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20. August 2015

Das Spannungsfeld zwischen Journalismus und PR

Rückblick auf den Vortrag "’Pressing’ außerhalb des Platzes" von Christoph G. Grimmer

Das Spannungsfeld zwischen Journalismus und PR

Von Manfred Weichselbaumer | Die Fußball-Bundesliga startet aktuell in die 53. Spielzeit seit ihrer Gründung 1962. Die wichtigen Fragen nach dem nächsten Deutschen Meister, den Absteigern und welche Vereine sich auch in der Saison darauf wieder auf internationale Gegner freuen dürfen, können erst in den kommenden neun Monaten in insgesamt 306 Spielen beantwortet werden. Eines aber wird bereits vor dem Saisonstart feststehen: Wir als Konsumenten werden jeden Tag rund um die Uhr die Möglichkeit haben, uns in verschiedenen Medien über die neuesten Nachrichten, Meinungen und Spekulationen aus der großen Bundesliga-Familie zu informieren. Die Hauptprotagonisten in dieser großen Pressemaschinerie sind die Journalisten...

19. August 2015

Ausschreibung des Herbert von Halem Nachwuchspreises

Einsendeschluss ist der 30. September 2015

Ausschreibung des Herbert von Halem Nachwuchspreises

Von Karina Selin | Gemeinsam mit dem kommunikations- und medienwissenschaftlichen Nachwuchs der DGPuK schreiben wir dieses Jahr zum zweiten Mal den Herbert von Halem Nachwuchspreis für ein vielversprechendes Dissertationsprojekt aus. Als Gewinn winkt eine zuschussfreie Publikation der geförderten Dissertation (inkl. Lektorat, Satz, Covergestaltung und Druck). Teilnehmen können alle Doktorand/innen, die zu einem kommunikations- und/oder medienwissenschaftlichen Thema promovieren und ihre deutsch- oder englischsprachige Dissertation im Laufe der nächsten zwölf Monate ab Einsendeschluss einreichen werden. Eine DGPuK-Mitgliedschaft des Bewerbers/der Bewerberin wird nicht vorausgesetzt. Einsendeschluss ist Mittwoch,...

22. Juli 2015

„Zufallstreffer“ gewinnt Förderpreis

„Zufallstreffer“ gewinnt Förderpreis

Von Karina Selin | Zum inzwischen 14. Projektforum hatten heute die Absolventen des Studiengangs Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt eingeladen. Im Audimax der Alten Parteischule präsentieren sie ihre Abschlussarbeiten vor einem Publikum aus Wirtschaft, Medien und Hochschule sowie weiteren Gästen. Dabei wurde auch ein mit 500 Euro dotierter Förderpreis verliehen, der in diesem Jahr vom Erfurter Verein für Kommunikation und Medien e.V. zusammen mit dem Herbert von Halem Verlag ausgelobt wurde. Mit dem Preis werden Projektarbeiten ausgezeichnet, deren theoretische Konzeption und empirische Umsetzung außergewöhnlich gelungen ist und die in besonderem Maße einen Brückenschlag zur Forschungspraxis...

29. Juni 2015

„Pressing“ außerhalb des Platzes – wie die Fußball-Bundesligisten den Journalismus lenken

Vortragsveranstaltung im Herbert von Halem Verlag

„Pressing“ außerhalb des Platzes – wie die Fußball-Bundesligisten den Journalismus lenken

Von Herbert von Halem | Woche für Woche locken die Begegnungen der deutschen Fußball-Bundesliga rund 350.000 Zuschauer in die Arenen. Mehrere Millionen Menschen verfolgen die Partien zusätzlich in Live-Übertragungen oder Zusammenfassungen. Die Übertragungsrechte spielen pro Saison rund 625 Millionen Euro ein. Und gemeinsam setzen die 18 Erstligisten inzwischen mehr als zwei Milliarden Euro um. Die Zahlen belegen: Gesellschaftlich, publizistisch und wirtschaftlich handelt es sich längst nicht mehr um die „schönste Nebensache“. Wohl kein deutsches Aktienunternehmen bewältigt einen vergleichbaren Medienandrang wie Rekordmeister Bayern München. Zwischen 40 und 120 (Interview-)Anfragen gehen täglich bei der...

26. Juni 2015

Alte Bekannte: Warum Henri Nannen nicht den Stern erfand

Alte Bekannte: Warum Henri Nannen nicht den Stern erfand

Von Redaktion | Im vergangenen Jahr veröffentlichte der Publizistik- und Kommunikationswissenschaftler Tim Tolsdorff seine 600 Seiten starke Dissertation und erzeugte damit ein großes Medienecho. Unter dem Titel Von der Stern-Schnuppe zum Fix-Stern stellte er die Ergebnisse seiner über drei Jahre hinweg andauernden Recherchen vor. Kernpunkt der Arbeit für den in Berlin lebenden Historiker mit den Arbeitsschwerpunkten „Medien im NS-Regime und in der Nachkriegszeit“ und „Propagandistische und ideologische Instrumentalisierung der Illustriertenpresse“ war dabei die Dekonstruktion des bis heute kursierenden Mythos, Henri Nannen habe in der Nachkriegszeit die Illustrierte stern erfunden. Vielmehr war...

Belastete Vergangenheit, verklärte Geschichte – der Medienmythos Stern

Zur Einführung

Belastete Vergangenheit, verklärte Geschichte – der Medienmythos Stern

Von Redaktion | Am 18. Juni 2015 fand im Herbert von Halem Verlag eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Belastete Vergangenheit, verklärte Geschichte – der Medienmythos Stern“ statt. Auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Lutz Hachmeister, der zum Einfluss von NS-Funktionären beim frühen Spiegel forschte und einen Band zur braunen Vergangenheit deutscher Journalisten herausgab, Prof. Dr. Patrick Rössler, Illustriertenexperte von der Universität Erfurt, und Dr. Tim Tolsdorff, Autor des Buches Von der Stern-Schnuppe zum Fix-Stern. In das Thema führte Prof. em. Dr. Horst Pöttker von der Technischen Universität Dortmund, ein, dessen Arbeitsschwerpunkt u. a. die Theorie und...

26. Mai 2015

Belastete Vergangenheit, verklärte Geschichte – der Medienmythos Stern

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 18. Juni 2015

Von Herbert von Halem | Die Erfindung der Illustrierten Stern durch Henri Nannen im Sommer 1948 war bislang einer der bestimmenden Gründungsmythen in der bundesrepublikanischen Pressegeschichte. In seinem Buch Von der Stern-Schnuppe zum Fix-Stern, erschienen 2014 im Herbert von Halem Verlag, dekonstruiert der Medienhistoriker Tim Tolsdorff diesen Mythos und legt offen, dass Nannen zu großen Teilen das Konzept einer Illustrierten übernahm, die bis Ende 1939 in Berlin als erfolgreiches Produkt der NS-Propaganda erschien. Tolsdorff beleuchtet den Einfluss erfahrener NS-Propagandisten bei Nannens Blatt und weist nach, dass der Relaunch Ergebnis eines nach wirtschaftlichen, pressepolitischen und markenrechtlichen Kriterien...

4. Mai 2015

Das beschädigte (Selbst-)Bild

Christoph Maria Fröhder, Lutz Mükke und Dietmar Schumann diskutieren lebhaft „Korrespondenten im Kalten Krieg“

Das beschädigte (Selbst-)Bild

Von Karina Selin | Die Aufarbeitung der deutsch-deutschen Mediengeschichte steht am Anfang. Das wird offenbar, wenn zwei erfahrene Auslandskorrespondenten wie Christoph Maria Fröhder, ARD, und Dietmar Schumann, ehemals DFF, heute ZDF, auf einem Podium zusammentreffen. Sie schilderten im März auf der Leipziger Buchmesse lebhaft und vor einem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal, in welchen Facetten sich der Kalte Krieg auf ihre Berichterstattung legte  – und wie sich zwei völlig unterschiedliche Systemperspektiven im journalistischen Alltag widerspiegelten. Denn während Christoph Maria Fröhder seine Laufbahn als TV-Journalist beim Hessischen Rundfunk begann, startete Dietmar Schumann seine Korrespondentenkarriere...

17. April 2015

Stimmen der Presse, April 2015

Von Redaktion | Lobende Töne zu den Büchern unseres Verlags erreichen uns beinahe täglich – hier sind wieder die Highlights der schönsten gefundenen Worte der letzten Monate. Thomas Birkner Das Selbstgespräch der Zeit. Die Geschichte des Journalismus in Deutschland 1605-1914 Öffentlichkeit und Geschichte Bd. 4 Birkner´s most important contribution to scholarship is that he synthesizes existing studies in a compelling argument on the longitudianal development of German journalism. He builds upon a vast body of earlier studies on German press history and smoothly weaves an impressive amount of these in-depth studies on individual newspapers, journalists and topics into his broader argument about the rise...

27. März 2015

Medienweltatlas

Autor Roger Blum diskutiert auf dem Verlagspodium mit Barbara Thomaß und Gemma Pörzgen seinen Ansatz zum Vergleich der Mediensysteme der Welt.

Medienweltatlas

Von Herbert von Halem | Als emeritierter Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Journalist, ehemaliger Schweizer Abgeordneter und Präsident des Schweizer Presserates, um nur wenige Stationen seiner beruflichen Laufbahn zu nennen, ist Roger Blum ein erfahrener Medienexperte. Beginnend mit einer von ihm gehaltenen Vorlesung über das Schweizer Mediensystem, kann er mittlerweile auf mehrere Jahrzehnte Forschungsarbeit zum Thema Mediensysteme im Vergleich zurückblicken. Mit seinem Buch Lautsprecher und Widersprecher hat er nicht nur ein umfassendes Werk zur Typologisierung internationaler Mediensysteme geschaffen, er porträtiert darin auch 26 Länder und sortiert diese mit dem von ihm entwickelten pragmatischen...