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Mood Management durch Musik

Die alltägliche Nutzung von Musik zur Regulierung von Stimmungen

27,50 

Zusätzliche Informationen

Größe 14,2 × 21,3 cm
Veröffentlicht

01.05.2005

Auflage

1., Aufl.

Verlag

Herbert von Halem Verlag

Seiten

272

Artikelnummer

9783931606855

Medienvermittelte Musik – ob via Tonträger, Radio, Fernseher oder Internet – wird alltäglich in hohem Maße genutzt. Die Motive der Nutzung von Musik sind dabei inter- und intraindividuell höchst unterschiedlich. Ein zentrales Nutzungsmotiv der meisten Menschen ist jedoch die Stimmungsregulation (Mood Management) bzw. das primäre Aufrechterhalten und Verstärken positiver Stimmungen sowie Unterdrücken und Kompensieren negativer Stimmungen. Die Arbeit beschäftigt sich mit diesem Nutzungsmotiv, indem sie untersucht, welche Menschen welche Musik in welchen Stimmungslagen zu welchem Zweck hören wollen.

Auf Basis kommunikationswissenschaftlicher, medien- und musikpsychologischer Grundlagen werden Forschungsfragen und Hypothesen hergeleitet, die in drei aufeinander aufbauenden und sich ergänzenden Studien (Leitfadeninterviews, Telefonbefragung, Experiment) empirisch beantwortet bzw. geprüft werden. Die Ergebnisse weisen darauf, dass „negative“ Stimmungslagen wie Trauer oder Melancholie nicht in jedem Fall kompensiert werden. So neigen z.B. Frauen eher als Männer dazu, ihre Trauer mit dem Hören von trauriger Musik zu stützen. Auch Merkmale wie die emotionale Labilität oder das persönliche Repertoire an Rezeptionsmodi entscheiden darüber, wie Musik zur Regulierung von Trauer genutzt wird.

Holger Schramm, Dr. phil., Jg. 1973, ist Professor für Medien- und Wirtschaftskommunikation am Institut Mensch-Computer-Medien der Universität Würzburg.
Sachgruppen: Psychologie, Musik