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Wer wird Journalist:in und welche sozialen Voraussetzungen prägen diesen Weg?

15. September @ 19:00 - 21:00

Wird der Zugang zum Journalismus durch finanzielle und soziale Herkunft beeinflusst und, falls ja, was kann man daran ändern? Diese und weitere Fragen erörtern Prof. Tanja Köhler und Dr. Julia Lönnendonker in ihrer kürzlich im Herbert von Halem Verlag erschienenen Studie Klassismus im Journalismus.

Die Studie zeigt, dass der Zugang zum Journalismus sozial selektiv ist. So sind Personen aus akademischen Elternhäusern überrepräsentiert und essenzielle Startressourcen wie Praktika, freie Mitarbeit, Netzwerke und finanzielle Unterstützung ungleich verteilt.

Zugleich beeinflusst die soziale Herkunft das berufliche Rollenverständnis: Während Personen aus akademischen Elternhäusern stärker die kritisch-überwachende Funktion als ›Vierte Gewalt‹ betonen, legen Befragte aus nicht-akademischen Herkunftsgruppen größeren Wert auf die gesellschaftlich integrative und repräsentative Funktion des Journalismus.

Thema des Abends wird sein, wie die Autorinnen zu ihren Ergebnissen gelangt sind und welche Lösungsansätze zur Verbesserung der Situation bestehen. Darüber hinaus werden Tanja Köhler und Julia Lönnendonker die Debatte über soziale Ungleichheit, Chancengerechtigkeit und Perspektivenvielfalt im Journalismus anregen.

Bitte melden Sie sich hier an: [email protected]

Tanja KöhlerTanja Köhler, Prof. Dr., geb. 1971, ist Professorin für Digitalen Journalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und Co-Direktorin des Instituts für Medienentwicklung und -analyse (IMEA). Sie leitet aktuell Forschungsprojekte zu sozialen Ungleichheitsstrukturen im Journalismus. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im digitalen Journalismus und seinen Transformationsprozessen sowie in der Erforschung von Diversität, sozialer Herkunft und Klassismus im journalistischen Feld. Zuvor arbeitete sie über 20 Jahre für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten, zuletzt beim Deutschlandfunk, wo sie stellvertretende Nachrichtenchefin war.Sie studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte zu digitalen Strategien der Krisenkommunikation.

Julia Lönnendonker, Dr., geb. 1977, ist Förderberaterin im Referat Forschungsförderung  der TU Dortmund. Zuvor hat sie an der Deutschen Welle Akademie, der Vrije Universiteit Brussel (VUB) und am Institut für Journalistik der TU Dortmund Kommunikationswissenschaften mit Fokus auf Journalistik gelehrt und geforscht. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der international vergleichenden Journalistik, der EU- und Auslandsberichterstattung wie europäischer Öffentlichkeit und Identität. Sie promovierte an der TU Dortmund zu europäischer Öffentlichkeit und Identität und studierte Journalismus am Emerson College sowie Geografie an den Universitäten in Bonn und Aachen.

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