Mediale Selbstreferenz

Grundlagen und Fallstudien zu Werbung, Computerspiel und Comics

23,00 

Zusätzliche Information

Maße 14,2 × 21,3 cm
Veröffentlicht

Juni 2008

Auflage

1., Aufl.

Verlag

Herbert von Halem Verlag

Seiten

248

Artikelnummer(n)

9783938258743

Bucheinband

Broschur

Downloads: Leseprobe, Datenblatt, Cover

In drei Fallstudien zu Werbung, Computerspiel und Comics untersuchen die Autoren den Aspekt der Selbstreferenz in den Medien unter semiotischen Gesichtspunkten. Ausgangspunkt ist eine sehr weite Konzeption des Begriffs der Selbstreferenz, die zwischen verschiedenen Graden, Ebenen und Formen der Selbstbezüglichkeit der Zeichen und Texte unterscheidet. Die untersuchten Medien stehen exemplarisch für drei Prototypen im Kontinuum zwischen Referenz und Selbstreferenz in den Medien. Während Werbung nie genuin selbstreferenziell sein kann, da ihr Auftrag ist, auf ein Produkt hinzuweisen, ist das Computerspiel, wie jedes andere Spiel auch, insofern selbstreferenziell, als das Ziel/der Zweck eines jeden Spieles im Spielen des Spiels liegt. Zwischen diesen beiden Polen des Kontinuums zwischen medialer Referenz und Selbstreferenz liegt das Genre der Comics, das in seiner Narrativität referenziell, aber in seiner Fiktionalität selbstreferenziell ist.

Winfried Nöth ist Professor für Kognitive Semiotik im Postgraduierten-Studiengang “Tecnologias da Inteligência e Design Digital” der Kath. Universität São Paulo und Ehrenmitglied der Int. Ass. for Visual Semiotics. Er war Präsident der Dt. Ges. für Semiotik und bis 2009 Professor für Anglistik/Linguistik und Semiotik sowie Sprecher der IAG Kulturforschung der Univ. Kassel. Buchveröffentlichungen u. a.: Handbuch der Semiotik (2. Aufl. 2000), Semiotics of Nature (2001 m. K. Kull), Crisis of Representation in Culture and the Media (2003 m. C. Ljungberg), Imagem: Cognição, semiótica, mídia (5. Aufl. 2008; m. L. Santaella), Körper – Verkörperung – Entkörperung (2005), Mediale Selbstreferenz: Grundlagen und Fallstudien (2008 m. N. Bishara u. B. Neitzel), Bilder BeSchreiben (m. P. Seibert) und Estratégias semióticas da publicidade (m. L. Santaella). Arbeitsschwerpunkte: Mediensemiotik, Allgemeine Semiotik, semiotische Linguistik, Peirce. Homepage: http://www.uni-kassel.de/~noeth.
Nina Bishara studierte Englische Philologie und Theologie in Kassel, Manchester (GB) und Boca Raton (USA). Sie arbeitete als wiss. Mitarbeiterin in der Interdisziplinären Arbeitsgruppe für Kulturforschung sowie im Fachbereich für Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Kassel. Dort promovierte sie 2007 am Lehrstuhl für Anglistik/Linguistik und Semiotik über Selbstreferenzielle Werbung (erscheint 2008). Nina Bishara ist die Autorin von Aufsätzen zur Text- und Bildgestaltung in der Werbung, zur Werbung aus interkultureller Sicht und zu weiteren Aspekten der Selbstreferenz in der Werbung. Mit Winfried Nöth ist Sie die Herausgeberin von Self-Reference in the Media (Berlin 2007).
Britta Neitzel studierte Theater- Film-, und Fernsehwissenschaft, Germanistische Linguistik sowie Philosophie und promovierte 2000 zum Thema Narrativität von Computerspielen. Nach Lehr- und Forschungstätigkeiten u. a. an der Bauhaus-Universität Weimar, der Universität Tampere, der Universität Kassel sowie als Kuratorin und Referentin im Heinz Nixdorf MuseumsForum, Paderborn ist sie Wissennschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Mediengeschichte/Visuelle Kultur an der Universität Siegen. Britta Neitzel veröffentlichte Arbeiten zur digitalen Kultur, zum Spielen als Kulturtechnik, zu Computerspielen, zur medialen Narration und zur Intermedialität. Sie ist u. a. Mitherausgeberin von: Kursbuch Medienkultur (1999), Das Gesicht der Welt: Medien in der digitalen Kultur (2004) sowie von Das Spiel mit dem Medium: Partizipation – Immersion – Interaktion (2006). Ihr derzeitiges Forschungsinteresse gilt vor allem Modellen der Mediengeschichte und medialer Orte.