Sind die Medien Lautsprecher oder Widersprecher?

Podiumsdiskussion mit Roger Blum in Bern

Sind die Medien Lautsprecher oder Widersprecher?

Durch das Internet erhalten wir den Eindruck, der Globus sei ein einziges Mediensystem. Medienbotschaften aus der ganzen Welt sind jederzeit und überall abrufbar. Außerdem: Immer mehr Länder öffnen sich dem kapitalistischen Wirtschaftssystem und dem freien Handel und nennen sich demokratisch.

Tatsache ist aber, dass wir wir weiterhin auf eine Vielzahl unterschiedlicher politischer Systeme treffen – und die politischen Systeme prägen die Mediensysteme, sodass auch diese durchaus unterschiedlich sind.

Roger Blum liefert in seinem Buch Lautsprecher und Widersprecher. Ein Ansatz zum Vergleich der Mediensysteme eine Typologisierung der Mediensysteme für die ganze Welt und schafft dadurch eine wichtig Grundlage für das Verständnis von Medienbotschaften aus den verschiedenen Mediensystemen.

Anlässlich des Erscheinens seines Buches diskutiert Roger Blum seine Thesen mit Experten aus Journalismus und Wissenschaft:

Freitag, 13. März 2015, 13 – 14 Uhr,
im Politikforum Käfigturm, Marktgasse 67, Bern
,
mit André Marty, ehemaliger Nahost-Korrespondent des Schweizer Fernsehens, und Adrian Vatter, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bern. Die Diskussion wird moderiert von Marlis Prinzing.

Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Informationen zum Veranstaltungsort in Bern finden Sie hier.

VORTRAGENDE / DISKUTANTEN

Roger Blum

Roger Blum ist emeritierter Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern und Ombudsmann der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) für den Bereich Deutschschweiz. Er studierte Geschichte und Staatsrecht, war Abgeordneter im Parlament des Schweizer Kantons Baselland und arbeitete danach als Journalist bei Schweizer Tageszeitungen, unter anderem auch als Mitglied der Chefredaktion des Tages-Anzeigers in Zürich. Als Forscher unternahm er Recherchereisen in die USA, nach Großbritannien, Frankreich und Russland sowie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Interessensgebiete sind Mediensysteme, Medienpolitik, politische Kommunikation, Journalistik, Medienethik und Mediengeschichte. Zehn Jahre lang war er Präsident des Schweizer Presserates, acht Jahre Präsident der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen der Schweiz (UBI). Er lebt in Köln. ...


André Marty

André Marty arbeitet seit Sommer 2004 schwerpunktmäßig für Schweizer Fernsehen SF, aber auch für Schweizer Radio DRS und Fachzeitschriften im Nahen Osten. Davor (1999 bis 2004) Fernseh-Korrespondent in Italien und (1996 bis 1999) Redaktor bei der Sendung 10vor10 von SF. Einstieg in den Journalismus bei Walliser und Luzerner Tageszeitungen, danach SonntagsZeitung. Den Titel ›Reporter des Jahres 2006‹ verdankt er einem Krieg – dem »sinnlosesten Krieg, den Israel je geführt hat«. Im November 2009 gab’s den Medienpreis der Schweizer Bischofskonferenz, da der journalistische Blogger »nicht zögert, sich zu exponieren, wenn es seine Tätigkeit als Journalist erheischt«. Im Mai 2010 wird www.andremarty.com für den Grimme Online Award nominiert; der Blog »bereichert die Berichterstattung über Israel und den Nahen Osten mit überraschenden, genau beobachteten Alltagsmomenten und liefert Hintergründe zum Spannungsfeld von Politik, Kultur und einer merkwürdig fremd-nahen Lebenswelt«. 2012 wechselte er als Kommunikationsbeauftragter zur Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit im Schweizer Außenministerium, seit März 2014 ist er Informationschef der Schweizer Bundesanwaltschaft. (Quelle) ...


Adrian Vatter

Adrian Vatter, Prof. Dr., geb. 1965 in Zürich, Studium (Volkswirtschaft und Politikwissenschaft) und Doktorat der Politikwissenschaft an der Universität Bern (Dr. rer. pol. 1993). Post Doc an der University of California at Los Angeles (1993/94). Gründung und Leitung eines eigenen Büros für Politikberatung und -forschung in Bern. Anstellungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich und bei der Stiftung MGU an der Universität Basel. Oberassistent (1996-2001) und Habilitation (PD) an der Universität Bern und Lehrbeauftragter an der Universität Basel. 2001 Assistenzprofessor für Politikanalyse und -evaluation an der Universität Bern. 2002-2004 Vertretungsprofessor am Fachbereich für Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz (D). Von 2004 bis Ende 2007 Professor für Policy Analyse und Politische Theorie an der Universität Konstanz (D). Von Anfang 2008 bis Juli 2009 Professor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich und Inhaber des Lehrstuhls Schweizer Politik. Seit August 2009 Direktor am Institut für Politikwissenschaft der Universität Bern und Inhaber der Professur für Schweizer Politik. (Quelle) ...


Marlis Prinzing

Marlis Prinzing ist Professorin für Journalistik an der Hochschule Macromedia in Köln und dort z.B. zuständig für Politikjournalismus. Sie arbeitet auch als Moderatorin und Journalistin, ist Kolumnistin (Tagesspiegel, Standard) und gibt eine Buchreihe zum praktischen Journalismus heraus. Sie studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Mathematik, war Mitglied eines Gemeinderates in Baden-Württemberg. Ihre journalistische Laufbahn begann sie in einer Regionalzeitung (Ressortverantwortung Kultur) und bei einem Regionalradio. Als Freie Journalistin arbeitete sie für überregionale Blätter (Auftraggeber u.a. Die Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rheinischer Merkur). Sie lancierte und moderierte die Gesprächsreihe Das rote Sofa. Als Wissenschaftlerin war sie u.a. beim Europäischen Journalismus-Observatorium an der Universität Lugano, danach als Dozentin an der Universität Fribourg. Sie ist Vorsitzende der Fachgruppe Politische Kommunikation der SGKM. Ihre Schwerpunkte: Innovation im Journalismus, Netzpolitik, digitaler Wandel der Mediengesellschaft, Medienethik, Internationale Journalismuskulturen, Storytelling. ...