Thomas Schadt

Das Gefühl des Augenblicks

Zur Dramaturgie des Dokumentarfilms

Praxis Film, Band 60

»Nichts ist spannender als die Realität«: Ganz nach diesem Motto teilt der mehrfach prämierte Dokumentarist Thomas Schadt seine Leidenschaft für den Beruf des Dokumentarfilmers mit uns. »Dokus« boomen wie nie zuvor, ob im Fernsehen, im Internet oder auch im Kino. Doch was ist bei all der Vielfalt dokumentarischer Formate und Methoden mit dem klassischen Dokumentarfilm als Autorenfilm, der mehr von der persönlichen Handschrift eines Autors lebt als von einem vorgegebenen Format?

Nach einer kurzen aufschlussreichen Reise durch die Theorie des Dokumentarfilms, weiht Thomas Schadt uns auf äußerst lebendig-unterhaltsame Weise in die Praxis und Realität seines Berufs ein: von der Idee, Recherche, dem Exposé, der Finanzierung, des Teams, der Dreharbeiten, dem Schnitt … bis hin zur Filmpremiere.

»Alles ist Dramaturgie, Dramaturgie ist alles« – und dann ist da aber auch der unumstößliche Glauben an die eigene Filmidee, die hohe Kunst des Wartens, die Fähigkeit, mit unvorhergesehenen Ereignissen zu improvisieren, die immense Verantwortung gegenüber den Protagonisten und vieles mehr. Wie eigen und unberechenbar dokumentarische Arbeitsprozesse sein können, erzählt Thomas Schadt in zahlreichen spannenden Beispielen 35 Jahren Arbeit als Filmemacher. Mit großer Offenheit und Ehrlichkeit berichtet er von der Entstehung seiner Filme über den Amokläufer Robert Steinhäuser, über Helmut Kohl und über Christian Wulff und lässt uns unmittelbar an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben.

STIMMEN ZUM BUCH

»Das empfehlenswerte Buch von dem bekannten Dokumentarfilmer Thomas Schadt richtet sich an angehende Dokumentarfilmer. Mittlerweile ist er Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg und vermittelt seine Erfahrungen an die angehenden Filmemacher. Er berichtet aus der Praxis und aus seinen realisierten Dokumentarfilmen, wie Wall Street – Ein Film über Geld, Berlin: Sinfonie einer Großstadt und Eiserne Engel – Luftrettung in Deutschland, um nur eine kleine Auswahl seiner umfangreichen Filmografie zu nennen, auf die er in seinem Praxishandbuch Bezug nimmt. […] Das schöne und interessante für jeden angehenden Dokumentarfilmer sind die authentischen Einblicke und Fragestellungen, mit denen jeder Dokumentarfilmer im Laufe seines Schaffens konfrontiert wird. Am Beispiel seiner eigenen Filme zeigt er auf, wie er zu einer für das Filmthema geeigneten Dramaturgie, Bildsprache oder zu den geeigneten Protagonisten kommt.
Es ist kein Lehrbuch im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr ein Einblick in das Schaffen und die Konfrontation mit vielen Fragestellungen, die einen als Dokumentarfilmer immer wieder aufs Neue begegnen.«
(Gesellschaftsinstitut, 04.05.2017)

»Es liegt so ein kompetentes wie kompaktes Grundwissen vor, dass (sic!) jede gute Kameraführung braucht und das hier mit Professionalität und Begeisterung in sehr ansprechender und motivierender Form aufbereitet wird. Das ergibt in Summe eine gute Lehrbuch-,Dramaturgie’ für Filmschaffende wie Interessierte – Film ab!«
(Walter Pobaschnig, literaturoutdoors.wordpress.com, 17.05.2017)

AUTOREN / HERAUSGEBER

Thomas Schadt

Thomas Schadt ist Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg (Regiefach Dokumentarfilm) und seit 2005 auch der Direktor der Akademie. Er arbeitet seit 1983 als freier Dokumentarfilmer Produzent, Kameramann und Autor. Mit über 50 Filmen gehört er zu den bedeutendsten Regisseuren und Dokumentaristen Deutschlands. ...


Das Gefühl des Augenblicks
  • 2017
  • 360 S., dt.
  • 4., überarbeitete Auflage
  • flexibler Einband, 240 x 170 mm
  • ISBN 978-3-7445-0970-1

  • 34,99 EUR
  • lieferbar

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