Posts tagged 'Skandalforschung'

6. Dezember 2019

Scandalogy 2

Cultures of Scandals – Scandals in Culture

Scandalogy 2

Mitte März 2018 skandalisierten Medien die Datenberatungsfirma Cambridge Analytica und den Milliardenkonzern Facebook wegen fragwürdiger Methoden, die während der Brexit-Kampagne und des US-Wahlkampfs 2016 Anwendung fanden. Die Affäre um die beiden Unternehmen machte deutlich, dass viele Skandalfälle nicht an Ländergrenzen Halt machen und je nach kulturellem Hintergrund unterschiedlich beurteilt werden. „Scandalogy 2: Cultures of Scandals – Scandals in Cultures“ vereint aktuellste Forschungsergebnisse internationaler Forscher zum Themenfeld “Skandale”. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Skandalberichterstattung, etwa durch eine Langzeitstudie in Großbritannien oder...

25. Juni 2018

Stefan Geiß

Prof. Dr.

Stefan Geiß

Stefan Geiß, Dr., geb. 1983, ist Assoziierter Professor für politische Kommunikation am Institut für Soziologie und Politikwissenschaft der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU), Trondheim. Seine Forschungsschwerpunkte sind Agenda Setting und Building, Frame Setting und Building sowie Skandalforschung. Preisträger u.a. des Dissertationspreises der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

17. Oktober 2017

Skandalfaktoren

Analysen zu Darstellung und Strukturen medialer Skandalisierung auf Basis der Nachrichtenwertforschung

Skandalfaktoren

Vor dem Hintergrund der zunehmenden medialen Aufmerksamkeit für Normüberschreitungen und ihrer teils intensiven Skandalisierung befasst sich die Dissertation zu „Skandalfaktoren“ mit der Darstellung skandalisierter Normüberschreitungen in den Medien. Sie fragt nach den Merkmalen und Strukturen der Skandalberichterstattung und nach einer Erklärung für ihr Auftreten. Die Studie ermöglicht so eine einzelfallübergreifende Beschreibung der Darstellung von Skandalen und lässt Schlüsse auf den Umgang der Berichterstatter mit Normüberschreitungen und auf mögliche gesellschaftliche Funktionen medialer Skandalisierung zu. Als Merkmale der Berichterstattung wurden dabei Nachrichtenfaktoren...

3. Januar 2014

Bernhard Pörksen, Hanne Detel: Der entfesselte Skandal

Bernhard Pörksen, Hanne Detel: Der entfesselte Skandal

Rezensiert von Hans Mathias Kepplinger Die Kernthese von Pörksen und Detel lautet: Das Internet hat einen völlig neuen Skandaltyp geschaffen. Charakteristisch hierfür seien vor allem drei Aspekte – die Bedeutung des Internets als Plattform der Kommunikation; der Verlust der Kontrolle der Skandalisierten über die Kommunikation; die räumliche, zeitliche und soziale Entgrenzung der skandalfähigen Geschehnisse: Alles kann jederzeit weltweit zum Skandal werden – das Vergangene und Aktuelle, das Triviale und Private usw. Die Verfasser entwickeln ihre Überlegungen nach einer beispielgesättigten Einleitung, die sie in ihrem Schlusskapitel fortführen, in drei thematisch gegliederten...

21. Dezember 2012

Sigurd Allern, Ester Pollack (Hrsg.): Scandalous!

Sigurd Allern, Ester Pollack (Hrsg.): Scandalous!

Rezensiert von Silje Kristiansen Handlungen, die gegen Normen verstossen, wachsen versteckt wie Pilze im Wald, bis ein Journalist sie entdeckt, pflückt und im Spotlicht der Medien zum Skandal würzt und den hungrigen Rezipienten rauchend heiß serviert. In diesem Sammelband geht es um den Prozess der Skandalisierung. Es wird aufgezeigt, wie Skandale sich im Zusammenspiel von Journalisten, Politikern und anderen Akteuren in der Medienarena entwickeln. Im Fokus stehen personenzentrierte politische Skandale in vier nordischen Ländern: Norwegen, Schweden, Dänemark und Finnland. Die Beiträge greifen ein breites Spektrum von Perspektiven auf Skandale auf: es werden die Perspektiven der Skandalisierer,...

27. August 2012

Sandra Siebert: Angeprangert!

Sandra Siebert: Angeprangert!

Rezensiert von Hanne Detel Der Skandal hätte bereits im November 1999 seinen Anfang nehmen können. Damals veröffentlichte die Frankfurter Rundschau einen Bericht, der den jahrelangen Missbrauch von Schülern an der Odenwaldschule enthüllte – jedoch ohne Reaktion: keine Empörung in der Öffentlichkeit, keine anderen Medien, die sich einschalteten, keine Strafen für den Schuldigen. Der Skandal blieb aus. Es sollte mehr als zehn Jahre dauern, bis erneute Berichterstattung den bitter nötigen Skandal auslöste. Worin liegen die Gründe, dass die Enthüllung eines Missstandes in einem Fall einen Skandal initiiert und im anderen nicht? Warum lässt sich das Ausmaß der Empörung in der Bevölkerung...