Posts tagged 'Wissenschaftsgeschichte'

20. September 2020

»Regierungszeit des Mittelbaus«?

Annäherungen an die Berliner Publizistikwissenschaft nach der Studentenbewegung

»Regierungszeit des Mittelbaus«?

Was ist aus dem Potenzial gesellschaftskritischer Perspektiven, das mit der Studentenbewegung in der Westberliner Publizistikwissenschaft entstanden war, nach ‚1968‘ geworden? Wie haben sich Lehre, Forschung und akademische Selbstverwaltung verändert? Welchen Anteil hatten Politik, Universität und Mediensystem, aber auch individuelle Protagonisten und organisierte Gruppen zu Beginn und Ende einer etwa zwanzigjährigen Phase, die die Berliner Fachentwicklung von anderen Standorten unterscheidet? Der Band nimmt diese Fragen in biografischen Interviews und fachgeschichtlichen Aufsätzen in den Blick und wählt damit einen Zugang, der eine differenzierte Annäherung an eine umkämpfte...

15. April 2019

Kritik der Kreativität

Kritik der Kreativität

Wir leben in einer Epoche, die allem, was ›Kreativität‹ behaupten oder auch nur suggerieren kann, blind huldigt, ja diese nahezu vergöttert. Solche hemmungslose Verehrung verstellt den Blick auf Wesentliches. Man gewinnt den Eindruck, Kreativität sei eine unerschöpfliche Ressource für alle und jeden, jederzeit und bedingungslos abrufbar. Ist sie das? Nein, sie ist es nicht. Kreativität ist ein seltenes Vermögen innovativer und komplexer Transformation. Der rein individuelle Gesichtspunkt reicht nicht. Schöpferische Prozesse sind immer auch solche der Verausgabung und Verschwendung, Erschöpfung und gar Zerstörung. Die Kritik der Kreativität versucht, den Paradoxien und Widersprüchen...

8. Februar 2018

Heterodoxie

Konzepte, Traditionen, Figuren der Abweichung

Heterodoxie

Richtiges versus falsches Wissen, erwünschte und unerwünschte Praxisformen, wahrer und falscher Glaube, wissenschaftlicher Mainstream oder Pseudowissenschaften, Faktenwissen versus alternative Wirklichkeitsbestimmung – eben: Orthodoxie und Heterodoxie. Seit Pierre Bourdieu diese Differenz in die Kultur- und Sozialwissenschaften eingebracht hat, spukt die Vorstellung von heterodoxen Wissensbeständen, Ideen und Deutungen nicht nur durch die Soziologie. Auch in der Literatur-, Kunst- und Wirtschaftswissenschaft ist das Konzept auf fruchtbaren Boden gefallen. Und in Theologie und Religionswissenschaft war der Begriff – in einem sehr prägenden Verständnis – schon lange vorher heimisch....

7. September 2016

Erik Koenen

Erik Koenen

Erik Koenen, Dr., Studium der Soziologie, Kommunikations- und Medienwissenschaft und Germanistik (Universität Leipzig), 2005-2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, 2008-2012 an der Universitätsbibliothek Leipzig Mitarbeiter im DFG-geförderten Wissenschaftliche Infrastruktur-Projekt „Virtuelle Fachbibliothek medien buehne film“, seit 2012 an der Universität Bremen Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für historische Publizistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft (IPKM, Fachgebiet Medienwandel) sowie Mitglied des Zentrums für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI). Dissertation...

24. September 2012

Linda Erker

Linda Erker

Linda Erker, Mag.a, Studium der Geschichte in Wien und Berlin, derzeit Assistentin in Ausbildung am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, stv. Obfrau des Vereins GEDENKDIENST, Konzept und Mitorganisation der Tagung »Gedächtnis-Verlust?«, Dissertationsprojekt im Bereich der Zeitgeschichte: »Gesäuberte« Hochschulen. Die Universitäten Wien und Madrid im Faschismus, Forschungsschwerpunkte: Vergleichende Faschismusforschung, Wissenschaftsgeschichte, Historisch-Politische Bildung, Geschichte Spaniens im 20. Jahrhundert.