- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Warnzeichen der Vergangenheit. Über das frühe Erkennen von Extremismus und totalitärem Denken

„Nie wieder!“, wurde in Deutschland nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur geschworen. Nie wieder sollte es möglich sein, dass in Deutschland der Totalitarismus die Macht ergreift, Menschenrechte verletzt, Massenmorde begeht und den Kontinent in den Krieg stürzt. Doch wenn wir das Abgleiten des Landes in eine erneute Diktatur verhindern wollen, müssen wir auch in der Lage sein, die Warnzeichen hierfür zu erkennen. Ist die deutsche Gesellschaft wirklich dazu imstande?
Zwar fehlt es nicht an eindringlichen Warnungen vor dem Extremismus sowie aufgeregten Diskussionen in der Öffentlichkeit, doch diese beschäftigen sich meist mit Nebenschauplätzen. Wenn sich dagegen, wie in den letzten Jahren in Russland, tatsächlich eine Regierung mit faschistischen Zügen etabliert, wird dies von weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit übersehen oder geleugnet.
Thomas Petersen beschäftigt sich mit der Frage, woran man totalitäres Denken, das der Gewaltherrschaft den Weg bahnt, bemerkt – unabhängig davon, in welcher Gestalt es daherkommt und mit welchen vorgeblich guten politischen Absichten es verknüpft wird.
Anmeldung: Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an [email protected].
Thomas Petersen, Dr., studierte 1987 bis 1992 an der Universität Mainz Publizistik, Alte Geschichte und Vor- und Frühgeschichte. 1993 Magister. 2001 Promotion. 2010 Habilitation. 1990 bis 1992 Journalist beim Südwestfunk in Mainz. Seit 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demoskopie Allensbach, seit 1999 Projektleiter. Seit 1995/1996 Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen, darunter Universität Mainz, TU Dresden, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. 2007/2008 Vertretung der Professur für methodische und historische Grundlagen der Politikwissenschaft an der Universität Hamburg. Past Präsident der World Association for Public Opinion Research (WAPOR), Sprecher der Fachgruppe „Visuelle Kommunikation“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft“ (DGPuK). Forschungsschwerpunkte: Methoden der Demoskopie, Feldexperimente, Visuelle Kommunikation, Politische Kommunikation, Wahlforschung, Markt- und Sozialforschung, Theorie der öffentlichen Meinung.

