Posts tagged 'Semiotik'

24. September 2019

Theatrum cerebri

Studien zur visuellen Kultur der populären Hirnforschung

Theatrum cerebri

Die neurowissenschaftliche Forschung verfügt über Methoden und Techniken, um das Gehirn in Struktur und Funktion bildhaft darzustellen. Man bezeichnet diese Technologien als ›Hirnbildgebung‹ oder auch ›Neuroimaging‹. Die daraus resultierenden Darstellungen geben nicht nur Wissenschaftlern Aufschluss, sie steigern auch die öffentliche Wahrnehmung und Popularität dieses Feldes. Vor diesem Hintergrund betrachtet die vorliegende Studie am Beispiel der sogenannten ›Neurodidaktik‹ und ›Neuropädagogik‹ (des ›gehirngerechten‹ Lehrens und Lernens) die Inszenierung der Neurowissenschaften und die Suggestivkraft, die visuelle Darstellungen im zeitgenössischen Wissenschaftsjournalismus...

16. Januar 2017

Gelingen und Scheitern zwischenmenschlicher Kommunikation

Semiotische Analyse von Kommunikationsmodellen am Beispiel des Werks von Samuel Beckett

Gelingen und Scheitern zwischenmenschlicher Kommunikation

Zwischenmenschliche Kommunikation ist für das gesellschaftliche Miteinander unverzichtbar und ein allgegenwärtiges Thema wissenschaftlicher und nicht-wissenschaftlicher Überlegungen. Viele der in diversen Ratgebern und Studien vertretenen Theorien beginnen ihre Ausführungen mit der Übertragung des informationstheoretischen Sender-Empfänger-Modells auf den Prozess der zwischenmenschlichen Verständigung. Dieses sehr populäre Modell weist aber nach Ansicht von Henrik Dindas gravierende Mängel auf. Der Autor stellt daher dessen (unbedachte) Übertragung in der vorliegenden Studie umfassend in Frage. Er stützt sich dabei auf semiotische Ansätze von Charles Sanders Peirce sowie der Würzburger...

18. April 2016

Semiotik: »Ich will verstehen«

Pressemitteilung vom 15. April 2016

Semiotik: »Ich will verstehen«

Verstehen und Verständigung sind mit Bezug auf die zunehmende soziokulturelle Diversität fraglos unterstellte und beständig geleistete Fähigkeiten, ohne die der ohnehin immer fragile gesellschaftliche Zusammenhalt zerbrechen würde. Verstehen kann hierbei als eine notwendige Voraussetzung gesehen werden, um sich verständigen zu können. Die Handlung oder Äußerung eines anderen Menschen zu verstehen bedeutet, dass wir uns die jeweiligen Beweggründe klarmachen, die zu dieser Handlung oder Äußerung geführt haben. Aber das Verstehen kommunikativer Handlungen gelingt oft nur graduell. So können wir eine Äußerung in ihrem sachlichen Gehalt verstehen, ohne korrekt verstanden zu haben,...

28. März 2016

Verstehen und Verständigung

Intermediale, multimodale und interkulturelle Aspekte von Kommunikation und Ästhetik

Verstehen und Verständigung

Der Band Verstehen und Verständigung geht den Phänomenen des Verstehens und der Verständigung in ihren Möglichkeiten, Grenzen und gegenseitigen Bedingungsverhältnissen nach und nimmt hierbei die unterschiedlichen Medien der Verständigung in den Blick. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass der verstärkte Einsatz multimedialer und multimodaler Formen der Kommunikation in einer zunehmend global ausgerichteten, damit aber zugleich heterogener werdenden Kultur veränderte Bedingungen der Verständigung geschaffen hat, die ein erneutes Nachdenken über ihre hermeneutischen Voraussetzungen sinnvoll erscheinen lassen. Das Thema des Bandes ist daher ein zutiefst transkulturelles Thema, denn die Frage...

8. Oktober 2014

Bild und Methode

Theoretische Hintergründe und methodische Verfahren der Bildwissenschaft

Bild und Methode

In den letzten beiden Jahrzehnten hat die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Phänomen Bild an Umfang und Intensität weiter zugenommen. Dies betrifft neben der Kunstgeschichte auch Disziplinen wie Psychologie, Soziologie, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft, Linguistik sowie die Medien- und Kommunikationswissenschaft. Je nach Fachrichtung werden dabei unterschiedliche methodische Zugänge gewählt, die mit entsprechend differierenden Hintergrundtheorien verbunden sind. Das vorliegende Buch fragt nach dem Verhältnis von Methoden und Hintergrundtheorien: Sind bestimmte Methoden für bestimmte Forschungsperspektiven geeignet, oder müssen mehrere Methoden zur Anwendung kommen, um...

6. Juni 2014

Johanne Mohs: Aufnahmen und Zuschreibungen

Johanne Mohs: Aufnahmen und Zuschreibungen

Rezensiert von Jan Gerstner Johanne Mohs’ Arbeit Aufnahmen und Zuschreibungen widmet sich den Wechselwirkungen von literarischem Schreiben und Fotografie unter einem interessanten Gesichtspunkt. Es geht ihr weniger um die so oft gesuchten Spuren fotografischer Bildlichkeit im literarischen Text, sondern, wie der Untertitel des Buchs andeutet, um den “fotografischen Akt”. Das Fotografieren, weniger das Fotografierte steht hier im Vordergrund. Fotografietheoretisch orientiert sich Mohs an den einschlägigen Arbeiten von Roland Barthes, Philippe Dubois und Jean-Marie Schaeffer sowie der fotografischen Praxis von Denis Roche, da sich hier ein Fotografieverständnis artikuliert, das...

17. September 2013

Lars Christian Grabbe

Dr. phil.

Lars Christian Grabbe

Lars Christian Grabbe, Dr. phil., Studium der Philosophie, Soziologie und Neue Deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Von 2005 bis 2011 Medienwissenschaftler am Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel. Seit 2010 Lehrbeauftragter für Theorie und Geschichte symbolischer Formen an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. 2011 Promotion an der Technischen Universität Chemnitz. Oktober 2011 bis März 2012 Freisemestervertretung von Prof. Dr. Norbert M. Schmitz am Fachbereich Ästhetik der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Arbeitet als Verlagsredakteur und Wissenschaftspublizist in Kiel. Entwickelt sein Habilitationsprojekt...

5. August 2013

Nina Maria Niederl: Körper, Kleider, Kommunikation

Nina Maria Niederl: Körper, Kleider, Kommunikation

Rezensiert von Anna-Katharina Höpflinger Romane haben, wie Anne Buck hervorhebt, den Vorteil, dass Kleider darin “in action within the novelist’s world” präsentiert werden (vgl. Buck 1983: 89). In einem solchen literarischen Werk ist Kleidung in einen zeitgeschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext eingebettet, der es ermöglicht, das semantische Potenzial von Kleidung in einem (fiktiven) sozialen Rahmen zu analysieren. In diese Richtung argumentiert auch Nina Maria Niederl in ihrem Buch Körper, Kleider, Kommunikation. Ausgehend von einem literaturwissenschaftlichen Ansatz nähert sie sich der semantischen Bedeutung von Kleidung in vier ausgewählten Werken des marokkanischen Autors...

8. Juli 2013

Marcel Finke, Mark A. Halawa (Hrsg.): Materialität und Bildlichkeit

Marcel Finke, Mark A. Halawa (Hrsg.): Materialität und Bildlichkeit

Rezensiert von Martin Siefkes Materialität ist eine Eigenschaft, die Bilder immer besitzen: Selbst eine Diaprojektion oder Lasershow am Himmel hat materielle Grundlagen. Die Frage ist jedoch, wie mit dieser Materialität umgegangen wird, welche Rolle sie bei Produktion und Rezeption von Bildern spielt, und wie sie kulturell bewertet wird. Bei Alberto Burris Grande Nero Cretto, das auf dem Cover des von Marcel Finke und Mark A. Halawa herausgegebenen Bands Materialität und Bildlichkeit zu sehen ist, fällt selbst noch in der Abbildung das Material, aus dem es besteht, besonders auf: Die markante Räumlichkeit der von Sprüngen durchzogenen Bildfläche, zusammen mit der Abwesenheit von Sujet,...

3. Juni 2013

Karl Bühler: Sprachtheorie

Karl Bühler: Sprachtheorie

Wiedergelesen von Achim Eschbach Karl Bühler (1879-1963) stammte aus Meckesheim bei Heidelberg. Nach dem Abitur studierte er in Freiburg Medizin und im Anschluss daran Philosophie in Straßburg. Als Assistent von Oswald Külpe arbeitete er im Kreise seiner Würzburger Kollegen an seiner Habilitationsschrift, die unter dem Titel Tatsachen und Probleme zu einer Psychologie der Denkvorgänge (Bühler 1907/08) publiziert worden ist. Bühler folgte Külpe an die Universitäten Bonn und München, wo sie experimentalpsychologische Laboratorien aufbauten. 1918 erhielt Karl Bühler an der TU Dresden seinen ersten eigenen Lehrstuhl und 1922 folgte er dem Ruf an die Universität Wien, wo er im Laufe...