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24. Mai 2018

Bewegtbilder im Wandel: Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart

Kölner Mediengespräch am 13. Juni 2018

Bewegtbilder im Wandel: Der Angriff der Zukunft auf die Gegenwart

Von Karina Selin | Das Erbe des Films lebt! Die Kraft des Legendären, Dynamischen und  Weltentrückten übt immer noch eine nahezu magische Anziehungskraft aus. Doch die technologische Entwicklung hat eine grundlegende Umwälzung der Medienindustrie in Gang gesetzt. Immer mehr Studienanfänger streben zum Film, obwohl die späteren Berufs- und Verdienstmöglichkeiten voraussichtlich schlechter sind als in anderen Berufsfeldern. Aber Berufe wie Regisseur, Kamerafrau, Drehbuchautorin oder Szenenbildner versprechen ein Leben voller Kreativität und Abenteuer. Über Jahrzehnte waren Rollen, Kompetenzen und Aufgabenfelder der Filmschaffenden klar umrissen und die Optionen ihrer beruflichen Perspektive klar beschreibbar....

22. Mai 2018

„Weil wir Fußball so schön finden…“

Bei den Kölner Mediengesprächen am 17. Mai diskutierte Herbert von Halem mit Olaf Kupfer, Sportredakteur der Westdeutschen Zeitung, Martin Ammermann, Executive Director Sports bei Sportstadt Düsseldorf, und Dr. Jörg-Uwe Nieland vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster über die zunehmende Kommerzialisierung und politische Instrumentalisierung von Sportgroßereignissen – und die Probleme, die dadurch für den Sportjournalismus entstehen.

„Weil wir Fußball so schön finden…“

Von Julian Pitten | Bei den Kölner Mediengesprächen zu unserer Neuerscheinung „Großer Sport, große Show, große Wirkung?“ wurde es voll auf unserer kleinen Bühne: Mitherausgeberin Dr. Christiana Schallhorn führte mit einem kurzen Vortrag in das Thema des Buches und auch des Abends ein. Sportgroßereignisse wie die diesjährige Fußball-WM in Russland, gewinnen immer stärker an gesellschaftlicher Bedeutung. Das spiegelt sich unter anderem in den ständig wachsenden Teilnehmerzahlen wider – sowohl im Hinblick auf Athleten als auch in Hinblick auf Journalisten, die von den Ereignissen berichten. Mit der steigenden öffentlichen Aufmerksamkeit steigt natürlich auch der potenziell zu erwirtschaftende...

11. Mai 2018

DGPuK-Jahrestagung in Mannheim 2018

DGPuK-Jahrestagung in Mannheim 2018

Von Karina Selin | Vom 9. bis 11. Mai 2018 findet im Mannheimer Schloss die diesjährige Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) statt. Etwa 380 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hören zahlreiche Vorträge zum Thema „Selbstbestimmung in der digitalen Welt“ und tauschen sich über den Stand des Faches aus. Prof. Dr. Hartmut Wessler hat für das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Mannheim zu der Tagung eingeladen. Auf der Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand der DGPuK gewählt. Neuer Vorsitzender ist Prof. Dr. Lars Rinsdorf (Stuttgart), Stellvertreter sind Prof. Dr. Eva Baumann (Hannover) und Prof. Dr....

3. Mai 2018

Alfred Schutz Circle for Phenomenology and Interpretive Sociology

Der internationale Alfred Schutz Circle tagt derzeit in Konstanz am Bodensee

Alfred Schutz Circle for Phenomenology and Interpretive Sociology

Von Karina Selin | Vom 3. bis 5. Mai 2018 treffen sich in Konstanz etwa 60 Forscher aus aller Welt zur zweijährlich stattfindenden Tagung des „Alfred Schutz Circle for Phenomenology and Interpretive Sociology“. Das Tagungsthema lautet „Knowledge, Nescience and the (New) Media“. In Vorträgen, Filmen und Diskussionen beschäftigen sich die Wissenschaftler mit dem Werk von Alfred Schütz (1899 – 1959), dem Begründer der phänomenologischen Soziologie. Sie schlagen dabei Brücken zur modernen Medienwelt: „Fake News“ und Donald Trump stehen ebenfalls auf dem Programm. Die Tagung wird organisiert vom Sozialwissenschaftlichen Archiv Konstanz (Alfred-Schütz-Gedächtnisarchiv) der Universität Konstanz...

30. April 2018

Noch eine Frage bitte, Herr Reineck

Dr. Dennis Reineck über "Die soziale Konstruktion journalistischer Qualität"

Noch eine Frage bitte, Herr Reineck

Von Karina Selin | Herr Reineck, Sie haben in Ihrer Studie zur journalistischen Qualität junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren befragt. Warum stellt diese Nutzergruppe aus Sicht der journalistischen Praxis eine ‚Problemgruppe‘ dar? Nun ja, sie wird häufig als „Problemgruppe“ bezeichnet, was sicherlich an den veränderten Nutzungsweisen liegt, die Jugendliche und junge Erwachsene auszeichnen: Mehr Digitales, weniger klassischer Medienkonsum. Aber als Problem erscheint dies natürlich in erster Linie aus Sicht der Institutionen, die auf den veränderten Bedarf reagieren müssen: Journalismus, Wissenschaft oder auch politische Institutionen. Wie wurde ‚Journalismus‘ in den Gruppendiskussionen...

27. April 2018

Sommermärchen oder Kommerz? Die Fußball-WM und andere Sportgroßereignisse zwischen Inszenierung und Instrumentalisierung

Kölner Mediengespräch am 17. Mai 2018

Sommermärchen oder Kommerz? Die Fußball-WM und andere Sportgroßereignisse zwischen Inszenierung und Instrumentalisierung

Von Karina Selin | Ein Paradies für Sportfans: Momentan finden die UEFA Champions League und die Eishockey Weltmeisterschaft statt, im Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft und im Juli die Tour de France. Doch im Zentrum des Interesses von sportlichen Großveranstaltungen stehen nicht nur die Athleten und ihre Spitzenleistungen. Auch der immer größer werdende Anteil des Unterhaltungsprogramms fesselt ein Milliardenpublikum. Medial perfekt aufbereitet erzeugt es weltweit Feel-Good-Effekte, trägt zur Völkerverständigung bei, stärkt das Identifikationsgefühl ganzer Nationen und sorgt  jährlich für steigende Teilnehmer- und Zuschauerzahlen. Mega-Events wie die Olympischen Spiele oder Fußballweltmeisterschaften...

26. April 2018

Wenn der japanische Kaiser auf Kumamon und Pikachu trifft…

Anlässlich des Erscheinens seiner Dissertation "Im Reich der Figuren" sprach unser Autor Lukas R.A. Wilde über japanische Figuren-Theorie und die "Mangaisierung" des Alltags.

Wenn der japanische Kaiser auf Kumamon und Pikachu trifft…

Von Karina Selin | Jeder kennt wohl die berühmte Figur „Hello Kitty“. In Deutschland ist die anthropomorphe Katze ein beliebtes Label, die Figur ziert Kleidung, Schreibwaren, Bettwäsche, Taschen und sonstige Accessoires. In Japan, ihrem Herkunftsland, haben Hello Kitty und vergleichbare Figuren sogar einen noch viel höheren Stellenwert; sie erfüllen z.T. sogar öffentlichkeitswirksame Funktionen. Das gilt etwa für Kumamon, das Maskottchen der Präfektur Kumamoto. Die schwarze, bärenartige Figur ist auf Schildern und amtlichen Mitteilungen präsent und sogar bei offiziellen Anlässen zugegen – dank eines verkleideten Darstellers im Ganzkörper-Kostüm. Kumamon ist zuweilen sogar bei Auftritten...

23. März 2018

Im Reich der Figuren – Japanische Character-Theorie und die ›Mangaisierung‹ des Alltags

Kölner Mediengespräch am 24. April 2018

Im Reich der Figuren – Japanische Character-Theorie und die ›Mangaisierung‹ des Alltags

Von Karina Selin | Wo geht es lang? Wie muss ich mich verhalten? In Japan werden Fragen dieser Art oft mit ganz speziellen Figurentypen beantwortet: mit Maskottchen, yuru-kyara (unperfekte Figuren) oder hataraku-kyara (Arbeitsfiguren) genannt, die in einer ›Manga-Ästhetik‹ ikonischer Linienzeichnungen gehalten sind. Sie agieren in bildlich dargestellten Szenen, die den Rezipienten ansprechen und ihn dazu anleiten sollen, Verhaltensaufforderungen und Hinweisen zur ›Alltagsnavigation‹ zu folgen. Außerhalb von Asien ist ein solches Figurenkonzept noch recht unbekannt, obwohl auch die Deutsche Bahn schon zu Comic-artiger Beschilderung gegriffen hat. Lukas R.A. Wilde hat in seiner Neuerscheinung Im Reich...

22. März 2018

Ausschreibung des Herbert von Halem Nachwuchspreises 2018

Einsendeschluss ist der 08. Juni 2018

Ausschreibung des Herbert von Halem Nachwuchspreises 2018

Von Karina Selin | Gemeinsam mit dem kommunikations- und medienwissenschaftlichen Nachwuchs der DGPuK schreiben wir dieses Jahr zum fünften Mal den Herbert von Halem Nachwuchspreis für ein vielversprechendes Dissertationsprojekt aus. Als Gewinn winkt eine zuschussfreie Publikation der geförderten Dissertation (inkl. Lektorat, Satz, Covergestaltung und Druck). Teilnehmen können alle Doktorand/innen, die zu einem kommunikations- und/oder medienwissenschaftlichen Thema promovieren und ihre deutsch- oder englischsprachige Dissertation im Laufe der nächsten zwölf Monate ab Einsendeschluss einreichen werden. Eine DGPuK-Mitgliedschaft des Bewerbers/der Bewerberin wird nicht vorausgesetzt. Einsendeschluss ist Freitag,...

12. März 2018

Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Vortrag auf der Leipziger Buchmesse

Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Von Karina Selin | Im Urlaub, im Bett, auf der Arbeit und unterwegs: Wir sind immer erreichbar und dauernd online. Das muss doch Stress verursachen. Oder? Das Thema „Medienstress durch Smartphones“ beleuchtet Jana Hofmann von der Universität Erfurt und nimmt dabei eine differenzierte und analytische Haltung ein. Sie setzt voraus, dass Menschen Medien nutzen, weil sie ihre Ressourcen erhalten und ausweiten wollen – Ressourcen sind jene Dinge, die Menschen wichtig sind und die sie wertschätzen, allen voran Gesundheit, Familie und soziale Teilhabe. In der Presse und in der (populär)wissenschaftlichen Diskussion kam es zu teils plakativen Zuspitzungen über die  Zusammenhänge zwischen gesteigerter...