Cornelia Koppetsch / Günter Burkart

Die Illusion der Emanzipation

Zur Wirksamkeit latenter Geschlechtsnormen im Milieuvergleich

Analyse und Forschung, Band 1

Immer mehr Paare verabschieden sich von traditionellen Geschlechtsrollen und glauben, die Regeln des Zusammenlebens selbst zu bestimmen. Tatsächlich lenken unerkannte soziale Mechanismen das Paar in geschlechtstypische Bahnen: Hausarbeit bleibt Frauensache – und dies nicht nur in den unteren Sozialschichten. Auch bei Paaren der gebildeten Mittelschicht, erweist sich ›Partnerschaft‹ häufig als eine Illusion. Hinter der Fassade von Gleichberechtigung existieren neue Formen der sozialen Konkurrenz zwischen den Geschlechtern. In sozialen Milieus, in denen man sich noch stärker auf traditionelle Rollenteilungen beruft, macht man sich über die Frage der Gleichheit dagegen weniger Illusionen. Doch auch hier wird Macht und Ohnmacht im Verhältnis der Geschlechter neu verhandelt. Allerdings mit Hilfe anderer Strategien. Das Ergebnis dieser pointierten und theoretisch fundierten Studie: viele Veränderungen sind lediglich oberflächlich. Unter einer dünnen Schicht egalitärer Diskurse erscheinen alte Geschlechtergrenzen im neuen Gewand.

Cornelia Koppetsch und Günter Burkart sind Soziologen an der Universität Lüneburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Familie und Paarbeziehungen, Geschlechterverhältnisse, soziologische Theorie, Technik und Kultur.

AUTOREN / HERAUSGEBER

Cornelia Koppetsch

Cornelia Koppetsch ist Professorin für Soziologie an der TU Darmstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bildung und Wissenschaft, Familie und Paarbeziehung, soziologische Gegenwartsdiagnose. ...


Günter Burkart

Günter Burkart ist Professor für Soziologie an der Universität Lüneburg. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themenbereichen Familie und Paarbeziehungen, Geschlechterforschung, Biografie und Lebenslauf, Mobiltelefon. ...


Die Illusion der Emanzipation
  • 1999
  • 344 S., dt.
  • flexibler Einband, 225 x 145 mm
  • ISBN 978-3-7445-1862-8

  • 29,00 EUR
  • lieferbar

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