Die Symptomatik des Medienhandelns

Zur Rolle der Medien im Kontext der Entstehung, des Verlaufs und der Bewältigung eines gestörten Essverhaltens

32,00 

Zusätzliche Information

Maße 14,2 × 21,3 cm
Veröffentlicht

Oktober 2009

Auflage

1., Aufl.

Verlag

Herbert von Halem Verlag

Seiten

456

Artikelnummer(n)

9783938258842

Formate

Buch

Bucheinband

Broschur

Den Medien wird häufig vorgeworfen, durch die Omnipräsenz und positive Kontextuierung überschlanker Akteure unerreichbare Leitbilder zu schaffen und so zur Entstehung von Essstörungen beizutragen. Zwar deutet eine beachtliche Zahl empirischer Studien darauf hin, dass bei vielen Mädchen und Frauen die Rezeption bestimmter Medieninhalte mit einem gestörten Körperbild und Essverhalten einhergeht, jedoch lassen sich die Befunde bislang nicht zu einem schlüssigen Bild integrieren. Die Arbeit exploriert die Komplexität der Beziehungen zwischen einem gestörten Essverhalten und dem Umgang mit Medien auf der Grundlage eines handlungstheoretisch begründeten Sozialisationsmodells. In problemzentrierten Interviews rekonstruieren 45 an Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating Disorder leidende Patientinnen die vielfältigen Bedeutungen medialer Inhalte bezogen auf den Verlauf ihrer Krankheit. In der Analyse des Datenmaterials werden die verschiedenen Formen des Medienhandelns systematisch nachvollzogen und vor dem Hintergrund der situativen und persönlichen Hintergründe der Betroffenen gedeutet. Auf allen Ebenen des Forschungsprozesses werden quantitative und qualitative Methoden integriert.

Eva Baumann, geb. 1974; von 1993 bis 1996 Ausbildung zur Verlagskauffrau und zur Werbereferentin (IHK); von 1997 bis 2002 Studium Medienmanagement (Medienwissenschaft, Angewandte Kommunikationsforschung, Wirtschaftswissenschaften) am Institut für Journalistik und Kommunikations-forschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), dort im Anschluss bis 2006 Wissenschaftliche Mitarbeiterin; von 2006 bis 2007 am Europäischen Zentrum für Medienkompetenz für den Bereich PR und Marketing verantwortlich; Promotion an der HMTMH 2008; von 2007 bis 2010 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Akademische Rätin auf Zeit am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster, anschließend als Freie Kommunika-tionsberaterin für strategische Gesundheitskommunikation tätig; seit 2011 wieder als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IJK in Hannover beschäftigt. Arbeitsschwerpunkte: Rezeptions- und Mediensozialisationsforschung, Gesundheitskommunikation sowie empirische Methoden.