitte, Frau Wiedenmann

Bei Revolutionen denkt man zuerst einmal an linke Bewegungen. In Ihrem Buch kommen aber auch Hitler und Mussolini vor. Auch wenn Revolutionen im allgemeinen Bewusstsein eher mit dem Handlungsspektrum ‚linker’ Strömungen assoziiert werden, zeigen einige Beispiele aus der Geschichte, dass einzelne Revolutionen den Kategorien von ‚links‘ und ‚rechts‘ nicht eindeutig zugeordnet werden können. So beispielsweise bei der Wende in den ehemaligen Staaten des Ostblocks ab 1989, die einerseits als liberal-fortschrittlicher Akt gedeutet werden kann, der ganz in der Tradition der Französischen Revolution zur Durchsetzung bürgerlicher Freiheitsrechte führte. Gemessen an schematischen Links-Rechts-Kategorien...

27. Februar 2019

Nachwuchsförderung in Niedersachsen: Bücherspende an Wettbewerb “Unzensiert” für Schülerzeitungen

Nachwuchsförderung in Niedersachsen: Bücherspende an Wettbewerb “Unzensiert” für Schülerzeitungen

Am 20. Februar veranstaltete die Junge Presse Niedersachsen e.V. im Künstlerhaus der Stadt Hannover die Preisverleihung des Wettbewerbs „Unzensiert“. Die JPN ist der Zusammenschluss nichtkommerzieller und jugendeigener Medien in Niedersachsen, der die Weiterbildung von medieninteressierten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren fördert und verschiedene Veranstaltungen und Seminare für junge MedienmacherInnen organisiert. Im Rahmen des neuen Wettbewerbs „Unzensiert“ wurden unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und mit Unterstützung des Niedersächsischen Kultusministeriums, der größten niedersächsischen Tageszeitungen (Hannoversche...

25. Februar 2019

Noch eine Frage bitte, Herr Haarkötter

Hektor Haarkötter über sein Handbuch "Journalismus.online"

Noch eine Frage bitte, Herr Haarkötter

Nach Ihrer Ansicht ist heute jeder Journalismus gleichzeitig Online-Journalismus. Können Sie dies erklären – es gibt ja nach wie vor Zeitungen, Radio und Fernsehen? Es macht nur noch wenig Sinn, den Journalismus nach Ausspielkanälen zu unterscheiden. Jeder Journalismus wird heute digital und online hergestellt, in webbasierten Content-Management-Systemen, digital vernetzten Schnittplätzen etc. Und kaum eine Redaktion kann es sich heute noch leisten, ihre Storys auf nur einem Kanal auszuspielen. Entsprechend ist jeder Journalismus heute Online-Journalismus oder – wie ich lieber sage – Journalismus.online. Sie haben für Ihr Buch 20 Online-Redaktionen und Multimedia-Agenturen besucht...

20. Februar 2019

Revolutionsfotografie zwischen Dokumentation, Agitation und Memoration

Vortrag von Dr. Nicole Wiedenmann am 14. März 2019 um 19 Uhr

Revolutionsfotografie zwischen Dokumentation, Agitation und Memoration

Revolutionsführer in Rednerpose, die Masse der begeisterten Zuhörer, das Leid der unterdrückten Revolutionäre und der Märtyrertod der ‚Unbesiegten‘ – Revolutionen sind eine wirkmächtige Form politischen Handelns im öffentlichen Raum. Sie sind stets von starker  Kommunikation und vom Einsatz kollektiv wirkender Bilder und Symbole begleitet. Nicole Wiedenmann untersucht Fotografien, Plakate und Gemälde, die im Kontext von Revolutionen entstanden sind. Bildartefakte von Revolutionen sind nach ihrer Einschätzung stets mehr als eine reine Repräsentation des Ereignisses selbst – vielmehr sind sie an dem Geschehen aktiv beteiligt. Sie beeinflussen das Handeln der Akteure, das Reden...

15. Februar 2019

Kölner Mediengespräche: Vom Wandel religiöser Motive in deutschen Zeitschriften

Am 12. Februar sprach unsere Autorin Prof. Dr. Tanja Maier über ihr neues Buch Die (un-)sichtbare Religion.

Kölner Mediengespräche: Vom Wandel religiöser Motive in deutschen Zeitschriften

Angefangen habe alles eigentlich mit den Anschlägen vom 11. September 2001, erläutert Tanja Maier ihre Motivation, sich mit dem bisher wenig erforschten Thema der Sichtbarkeit christlicher Motive in den Medien zu befassen. Man habe im Bekanntenkreis darüber gesprochen, dass der Islam infolge der schrecklichen Terroranschläge wahrscheinlich sehr stark in den Fokus der medialen Berichterstattung rücken werde. Maier habe sich daraufhin die Frage gestellt, inwieweit denn eigentlich die christliche Religion in den Medien präsent sei. Diese Frage behandelt sie in ihrer Habilitationsschrift, die nun in Form des Buches Die (un-)sichtbare Religion vorliegt. Maier erläuterte zuerst die methodischen...

1. Februar 2019

Rückblick Online-Lust statt Online-Frust. Wie Journalismus im Netz funktioniert

Das Kölner Mediengespräch mit Prof. Hektor Haarkötter, Nea Matzen und Dr. Marco Bertolaso fand am 24.1.2019 statt

Rückblick Online-Lust statt Online-Frust. Wie Journalismus im Netz funktioniert

Für Hektor Haarkötter, Autor des neuen Titels Journalismus.online, ist jeder Journalismus heute Online-Journalismus. Auch die JournalistInnen bei Zeitungen, Zeitschriften und im Rundfunk publizierten zunehmend im Internet. Wer im WWW nicht präsent sei, werde in der Medienlandschaft untergehen, meint Haarkötter, der selbst 17 Jahre als Fernsehjournalist gearbeitet hat und jetzt Professor für Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg ist. Unter dem Motto „Online-Lust statt Online-Frust. Wie Journalismus im Netz funktioniert“ fand jetzt im Kölner Herbert von Halem Verlag eine Podiumsdiskussion des Autors zusammen mit Nea Matzen (Redakteurin bei tagesschau.de und Dozentin...

30. Januar 2019

Noch eine Frage bitte, Herr Petzke

Jesper Petzke über die 2., komplett überarbeitete Auflage von "Drehplanung"

Noch eine Frage bitte, Herr Petzke

An welchem Filmprojekt arbeiten Sie gerade? Aktuell recherchiere und finanziere ich ein Dokumentarfilmprojekt mit dem Titel „Chung King Can Suck It“ über eine sehr seltene Vinylschallplatte. Die Dreharbeiten sind für dieses Jahr geplant. Es ist meine erste Arbeit im nichtfiktionalen Bereich und ich freue mich sehr auf diese neue Herausforderung. Darüber hinaus entwickele ich verschiedene fiktionale Stoffe in unterschiedlichen Stadien, unter anderem auch zwei Serienprojekte. Welchen Stellenwert hat die Drehplanung innerhalb der Produktion eines Filmes? Bei einem fiktionalen Stoff ist die Drehplanung so etwas wie der Maschinenraum. Er ist unsichtbar und arbeitet erst einmal stoisch vor sich...