Marlis Prinzing / Roger Blum (Hrsg.)

Handbuch Politischer Journalismus

Politische Journalistinnen und Journalisten sind überall: Im lokalen Rathaus und auf dem regionalen Parteitag, im nationalen Parlament und auf internationalen Konferenzen, bei Großkundgebungen und in Kriegsgebieten. Sie sind oft mit der politischen Elite des jeweiligen Landes stark verbandelt. Einzelne von ihnen sind hoch angesehen, aber als Gesamtheit werden sie angefeindet; der Vorwurf der ›Lügenpresse‹ bezieht sich vor allem auf sie.

Politischer Journalismus ist gewissermaßen ›die Mutter aller Journalismen‹, aber man weiß wenig über ihn. Dieses Handbuch will diese Lücke füllen, indem es von der Geschichte, den Funktionen, den Feldern, den Akteuren, der Agenda, den Merkmalen, den Beziehungsnetzen, den Konzepten, den Quellen, den Methoden und der Ethik des politischen Journalismus spricht. Deutlich gemacht werden auch seine Probleme, denn er ist unter Druck, vor allem durch die Kommerzialisierung der Medien und durch die Etablierung des Internets: Die Politikberichterstattung wird dramatisiert und personalisiert, und im Netz melden sich neue ›journalistische‹ Akteure, die auf ihre Art Politikberichterstattung betreiben. Der politische Journalismus wandelt sich.

Der Blick des Handbuchs geht international vergleichend über die Grenzen einzelner Länder hinaus. Neben den deutschsprachigen Ländern stehen die europäischen Nachbarn, Großbritannien, die USA, Russland sowie wichtige Länder der übrigen Kontinente im Fokus. Analysiert wird auch der politische Journalismus in der europäischen Metropole Brüssel oder bei den Vereinten Nationen in New York.

MIT BEITRÄGEN VON

Klaus-Dieter Altmeppen, Hans-Jürgen Arlt, Pétér Bajomi-Lázár, Karin Bauer, Philip Baugut, Markus Beckedahl, Kathleen Beckers, Anne Beier, Markus Beiler, Christoph Bieber, Mark Blach-Ørsten, Bernd Blöbaum, Roger Blum, Heinz Bonfadelli, Marcel Broersma, Sandro Brotz, Jean-Martin Büttner, Jan Philipp Burgard, Roland Burkart, Beatrice Dernbach, Hanne Detel, Filip Dingerkus, Johannes von Dohnanyi, Patrick Donges, Mark Eisenegger, Andreas Elter, Corinna Edmundts, Patrik Ettinger, Tanja Evers, Mathis Feldhoff, Björn Finke, Alexandra Föderl-Schmid, Helge Fuhst, Bernd Gäbler, Stefan Geiss, Heidi Gmür, Lukas Golder, Regina Greck, René Grossenbacher, Fredy Gsteiger, Alexandra Gubser, Eric Gujer, Erich Gysling, Markus Haefliger, Wolfgang Hagen, Michael Haller, Stefan Heijnk, Olaf Hoffjann, Olaf Jandura, Klaus Kamps, Matthias Karmasin, Guido Keel, Hans Mathias Kepplinger, Norbert Klein, Katharina Kleinen-von Königslöw, Benjamin Krämer, Uwe Krüger, Simon Kruschinski, Daniel Kübler, Moritz Küpper, Martina Leonarz, Urs Leuthard, Margreth Lünenborg, Franz Lustenberger, Melanie Magin, Anja Maier, Frank Marcinkowski, Wilfried Marxer, Marcus Maurer, Peter Maurer, Julia Metag, Michael Meyen, Thomas Meyer, Christof Moser, Jan Motal, Cornelia Mothes, Peter Müller, Christoph Neuberger, Daniel Nölleke, Lars Nord, Christian Nuernbergk, Kurt Pelda, Barbara Pfetsch, Dorota Piontek, Bernhard Pörksen, Gemma Pörzgen, Katrin Pötzsch, Julia Polkowski, Colin Porlezza, Heribert Prantl, Irene Preisinger, Marlis Prinzing, Hans Rauscher, Christian Schicha, Jörg Schönenborn, Philomen Schönhagen, Catalina Schröder, Oliver Schröm, Ralf Schuler, Tanjev Schultz, Wolfgang Schweiger, Sonja Schwetje, Josef Seethaler, Saskia Sell, Danusa Serafínová, Barnaby Skinner, Marietta Slomka, Tanja Kerševan Smokvina, Karolin Soontjens, Sergio Spendore, Jürgen Stoldt, Martina Thiele, Josef Trappel, Joachim Trebbe, Linards Urdris, Annelien von Remoortere, Gerhardt Vowe, Roger de Weck, Klaus Welzel, Siegfried Weischenberg, Eva Weissenberger, Hartmut Wessler, Susanne Wille und Andreas Zumach.

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STIMMEN ZUM BUCH

„The handbook can serve academics and researchers, students of political science, media and communication studies, journalism, and sociolog y well. However, also media professionals, especially journalists, and others who are keen on the issue of political journalism can find much inspirational information. Notions, concepts and issues elaborated in individual chapters and sub-chapters may function as the basis not only for the theoretical, but also empirical follow-up research.

I particularly appreciate the extent of the book, the authors of which were trying to elaborate in detail all aspects of the subject matter. The findings published in this handbook may also serve as the foundation for an institutional debate on the current position of and challenges for political journalism, which is still so crucial for our democracy. The topicality of the book is not reflected only in the discussed topics, but also in the language itself; it is written in German and in many instances the contributors use modern and for many still controversial gender-inclusive language.“ (Mgr. Magdaléna Ungerová, PhD. in Communication Today, https://communicationtoday.sk/wp-content/uploads/13_REVIEWS_TODAY_CT-1-2022.pdf, letzter Zugriff 13. Mai 2022)

„Es ist eine Fundgrube für Leute, die am Journalismus, insbesondere an der politischen Berichterstat­tung und den mit ihr verbun­denen Gesetzmässigkeiten in­teressiert sind.“ (Zuger Presse 22/2021)

„Mit 124 Autorinnen und Autoren und fast 900 Seiten bietet das Buch nun eine bemerkenswerte Anzahl an aktuellen Beiträgen zu Theorien, Geschichte, Aufgabenfeldern und Merkmalen des Politischen Journalismus. Der Sammelband richtet sich dabei nicht ausschließlich an Studierende und Wissenschaftler:innen, sondern explizit auch an Publizierende, Journalisti:innen, Medien- und PR-Schaffende sowie Politiker:innen.“ (Sascha Thürmann in r:k:m, https://www.rkm-journal.de/archives/23107, letzter Zugriff 13. Mai 2022)

„Der Band bietet eine breite Bestandsaufnahme über journalistische Themen und Erscheinungsformen einschließlich Veränderungen, Probleme und Schwierigkeiten des politischen Journalismus. Er fasst das aktuelle Wissen über den politischen Journalismus umfangreich zusammen. […] Insgesamt ein Gewinn für die journalistische Literatur und den journalistischen Diskurs.“ (Deutscher Fachjournalisten Verband, https://www.dfjv.de/Literatur/handbuch-politischer-journalismus, letzter Zugriff 13. Mai 2022)

AUTOREN / HERAUSGEBER

Marlis Prinzing

Marlis Prinzing, Dr., ist seit 2009 Professorin für Journalistik an der Hochschule Macromedia und Studiendekanin am Campus Köln sowie Head einer der lokalen Fakultäten; bundesweit leitet sie hochschulintern das Study Program Journalism. Sie hat Lehraufträge für Medienethik an den Universitäten Fribourg und Zürich, ist Hauptinitiantin der Charta Öffentliche Kommunikationswissenschaft https://oeffentliche-kowi.org/. Ihre aktuellen Forschungsschwerpunkte sind: Medien- und Digitalethik, digitale Gesellschaft, Medieninnovation, Journalistik, Wissenschaftskommunikation und Wissenstransfer. Sie studierte Politologie, Geschichte und Mathematik an den Universitäten Regensburg und Tübingen und promovierte an ...


Roger Blum

Roger Blum ist emeritierter Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern. Er studierte Geschichte und Staatsrecht, war Abgeordneter im Parlament des Schweizer Kantons Baselland und arbeitete danach als Journalist bei Schweizer Tageszeitungen, unter anderem auch als Mitglied der Chefredaktion des Tages-Anzeigers in Zürich. Als Forscher unternahm er Recherchereisen in die USA, nach Großbritannien, Frankreich und Russland sowie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Interessensgebiete sind Mediensysteme, Medienpolitik, politische Kommunikation, Journalistik, Medienethik und Mediengeschichte. Zehn Jahre lang war er ...


Handbuch Politischer Journalismus
  • 2021
  • 912 S., Hardcover (Klebung),
  • 240 x 170 mm, dt.
  • ISBN 978-3-86962-240-8

  • 72,00 EUR
  • lieferbar
  • Lieferzeit: 3-4 Tage

EBOOK (PDF)

ISBN 9783869622392
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