Posts tagged 'Kommunikationswissenschaft'

2. Juni 2022

Grenzen, Probleme und Lösungen bei der Stichprobenziehung

Grenzen, Probleme und Lösungen bei der Stichprobenziehung

Empirische Forschung beginnt mit der Auswahl von Untersuchungsgegenständen. Dabei werden frühzeitig Entscheidungen getroffen, die weder trivial noch folgenlos sind, da sie die Grundlage für alle weiteren Erkenntnisse bilden. In der Kommunikationswissenschaft kann häufig weder mit Vollerhebungen noch mit reinen Zufallsauswahlen gearbeitet werden, bewusste wie auch willkürliche Kriterien spielen hier eine wesentliche Rolle. Deshalb müssen Auswahlentscheidungen reflektiert getroffen und stets hinterfragt werden. Gerade die Digitalisierung der Kommunikation sowie die damit verbundenen Formen der Mediennutzung und Möglichkeiten der Datenerhebung machen es erforderlich, sich die datengenerierenden...

15. Dezember 2021

Topic Modeling

Algorithmische Themenkonzepte in Gegenstand und Methodik der Kommunikationswissenschaft

Topic Modeling

Als zentrales Konstrukt der Kommunikationswissenschaft ist das Thema heute relevanter denn je. Für das Fach besitzt es als Ordnungseinheit der öffentlichen Meinung seit jeher eine besondere Bedeutung, verdankt seinen aktuellen Bedeutungszuwachs über die sozialwissenschaftliche Forschung hinaus aber erst dem Technologiewandel: Mit ihm stieg der Bedarf, exponenziell gewachsene Textmengen in technischen Systemen vollautomatisch ordnen und moderieren zu können. Technisch umgesetzt wird dies unter anderem über Topic-Modeling-Verfahren, welche dem menschlich-intuitiven Themenverständnis ein algorithmisches Pendant zur Seite stellen. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um eine Automatisierung...

30. September 2021

Auf dem Weg zur digitalen Gesellschaft

Über die tiefgreifende Mediatisierung der sozialen Welt

Auf dem Weg zur digitalen Gesellschaft

Wir sind auf dem Weg zur digitalen Gesellschaft, aber wir sind noch lange nicht angekommen. Andreas Hepp beleuchtet in seinem Buch die tiefgreifende Mediatisierung der Gesellschaft. Er fokussiert den Umgang mit digitalen Medien, ihre Infrastrukturen und die automatisierte Verarbeitung der Daten, die wir alle online hinterlassen. Hepp diskutiert die Rolle der Industrie, des Staates und der Pioniergemeinschaften dabei und fragt danach, warum digitale Medien als Plattformen und kommunikative Roboter immer „prozesshafter“ werden. Was bedeuten diese Veränderungen für Organisationen, Gemeinschaften und Individuen? Und wie sollten wir einen solchen Wandel gestalten, um zu der digitalen Gesellschaft...

15. September 2021

Geleitet von Vertrauen?

Determinanten und Konsequenzen des Vertrauens von JournalistInnen in Deutschland

Geleitet von Vertrauen?

Was konstituiert das Vertrauen von JournalistInnen und welche Rolle spielt es für die inhaltliche Ausgestaltung der Politikberichterstattung? Diesen Fragen widmet sich das vorliegende Werk und beschäftigt sich dadurch mit einer bislang vernachlässigten Perspektive in der öffentlichen und fachlichen Vertrauensdebatte: die Seite der JournalistInnen. Basierend auf einer interdisziplinären Aufarbeitung theoretischer Annahmen und des Forschungsstandes wurde ein Modell des journalistischen Vertrauensprozesses abgeleitet, das nicht nur Journalismus-spezifische und individuelle Einflussfaktoren auf das politische Vertrauen diskutiert, sondern auch die Frage nach den sich daraus ergebenden Konsequenzen...

1. Oktober 2020

Die Entstehung des Mediensports

Zur Geschichte des Sportdokumentarfilms

Die Entstehung des Mediensports

Die Entstehung des Mediensports untersucht die reichhaltige und vielfältige Geschichte des Sportdokumentarfilms. Herausgearbeitet wird, wie groß der Einfluss des Sportdokumentarfilms mit seinen Methoden, Erzählweisen, Kameraperspektiven etc. auf den Sportspielfilm und später auf die Live-Berichterstattung von Spitzensportereignissen im Fernsehen war. Zugleich werden zu den großen Themen des Sportdokumentarfilms – etwa zu Aufstieg und Fall von Sporthelden oder zu herausragenden Sportereignissen wie den Olympischen Spielen – exemplarisch Filme vorgestellt. Sie finden Ergänzung durch konzentrierte Exkurse zur Medien- und Dokumentarfilmgeschichte nebst technischen Entwicklungen von Aufnahme-...

20. September 2020

»Regierungszeit des Mittelbaus«?

Annäherungen an die Berliner Publizistikwissenschaft nach der Studentenbewegung

»Regierungszeit des Mittelbaus«?

Was ist aus dem Potenzial gesellschaftskritischer Perspektiven, das mit der Studentenbewegung in der Westberliner Publizistikwissenschaft entstanden war, nach ‚1968‘ geworden? Wie haben sich Lehre, Forschung und akademische Selbstverwaltung verändert? Welchen Anteil hatten Politik, Universität und Mediensystem, aber auch individuelle Protagonisten und organisierte Gruppen zu Beginn und Ende einer etwa zwanzigjährigen Phase, die die Berliner Fachentwicklung von anderen Standorten unterscheidet? Der Band nimmt diese Fragen in biografischen Interviews und fachgeschichtlichen Aufsätzen in den Blick und wählt damit einen Zugang, der eine differenzierte Annäherung an eine umkämpfte...

6. Dezember 2019

Vernetzte Papiermärkte

Einblicke in den Amsterdamer Handel mit Papier im 18. Jahrhundert

Vernetzte Papiermärkte

Seit dem 14. Jahrhundert nistete sich Papier in Europa in nahezu jede kulturelle Nische ein – nicht nur in Briefen, Rechnungsbüchern, Akten und Publikationen wird dies materiell sichtbar. In Anlehnung an Materialitätsfragen zur historischen Kommunikation interpretiert die Studie die Epoche „Frühe Neuzeit“ (circa 1400-1800) als eine papierne Epoche, in der handgemachtes Papier nicht nur überall benötigt, sondern auch produziert und gehandelt wurde. Mithilfe von wirtschaftssoziologischen, kommunikationshistorischen und buchwissenschaftlichen Ansätzen wird die Materialität und Sozialität eines wirtschaftlichen Aktivitätenbereichs thematisiert, in dem jährlich Abermillionen papierne...

15. Juli 2019

Die Aggregation und Analyse von Zeitdaten im Agenda-Setting-Ansatz

Die Aggregation und Analyse von Zeitdaten im Agenda-Setting-Ansatz

Die Aggregation von Daten ist ein Verfahren, dass in der Agenda-Setting-Forschung häufig angewandt wird. So werden Individualdaten in Gruppen zusammengefasst oder Daten, die auf täglichen Umfragen basieren, auf Wochen- oder Monatsebene aggregiert und dann ausgewertet. Effekte der Aggregation, wie die Gefahr des ökologischen Fehlschlusses von Kollektivmerkmalen auf Individualmerkmale, sind hinreichend bekannt. Es mangelt jedoch an systematischen Analysen der Aggregation von linearen Zeitdaten, obwohl auch bei diesem Verfahren statistische Effekte plausibel sind. Wenn Daten systematisch verdichtet werden, kann sich dies möglicherweise auf die Interpretation von Ergebnissen auswirken, da diese...

30. April 2019

Wiedersehen in Wien – bei den Kommunikationswissenschaftlichen Tagen der ÖGK an der Universität Wien

Unsere Bücher auf Reisen

Wiedersehen in Wien – bei den Kommunikationswissenschaftlichen Tagen der ÖGK an der Universität Wien

Zu einem Wiedersehen kam es bei den Kommunikationswissenschaftlichen Tagen (KWT), die vom 25. bis 27. April 2019 in den Räumen des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien stattfanden. Bereits vor 20 Jahren, zu Zeiten der Verlagsgründung, war Herbert von Halem in Wien bei der DGPuK-Jahrestagung zu Gast gewesen. Nun besuchte er die vom Institut in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Kommunikationswissenschaft (ÖGK) organisierte und ausgerichtete Veranstaltung, in deren Mittelpunkt in diesem Jahr das Thema „Verantwortung“ in Medien- und Kommunikationswissenschaft stand. Dabei war der Verlag zusätzlich durch eine thematisch passende...

30. Januar 2019

Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien

Der Umgang der Presse mit Parteien- und Medienpopulismus im Europawahlkampf 2014

Populistische Kommunikation und die Rolle der Medien

Seit einigen Jahren erleben populistische Parteien in Europa einen Aufschwung. Oft wird betont, dass die Massenmedien einen Anteil daran haben, etwa weil sie populistischen Akteuren in der Berichterstattung eine Bühne bieten oder durch populistische Kommentare spezifische Denkmuster legitimieren. Systematische und ländervergleichende Studien über die effektive Rolle der Medien fehlen allerdings noch weitgehend. Franzisca Schmidt zeigt anhand einer quantitativen Inhaltsanalyse der Parteien- und Medienkommunikation in vier Ländern, wie die Presse im Vorfeld der Europawahlen 2014 mit populistischer Kommunikation umgegangen ist. Dabei untersucht sie, inwiefern spezifische Formen des Parteienpopulismus...