Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Kölner Mediengespräch am 20. September 2018

Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones

Im Urlaub, im Bett, auf der Arbeit und unterwegs: Wir sind immer erreichbar und dauernd online. Das muss doch Stress verursachen. Oder?

Das Thema “Medienstress durch Smartphones” beleuchtet Jana Hofmann von der Universität Erfurt und nimmt dabei eine differenzierte und analytische Haltung ein.

Sie setzt voraus, dass Menschen Medien nutzen, weil sie ihre Ressourcen erhalten und ausweiten wollen – Ressourcen sind jene Dinge, die Menschen wichtig sind und die sie wertschätzen, allen voran Gesundheit, Familie und soziale Teilhabe.

In der Presse und in der (populär)wissenschaftlichen Diskussion kam es zu teils plakativen Zuspitzungen über die  Zusammenhänge zwischen gesteigerter digitaler Mediennutzung und dem Entstehen psychischer Krankheiten wie Depressionen und Burnout. Um diesen Behauptungen auf den Grund zu gehen, führte Jana Hofmann eine repräsentative Befragung unter Smartphone-Nutzern sowie qualitative Interviews mit ausgewählten Teilnehmern durch.

Sie kommt zu dem Schluss, dass ein negativ empfundenes Stresserleben nicht auf eine Vielzahl von Medienhandlungen zurückzuführen ist, sondern darauf, dass mehrere Handlungen parallel stattfinden. Ein so entstehender Ressourcenkonflikt kann sich unter Umständen und in langfristiger Hinsicht verstetigen und pathologische Züge annehmen.

Dr. Jana Hofmann
Immer erreichbar: Medienstress durch Smartphones
am 20. September 2018 um 19 Uhr
im Herbert von Halem Verlag, Schanzenstr. 22, 51063 Köln

Einlass ab 18:30 Uhr. Da die Zahl der Sitzplätze begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung per E-Mail an karina.selin@halem-verlag.de oder unter der Nummer +49 221 92 58 29 0. Der Eintritt ist frei.

VORTRAGENDE / DISKUTANTEN

Jana Hofmann

Jana Hofmann, Dr., Jg. 1979, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Lernen und Neue Medien/Kindheitsforschung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt. Studium der Politikwissenschaften, Romanistik und Psychologie sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Bauhaus-Universität Weimar und der Universidade de Santiago de Compostela (Spanien). Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten (Erfurt, Greifswald, Minho/Portugal) und Referentin für Bildung, Öffentlichkeitsarbeit und Neue Medien im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie in der Thüringer Staatskanzlei. Forschungsschwerpunkte: soziale Kommunikation, Medienintegration, Medienrezeptionsforschung, Medienpädagogik/Lehren und Lernen mit Medien, Wissenschaftstheorie sowie Verfahren und Methoden der empirischen Sozialforschung (mit Fokus auf die Kombination messender und dialogorientierter Verfahren). ...