André Haller / Hendrik Michael / Martin Kraus (Hrsg.)

Scandalogy: An Interdisciplinary Field

Die Enthüllung der Panama Papers im April 2016 machte erneut deutlich, welche globale Wirkmacht Skandale entfalten können. Skandale bringen Politiker zu Fall, stürzen Wirtschaftslenker und beenden Sportkarrieren. Sie kommen in jedem gesellschaftlichen Feld vor, führen zu enormer medialer Berichterstattung und zu einer lebhaften öffentlichen Diskussion über Werte und Normen – sie sind ein soziales Phänomen.

Als solches stellen Skandale sehr häufig auch einen Forschungsgegenstand unterschiedlicher Wissenschaften dar: Politikwissenschaftler analysieren zum Beispiel die Funktionsfähigkeit von politischen Regeln und Institutionen, die Kommunikationswissenschaft untersucht mögliche Wirkungen von Skandalberichterstattung und den Verlauf von Affären in unterschiedlichen Medien, in der Literaturwissenschaft werden Skandalautoren und ihr öffentliches Verhalten thematisiert, die Soziologie blickt auf den Geltungsbereich gesellschaftlicher Werte und Normen, die sich durch Skandaldiskurse verändern können.

Der Band Scandalogy vereint Beiträge internationaler Forscherinnen und Forscher zum Themenfeld ›Skandal‹. Er präsentiert sowohl empirische Studien als auch theoretische Erkenntnisse, die 2016 bei der 1st International Conference in Scandalogy an der Universität Bamberg präsentiert wurden. Die Bandbreite reicht von kommunikationswissenschaftlichen Studien bis hin zu literaturwissenschaftlichen Analysen. Die Vielzahl der Fächer, die sich mit dem sozialen Phänomen des Skandals beschäftigen, zeigt, dass ›Skandalogie‹ ein eigenständiger Forschungsbereich ist.

AUTOREN / HERAUSGEBER

André Haller

André Haller, geboren 1984, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Bamberg. Nach seinen Studienabschlüssen an den Universitäten Passau (B.A. Medien und Kommunikation) und Bamberg (M.A. Kommunikationswissenschaft) wurde er im Jahr 2013 promoviert (Thema der Dissertation: „Dissens als kommunikatives Instrument: Theorie der intendierten Selbstskandalisierung in der politischen Kommunikation“). Seine Forschungsschwerpunkte sind strategische und politische Kommunikation, Skandale und Medien und Journalismus und Medienwandel. ...


Hendrik Michael

Hendrik Michael ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Journalismusgeschichte und journalistische Gattungsforschung. Gegenwärtig arbeitet er an einer Untersuchung zur Anwendung narrativer Strategien in der Armutsberichterstattung in der deutschen und amerikanischen Massenpresse zwischen 1880 und 1910. ...


Martin Kraus

Martin Kraus, geb. 1984, arbeitet in Bamberg an der Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft. Zuvor studierte er dort Germanistik, Geschichte und Sozialkunde auf Lehramt an Gymnasien sowie einen literaturwissenschaftlichen Master an der University of Waterloo (Ontario, Kanada). Seine Dissertation beschäftigt sich mit skandalöser Literatur in der Weimarer Republik. ...


Scandalogy: An Interdisciplinary Field
  • 2017
  • Broschur, 213 x 142 mm, engl.
  • ISBN 978-3-86962-248-4
  • erscheint demnächst

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