Bilder als Gründe

19,80 

Zusätzliche Information

Maße 14,2 × 21,3 cm
Veröffentlicht

15.01.2013

Auflage

1., 1. Auflage

Verlag

Herbert von Halem Verlag

Seiten

152

Artikelnummer(n)

9783869620763

Können Bilder Grund für eine Überzeugung, eine Handlung oder ein Gefühl sein? Eine Antwort auf diese Frage hängt unter anderem davon ab, was man unter Gründen versteht und welche Arten von ihnen man in Betracht zieht. Manche Bilder zumindest können offenbar als Basis für bestimmte Urteile oder Überzeugungen herangezogen werden. Dies gilt im Besonderen für Fotografien, zum Beispiel in Gerichtsprozessen, aber auch für handgefertigte Bilder, wie eine Karikatur, die den Charakterzug eines Politikers verdeutlichen soll. Ob Bilder damit schon ausschlaggebend dafür sind, dass man über ein bestimmtes Wissen verfügt, und ob dieses Wissen ausschließlich darauf beruht, weil man ein Bild gesehen hat, dies sind Fragen, die den Kern der Philosophie der Bilder berühren. Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes reichen von der philosophischen und linguistisch-semiotischen Analyse über die kunsthistorische Betrachtung bis hin zu Überlegungen aus der künstlerischen Praxis und geben Antwort auf die Frage, ob und wie Bilder als Gründe fungieren können.

Manfred Harth studierte von 1990 bis 1992 Malerei an der Freien Kunstschule Ravensburg und von 1992 bis 1998 Logik und Wissenschaftstheorie, Philosophie und Theoretische Linguistik an der LMU München. 2000 folgte die Promotion in Philosophie und anschließend war er Postdoktorand im Graduiertenkolleg »Sprache, Mimik und Gestik im Kontext technischer Informationssysteme«. Von 2002 bis 2006 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der LMU, wo er sich in einem eigenen DFG-Forschungsprojekt »Irrealismus und semantische Doppelrolle von Werturteilen als Lösungen des Wertproblems« habilitierte. Seit Juni 2010 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der LMU im eigenen DFG-Forschungsprojekt »Zwischen Realismus und Nihilismus: Perspektiven eines substanziellen Wahrheitsrelativismus in der Ethik«. Manfred Harth ist Autor der Monografien Anführung. Ein nicht-sprachliches Mittel der Sprache sowie Werte und Wahrheit. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sprachphilosophie, Philosophie der Bilder, Meta-Ethik und Relativismus.
Jakob Steinbrenner, geboren in Frankfurt. Von 1976-1982 Mitarbeit an den Städtischen Bühnen Frankfurt u.a. als Regieassistent bei Hans Neuenfels. Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte in Frankfurt und München. Promotion 1994. Habilitation im Fach Philosophie in München 2002. Professurvertretungen an der  LMU München, der Uni. Stuttgart und der Uni. Münster, seit Oktober 2012 akademischer Rat am Institut für Philosophie der Universität Stuttgart. Er ist Verfasser von Kognitivismus in der Ästhetik (Würzburg 1996), Zeichen über Zeichen (Heidelberg 2004) und Mitherausgeber von Kunst und Philosophie: Fotografie zwischen Dokumentation und Inszenierung, Hatje-Cantz, 2012 (zusammen mit J. Nida-Rümelin). Seine Forschungsschwerpunkte sind Theoretische Philosophie, Kunst- und Zeichentheorie.

Vorwort

Søren Kjørup
Schnüffeln nach Spionen. Verrat, Vertrauen und fotografische Beweise

Nicola Mößner
Können Bilder Argumente sein?

Manfred Harth
Bilder als Gründe?

Jakob Steinbrenner
»Dies ist das Haus« –  Wie wir zu Überzeugungen aufgrund von Bildern gelangen

Maurice Yves-Christian Saß
Ludovico Dolces Libri delle gemme als naturspekulatives Komplementär seines Dialogo della pittura

Thomas Bechinger
Gefärbter Blick

Autorinnen und Autoren