Thomas Birkner / Maria Löblich / Alina Laura Tiews / Hans-Ulrich Wagner (Hrsg.)

Neue Vielfalt

Medienpluralität und -konkurrenz in historischer Perspektive

Öffentlichkeit und Geschichte, Band 10

Ausgehend von der Einführung des dualen Rundfunksystems in Deutschland vor gut 30 Jahren werden im vorliegenden Tagungsband Medienpluralität und -konkurrenz aus historischer Perspektive betrachtet. Dabei werden unterschiedliche Facetten der Pluralisierung von Medien untersucht. Neben einer geschichtlichen Systematisierung werden zuerst Vorstufen von Medienpluralität und -konkurrenz etwa im Kaiserreich, im Radio der 1950er- und 1960er-Jahre und im DDR-Fernsehen analysiert. Anschließend stehen die handelnden Akteure jener Epoche im Mittelpunkt, in der private Rundfunksender in der Bundesrepublik Deutschland zugelassen wurden. Schließlich werden die Auswirkungen auf andere Mediengattungen und auf die Medien­nutzer ausführlich diskutiert.

Während die Formatierung des Radios wenig zur Vielfalt beigetragen hat, haben sich auch die gedruckten Nachrichten im Zeitverlauf verändert. Entsprechend entwickelt sich Nutzungsverhalten generationsspezifisch und Medienvielfalt bedeutet heute sowohl Bereicherung als auch Überforderung.

INHALTSVERZEICHNIS

Thomas Birkner / Maria Löblich / Alina Laura Tiews / Hans-Ulrich Wagner
Einleitung

Patrick Merziger
»Zwei Nationen, die sich nie verstehen werden«.

Die Bildwelt in der populären illustrierten Presse im deutschen Kaiserreich 1900 - 1914

Sigrun Lehnert
Vom ›All in one‹ zur audiovisuellen Pluralität: 

Von der Kinowochenschau zu Fernsehsendungen mit Aktualitätsanspruch

Christoph Hilgert
Irreguläre Impulsgeber?

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk im asymmetrischen Wettbewerb um seine Hörer in den 1950er- und 1960er-Jahren

Susanne Vollberg
Das 2. Programm – Neue Vielfalt im Fernsehen der DDR?

Christian Herzog
Vom öffentlich-rechtlichen Oligopol zum dualen Rundfunksystem:
Die Einführung des Privatfernsehens aus akteurszentrierter Perspektive

Anna-Lisa Neuenfeld
Das Ringen um die Macht.

Peter Glotz und die SPD in den medienpolitischen Auseinandersetzungen der ›alten‹ Bundesrepublik

Thomas Birkner
»Rambos, Machos und Killer« – Helmut Schmidt und das Fernsehen

Jörg Hagenah
Über die Formatierung der Radiolandschaft durch die Einführung des dualen Rundfunksystems:
Daten, Analysen und Forschungsperspektiven

Steffen Kolb
Vielfalt in deutschen Fernsehvollprogrammen

Nicole Gonser
Zwischen Bereicherung und Überforderung –
Umgang mit Medienvielfalt am Beispiel der Privatrundfunkeinführung in der Bundesrepublik

Christian Schwarzenegger / Thorsten Naab
Neue Vielfalt und Mediengenerationen.

Ein Beitrag zur historischen Mediennutzungsforschung?

Maria Karidi
Wie medienpolitische Entscheidungen die Nachrichten verändern:
Eine Meta-Analyse zum Wandel des Massenmediensystems in Deutschland (1984 - 2014)

Jürgen Wilke
Pluralisierung von Medienangeboten. Historische Determinanten

AUTOREN / HERAUSGEBER

Thomas Birkner

Thomas Birkner, Jg. 1977, Dr., Akademischer Rat a. Z. am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster. Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Journalistik und Kommunikationswissenschaft und spanischen und hispanoamerikanischen Literatur an den Universitäten in Gießen, Salamanca und Hamburg. Von 2006 bis 2010 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg. Im Wintersemester 2014/15 Vertretung einer W3-Professur für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Journalismus an der LMU-München. Seit 2012 Co-Sprecher der Fachgruppe „Kommunikationsgeschichte“ der DGPuK. Forschungsschwerpunkte: Politische Kommunikation, Kommunikationsgeschichte ...


Maria Löblich

Maria Löblich, Jg. 1977, Prof. Dr., Studium der Kommunikations- und Medienwissenschaft und Kulturwissenschaften in Leipzig. 2009 Promotion mit einer Arbeit über die empirisch-sozialwissenschaftliche Wende in der Publizistik- und Zeitungswissenschaft. 2003 bis 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München. 2012/13 Fellow am Berkman Center for Internet & Society, Harvard University. 2013/14 Vertretung der Professur für Kommunikationswissenschaft III an der TU Dresden. Seit 2016 Professorin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der FU Berlin. Von 2012 bis ...


Alina Laura Tiews

Alina Laura Tiews, M.A., (*1984) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Mediengeschichte am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der Mediengeschichte, Migrationsgeschichte, deutsch-deutschen Zeitgeschichte sowie Public History. Ihr Dissertationsprojekt ging der Frage nach, welche Rolle Flucht und Vertreibung im Film und Fernsehen der DDR und der Bundesrepublik zwischen 1949 und 1990 spielten. Die erfolgreiche Verteidigung am Historischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster fand statt; eine Publikation ist in Vorbereitung. ...


Hans-Ulrich Wagner

Hans-Ulrich Wagner, Dr., Jg. 1962, Senior Researcher am Hans-Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg und Leiter der Forschungsstelle Mediengeschichte (http://mediengeschichte.hans-bredow-institut.de). Forschungsschwerpunkte: Geschichte der öffentlichen Kommunikation, medienvermittelte Erinnerungskultur, langfristige Medien­wirkungen und die Geschichte der Public Service Media. Zahlreiche Aufsätze, zuletzt: Der Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess als Medienereignis. In: Zeitgeschichte Online (2015); Repatriated Germans and British Spirit. The transfer of public service broadcasting to northern post-war Germany (1945 - 1950). In: Media History, 21(4), 2015, S. 443 - 458. ...


BEITRÄGER

Thomas Birkner, Nicole Gonser, Jörg Hagenah, Christian Herzog, Christoph Hilgert, Maria Karidi, Steffen Kolb, Sigrun Lehnert, Maria Löblich, Patrick Merziger, Thorsten Naab, Anna-Lisa Neuenfeld, Christian Schwarzenegger, Alina Laura Tiews, Susanne Vollberg, Hans-Ulrich Wagner und Jürgen Wilke

Neue Vielfalt
  • 2016
  • 336 S., 21 Abb., 7 Tab.,
  • Broschur, 213 x 142 mm, dt.
  • ISBN 978-3-86962-204-0

  • 34,00 EUR
  • lieferbar

EBOOK (PDF)

ISBN 9783869622057
28,99 EUR bestellen

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