Posts tagged 'Fernsehen'

16. Mai 2019

Ausgeblendet

Frauen im deutschen Film und Fernsehen. Mit einem Vorwort von Maria Furtwängler

Ausgeblendet

Frauen sind im deutschen Film und Fernsehen unterrepräsentiert. Auf eine Frau kommen ab einem Alter von 30 Jahren etwa zwei Männer. Die Rollenklischees – hübsche junge Frau, starker, kluger Mann – scheinen zementiert. Frauen sind dabei nicht nur seltener sichtbar, sie sind auch kürzer zu sehen und haben deutlich weniger Wortanteile. Dies sind die Ergebnisse einer von der Schauspielerin Maria Furtwängler initiierten und von der Universität Rostock durchgeführten Studie zum Thema „Audiovisuelle Diversität“. Es sind seit Jahrzehnten die ersten belastbaren und repräsentativen Zahlen, um die Schieflage in der Präsenz und der Rolle von Frauen in den Medien zu zeigen. Dazu wurden...

19. Dezember 2018

Lothar Mikos – 24. September 1954

Lothar Mikos – 24. September 1954

Stationen Geboren in Obernkirchen (Niedersachsen). 1975 Studium an der FU Berlin (Soziologie, Psychologie, Publizistik und Theaterwissenschaft). 1981 Diplom in Soziologie und ab dem Sommersemester Lehrbeauftragter. 1984 bis 1986 Redakteur in der ARD-Teletext-Redaktion. 15 Jahre freiberuflicher Journalist für Tages- und Wochenzeitungen, Hörfunk und Fernsehen. 1992 Promotion an der Universität Dortmund. 1998 Habilitation an der Universität Leipzig. 1999 Ruf an die Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg „Konrad Wolf“ in Potsdam als Professor für Fernsehwissenschaft. Zahlreiche Gast- und Vertretungsprofessuren im In- und Ausland (Aarhus, Barcelona, Berlin, Florenz, Glasgow, Göteborg,...

9. November 2018

Johanna Leuschen: Internetfernsehen

Johanna Leuschen: Internetfernsehen

Rezensiert von Florian Krauß Der Titel Internetfernsehen lässt eine Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Formen und Ausweitungen des Televisuellen vermuten. Doch gleich in der Einleitung wird offenbar, dass Forschungen als auch Entwicklungen nach 2014 keine Beachtung finden. Konkret heißt dies: Netflix und Amazon Prime, die derzeitigen Video-on-demand-Marktführer, kommen in der 2016 abgeschlossenen Dissertation von Johanna Leuschen nicht vor. Vielmehr steht die “‘hoffnungsvolle Frühphase’ des Internetfernsehens” (4) im deutschen Kontext und zwischen den Jahren 2005 und 2011 im Vordergrund. Diese Einführungszeit möchte die Autorin, die selbst als Online-Autorin...

Johanna Leuschen: Internetfernsehen

Johanna Leuschen: Internetfernsehen

Rezensiert von Florian Krauß Der Titel Internetfernsehen lässt eine Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Formen und Ausweitungen des Televisuellen vermuten. Doch gleich in der Einleitung wird offenbar, dass Forschungen als auch Entwicklungen nach 2014 keine Beachtung finden. Konkret heißt dies: Netflix und Amazon Prime, die derzeitigen Video-on-demand-Marktführer, kommen in der 2016 abgeschlossenen Dissertation von Johanna Leuschen nicht vor. Vielmehr steht die “‘hoffnungsvolle Frühphase’ des Internetfernsehens” (4) im deutschen Kontext und zwischen den Jahren 2005 und 2011 im Vordergrund. Diese Einführungszeit möchte die Autorin, die selbst als Online-Autorin...

12. Juni 2018

Digitale Formatentwicklung

Nutzerorientierte Medien für die vernetzte Welt

Digitale Formatentwicklung

„Digitale Formatentwicklung: Nutzerorientierte Medien für die vernetzte Welt“ präsentiert eine bahnbrechende Methode für die Entwicklung innovativer Medien im digitalen Zeitalter. Anhand aktueller Praxisbeispiele vermittelt das Buch Ansätze und Werkzeuge für die Konzeption, Gestaltung und Verbreitung von neuartigen Medienangeboten. Aspekte wie Interaktion, Gamifizierung und Nutzerbeteiligung kommen dabei genauso zur Sprache wie Impact-Strategien, Reichweite und Social Media Marketing. Mithilfe von Design Thinking, agilen Methoden und Prototyping werden die Mediennutzer konsequent in den Mittelpunkt gerückt. Die branchenübergreifende Herangehensweise des Buches erschließt dem Leser...

27. April 2018

Mediale Aufmerksamkeit

Mediale Aufmerksamkeit

Die Themen des aktuellen Schwerpunktes u.a.: Joachim von Gottberg: Mediale Aufmerksamkeit. Einführung ins Titelthema Georg Franck: Das digitale Erfolgsrezept. Aufmerksamkeit als Währung Werner C. Barg: Wandel der Öffentlichkeit. Aufmerksamkeitsstrategien im Wechselspiel von Medien und Politik Winfried Kluth: „Ohne ein Ethos der Aufmerksamkeit entwickeln sich Gesellschaften nicht weiter.“ Simone Neteler: Sagen, was ist. Die Neuen Rechten und die Medien Jens Förster, Manfred Nussbaum: Warum Nackte uns anziehen. Essayistische Erklärungsversuche Francesco Giammarco: „Ich brauche keinen Undercut!“ Über den Selbstversuch, Influencer zu werden Michael Ebmeyer: Kolumne: Diese elf Gedanken...

19. Februar 2018

Mächtige Bilder, ohnmächtige Ethik

Mächtige Bilder, ohnmächtige Ethik

Die Themen des aktuellen Schwerpunktes u.a.: Joachim von Gottberg: Mächtige Bilder, ohnmächtige Ethik. Einführung ins Titelthema Arnd Pollmann: Darf man das zeigen? Grundzüge einer philosophischen Ethik des Bildes Katharina Lobinger: Starke Bilder. Wie wir sie nutzen und interpretieren Dorothea Adler, Frank Schwab: Fernsehen: durch die Augen direkt in den Bauch. Wie Medienbilder Emotionen erzeugen Christian Schicha: Bildethische Reflexionen zur Darstellung verstorbener Geflüchteter Johannes Böhning: „Es gibt Bilder, die müssen gezeigt werden!“ Felix Koltermann: Ethisches Handeln beim Fotografieren – Professionsethik im Fotojournalismus Hosam Katan: „Ich glaube an die Kraft der...

3. März 2017

Dominik Rudolph: YouTube und Fernsehen: Konkurrenz oder Ergänzung?

Dominik Rudolph: YouTube und Fernsehen: Konkurrenz oder Ergänzung?

Rezensiert von Christian Strippel Dass das Internet das Fernsehen als Leitmedium der Gesellschaft ablösen wird, scheint für viele bereits beschlossene Sache zu sein. Beliebt sind in diesem Zusammenhang vor allem kriminalistische Befunde wie „Das Fernsehen ist tot“ oder „Internet killed TV“. Als mögliche ‚Mörder’ oder ‚Komplizen’ (um in der Metapher zu bleiben) werden vor allem Streaming- und Video-Plattformen wie Netflix, Amazon Prime Video oder YouTube verdächtigt. Da die von ihnen angebotenen Inhalte jederzeit auf Abruf (,on demand‘) angeschaut werden können, würden sie den Anforderungen gerade jüngerer Nutzer besser gerecht und das lineare Fernsehen deshalb irgendwann...

23. Januar 2017

Franziska Kuschel: Schwarzseher, Schwarzhörer und heimliche Leser

Franziska Kuschel: Schwarzseher, Schwarzhörer und heimliche Leser

Rezensiert von Hans-Jörg Stiehler Die Führung der DDR betrachtete die Medien weniger als Mittel öffentlicher Kommunikation, sondern – ihr Wirkungspotenzial überschätzend – vor allem als Steuerungs- und Lenkungsinstrument der ,Massen‘. Indem die Medien der Bundesrepublik in der DDR recht freizügig nutzbar waren, hatte der Staat mit dem Fortbestehen eines „gesamtdeutschen Kommunikationsraumes“ (S.  9) ein doppeltes Problem: Es ergab sich die für den Ostblock nahezu einzigartige Situation einer Konkurrenz von alternativen Informations- und Unterhaltungsangeboten (in der Landessprache), die den eigenen Medien Nutzer abspenstig machten und sie mit konkurrierenden Weltdeutungen und...

12. September 2016

Transmediales Erzählen

Narrative Gestaltung in Literatur, Film, Graphic Novel und Game

Transmediales Erzählen

Die Narratologie, die wissenschaftliche Erforschung von Erzählungen konzentriert sich traditionell auf literarische Werke und die Kunst des Dramas. Drehbuch-, Comic- und Game-Autor Joachim Friedmann zeigt, dass es grundlegende narrative Text-Gestaltungsstrategien gibt, die medienübergreifend, d.h. transmedial wirksam sind. Dabei berücksichtigt er narratologische Grundlagentexte ebenso wie die aktuellen Forschungen der postklassischen und transmedialen Narratologie sowie anwendungsbezogene Dramaturgie-Ratgeber. Er setzt diese Modelle erstmalig systematisch in Bezug zueinander. Dabei beschreibt er strukturelle wie inhaltliche Elemente narrativer Gestaltung, berücksichtigt in seiner Betrachtung...