Journalismus in Ost und West war über Jahrzehnte geprägt von den politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der deutschen Teilung. In der DDR entwickelte sich ein staatlich gelenktes Mediensystem mit eigenen Formen der Ausbildung, Berichterstattung und Öffentlichkeit. Mit dem Ende der DDR und der Wiedervereinigung setzte ein tiefgreifender Medienwandel ein, in dem Redaktionen neu organisiert wurden, journalistische Kulturen aufeinandertrafen und Deutungen von Geschichte, Identität und Zugehörigkeit neu ausgehandelt wurden.
Die hier versammelten Publikationen beleuchten diesen Wandel umfassend: Sie zeigen, wie Journalismus in Ost und West vor 1989 funktionierte, welche Umbrüche die Nachwendezeit prägten und wie sich langfristige Folgen der deutschen Teilung bis heute in Medien, Öffentlichkeit und Selbstverständnis widerspiegeln. Im Fokus stehen sowohl strukturelle Veränderungen als auch persönliche Erfahrungen von Journalist:innen.
So entsteht ein vielschichtiges Bild eines fortdauernden Transformationsprozesses, in dem der Medienwandel nach dem Mauerfall zu einem zentralen Schlüssel für das Verständnis von Demokratie, Öffentlichkeit und Erinnerung im vereinten Deutschland wird.
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