Uwe Breitenborn / Gerlinde Frey-Vor / Christian Schurig (Hrsg.)

Medienumbrüche im Rundfunk seit 1950

Jahrbuch Medien und Geschichte, 2

Radio und Fernsehen müssen angesichts der Digitalisierung ihr Verhältnis zum Publikum sowie ihre ökonomischen Grundlagen, Aufgaben und Funktionen neu definieren. Aufgabe der Medienhistoriker ist es, die damit verbundenen Medienumbrüche zu analysieren, mit früheren Umbrüchen in der Mediengeschichte zu vergleichen und diese einzuordnen. Die hier publizierten Beiträge zur Jahrestagung 2012 des Studienkreises Rundfunk und Geschichte liefern Fallbeispiele von tiefgreifenden Veränderungen der Massenmedien in den letzten 60 Jahren und widmen sich den Fragen: Welche prototypischen Strukturen von Medienumbrüchen lassen sich aus historischer Perspektive erkennen? Sind Umbrüche im Rundfunk prognostizierbar, steuerbar und stets gleichen Veränderungsmustern unterworfen?

Neben den einzelnen Fallbeispielen aus der Geschichte der Medien sowie der dokumentierten Podiumsdiskussion mit erfahrenen Praktikern und Gestaltern des Mediensystems stellt Christa-Maria Ridder die Veränderungen von Nutzungsmustern und Funktionen der Medien anhand der seit 1964 durchgeführten ARD/ZDF-Langzeitstudie »Massenkommunikation« dar. Reinhold Viehoff analysiert aus der medienhistorischen Langzeitperspektive die umwälzenden Dimensionen der digitalen Entwicklung und problematisiert die hiermit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen, die weit in die Bereiche von Ethik, Recht und Moral sowie von sozialem Zusammenhalt hineinreichen.

Der Band Medienumbrüche im Rundfunk seit 1950 bietet profunde medienhistorische Analysen und Perspektiven, die für die Bewertung aktueller Entwicklungen nicht nur theoretisch, sondern auch empirisch relevant sind.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Uwe Breitenborn

Uwe Breitenborn, Jg. 1966, Studium Kulturwissenschaft, Soziologie und Theaterwiss., 2002 Promotion mit einer Arbeit über TV-Entertainment-Programme. Arbeitet seit 2009 in den Bereichen Kommunikation und Medien der Hochschule Magdeburg-Stendal sowie der Martin-Luther-Universität Halle. Bis 2008 Koordinator der DFG-Forschergruppe zur Programmgeschichte des Deutschen Fernsehens Ost beim Deutschen Rundfunkarchiv Babelsberg. Er ist Autor mediengeschichtlicher Bücher und Beiträge zur Fernseh- und Rundfunkgeschichte (Monografie: Wie lachte der Bär, 2003) und publiziert ebenfalls zur Medien- und Popkultur (Mitherausgeber: Gravitationsfeld Pop, 2013) sowie zur Musikgeschichte (Monografie: Akustische ...


Gerlinde Frey-Vor

Gerlinde Frey-Vor, Dr., arbeitet seit 1993 beim MDR. Sie leitet dort die Abteilung Markt- und Medienforschung. Bevor Sie zum MDR kam war sie von 1990 bis 1993 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Mannheim. Während ihrer Promotion arbeitete sie als freie Medienforscherin für verschiedene Rundfunkanstalten in Deutschland und Großbritannien sowie für das Centre for the Study of Communication and Culture in London. Seit 2001 ist sie Mitglied im Vorstand des Studienkreises Rundfunk und Geschichte. Sie studierte Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt ...


Christian Schurig

Christian Schurig, geb. 1944 in Halle/Saale. Jurastudium in Tübingen und Bonn. 1972 Zweites Juristisches Staatsexamen. 1972 bis 1986 Rundfunkreferent, zuletzt Leiter der Grundsatzabteilung und stellvertretender Regierungssprecher im Staatsministerium Baden-Württemberg. 1986 - 1992 Direktor der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (Stuttgart). 1992 - 2004 Geschäftsführer der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA)in Halle/Saale, von 2004 - 2007 deren Direktor. 1997 - 2005 Beauftragter der deutschen Landesmedienanstalten für die nicht kommerziellen Bürgermedien in der BRD. 2005 - 2007 Vorsitzender der Technischen Kommission der Landesmedienanstalten (TKLM). Seit 2007 in Ruhestand. ...


BEITRÄGER

Kirsten Bönker, Uwe Breitenborn, Michael J. Eble, Gerlinde Frey-Vor, Melanie Fritscher, Anke Hagedorn, Georg Mannsperger, Florian Mundhenke, Christa-Maria Ridder, Dietmar Schiller, Christian Schurig, Heiner Stahl, Reinhold Viehoff und Daniela Zetti.

Medienumbrüche im Rundfunk seit 1950
  • 2013
  • 228 S., 11 Abb., 18 Tab.
  • Broschur, 213 x 142 mm, dt.
  • ISBN 978-3-86962-092-3

  • 29,50 EUR
  • lieferbar

EBOOK (PDF)

ISBN 9783869623221
25,99 EUR bestellen

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