Posts tagged 'Wissenschaftssoziologie'

25. November 2015

Der Wille zur Gesellschaft

Bürgerschaftliches Engagement und die Transformation des Sozialen

Der Wille zur Gesellschaft

Die Rückkehr des Bürgers ist vielfach beschworen worden – in der politischen Theorie wie in der politischen Praxis gleichermaßen. In den Massenmedien hatte er seinen großen Auftritt als Mut- und Wutbürger; im Kontext Bürgerschaftlichen Engagements hingegen kommt er unscheinbarer in der Gestalt eines aktiven, (selbst-)verantwortlichen und leistungsbereiten Individuums daher, das zugleich gemeinwohlorientiert motiviert und an sich interessiert ist. Vor diesem Hintergrund untersucht Barbara Sutter, wie unter dem Signum Bürgerschaftlichen Engagements das Soziale Gegenstand von Politisierung, Ökonomisierung und Moralisierung wird und sich damit tiefgreifend ändert: Nicht mehr bloße Mitgliedschaft...

17. Februar 2015

Werner Reichmann

Dr.

Werner Reichmann

Werner Reichmann, Jg. 1976, Dr.; Studium der Soziologie, Philosophie und Geschichte in Graz. 2006 Promotion mit einer wissenschaftssoziologischen Arbeit über die Institutionalisierung der Konjunkturforschung. Seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Konstanz und im SPP 1505 »Mediatisierte Welten». Vormals beschäftigt an den Soziologie-Instituten in Graz (2004 - 2005), Innsbruck (2005 - 2007), Konstanz (2007 - 2010) sowie PostDoc am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln (2011). Forschungsschwerpunkt: Wissenschaftssoziologie der Wirtschaftswissenschaften. Aktuelle Veröffentlichung: Reichmann, Werner. 2013. »Epistemic...

14. Mai 2014

Die Bildung der Geisteswissenschaften

Zur Genese einer sozialen Konstruktion zwischen Diskurs und Feld

Die Bildung der Geisteswissenschaften

Julian Hamann widmet sich der Entstehung und Entwicklung der Geisteswissenschaften: Wer oder was sind die Geisteswissenschaften? Woraus leitet sich ihre Geschichte ab, wie ist es um ihre Zukunft bestellt? In der Beantwortung dieser und anderer Fragen findet die diskursive Bildung der Geisteswissenschaften statt. Über permanente, mitunter konfliktreich aufeinander bezogene Selbstverständigungen nehmen Geisteswissenschaftler Konstruktionen dessen vor, was die Geisteswissenschaften sind und was sie nicht sind, woraus sich ihre Identität historisch ableitet und worauf sie in Zukunft fußen soll, was sie leisten und was sie nicht leisten können oder welcher Gestalt ihr Verhältnis zur Gesellschaft...

28. März 2014

Tristan Thielmann, Erhard Schüttpelz (Hrsg.): Akteur-Medien-Theorie

Tristan Thielmann, Erhard Schüttpelz (Hrsg.): Akteur-Medien-Theorie

Rezensiert von Johanne Mohs Der von Erhard Schüttpelz und Tristan Thielmann herausgegebene Sammelband Akteur-Medien-Theorie widmet sich den medientheoretischen Implikationen der maßgeblich von Bruno Latour entwickelten Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT). Ausgehend von der Annahme, dass “[e]in gewisser Teil der ANT [...] immer schon Medientheorie gewesen” (18) ist, stellt der umfangreiche Band klassische Texte der ANT von Bruno Latour und Antoine Hennion sowie aktuelle sozialwissenschaftliche und wissenschaftstheoretische Untersuchungen nebeneinander, die den impliziten Medienbegriff der ANT veranschaulichen sollen. Die Herausgeber nehmen sich mit ihrem Vorhaben einer medientheoretischen...

23. Mai 2012

Harold Garfinkel

Harold Garfinkel

Harold Garfinkel (1917–2011) zählt zu den bedeutendsten Soziologen des 20. Jahrhunderts. Sein Name ist Synonym für die Ethnomethodologie, die seit den 1960er-Jahren zu wichtigen analytischen und methodologischen Entwicklungen in der Soziologie geführt hat. Aus ihr sind die Konversationsanalyse und die Workplace Studies hervorgegangen. Dirk vom Lehns Einführung gibt einen systematischen Überblick über die Entwicklung von Garfinkels Schaffen. Beginnend mit Garfinkels Analysen interethnischer Beziehungen widmet sie sich dem Einfluss von Alfred Schütz und Talcott Parsons auf die Ethnomethodologie und beleuchtet schließlich die Wirkung von Garfinkels Analysen auf die Soziologie. Untersucht...