Posts tagged 'Religionssoziologie'

2. Oktober 2019

Max Weber

Max Weber

Das Werk von Max Weber (1864-1920) wird bislang keineswegs selbstverständlich und an prominenter Stelle der Tradition wissenssoziologischer Forschung zugeordnet. Gleichwohl ist eine implizite Wissenssoziologie in seinen religionssoziologischen Analysen, in zentralen methodologischen Beiträgen Webers (u.a. zur Werturteilsfreiheit und zur Konstruktion von Idealtypen) wie auch im methodischen Zuschnitt seiner historisch-komparativen Untersuchungen zu identifizieren. In diesen religions-, herrschafts- und rechtssoziologischen Studien analysiert Weber den von ihm auf die Formel der „Entzauberung“ gebrachten „okzidentalen Rationalisierungsprozess“, der sich als Prozess der Differenzierung...

5. September 2018

Alois Hahn

Prof. Dr. phil.

Alois Hahn

Alois Hahn, Prof. Dr. phil., ist ein deutscher Soziologe und Emeritus der Universität Trier. Er studierte u.a. in Frankfurt/M. bei Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas und Thomas Luckmann, wo er 1967 bei Friedrich Tenbruck promovierte. Nach der Habilitation in Tübingen hatte er 1974 – 2009 an der Universität Trier den Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie inne. Zahlreiche Gastprofessuren, u.a. in Paris und in den USA. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Religionssoziologie, Soziologie des Körpers, der Beichte und der Biografie, Soziologie des Alltags und der Lebensführung.

30. September 2017

Ina Schmied-Knittel

Dr.

Ina Schmied-Knittel

Ina Schmied-Knittel, Dr., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Empirische Kultur- und Sozialforschung am Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. (Freiburg). Sie studierte Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Konstanz und promovierte später in Freiburg zu einem diskursanalytischen Thema. Ihre allgemeinen Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Wissens- und Religionssoziologie; konkret beschäftigt sie sich mit gesellschaftlichen Diskursen und kulturellen Deutungsmustern von okkulten Phänomenen und außergewöhnlichen Erfahrungen wie etwa Nahtoderlebnisse.

25. März 2017

Gernot Saalmann

Dr.

Gernot Saalmann hat 2001 in Soziologie promoviert und ist Hochschuldozent an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Dualen Hochschule BW, Schwenningen. Seine Arbeitsgebiete sind: Soziologische Theorie (bes. Praxistheorie), Wissens- und Religionssoziologie, Kultursoziologie (Musik und Film), Globalisierung (mit Schwerpunkt Indien).

7. Dezember 2011

Émile Durkheim

Émile Durkheim

Émile Durkheim (1858–1917) gilt neben Max Weber als einer der beiden Gründerväter der modernen Soziologie. Er hat durch seine materialen Arbeiten nicht nur so zentrale soziologische Teildisziplinen wie die Religions-, Wissens-, Familien- und Rechtssoziologie begründet, sondern insbesondere durch sein theoretisches Werk der Soziologie als eigenständiger Wissenschaft den Weg geebnet. Hierzu trug er nicht zuletzt auch durch die Begründung einer soziologischen Zeitschrift und Formierung einer eigenen Denkschule bei. Trotz seines internationalen Renommees blieb sein Werk in der deutschen Theoriediskussion vernachlässigt. Der erste Einführungsband über das Werk Durkheims in deutscher Sprache...

20. Juli 2011

Kunst und Kultur

Zur Ökonomie symbolischer Güter. Schriften zur Kultursoziologie 4

Kunst und Kultur

Pierre Bourdieus »Kultursoziologie« gehört zu den einflussreichsten Hinterlassenschaften seines thematisch ungemein breit gefächerten Werks. Mit seinem epochalen Buch über Die feinen Unterschiede der kulturellen Praxis sozialer Klassen wurde Bourdieu international bekannt. Die zehn Jahre später veröffentlichte Studie zu den Regeln der Kunst handelt von den historischen und sozialen Grundlagen der »hohen« Kultur. Verbindende Fundamente für diese beiden Meilensteine der soziologischen Literatur wurden aber schon in den 1970er-Jahren mit einigen wenigen Arbeiten zur »Ökonomie symbolischer Güter« gelegt. Bourdieu entfaltet dort, in Ausweitung der Perspektive seiner zeitgleich erschienenen...

6. Oktober 2010

Peter L. Berger

Peter L. Berger

Michaela Pfadenhauer führt in das komplexe und vielschichtige Gesamtwerk von Peter L. Berger (* 17. März 1929 in Wien) ein, der als weltweit prominentester Vertreter der sogenannten »neueren Wissenssoziologie« gilt. 30 Jahre lang leitete Berger das von ihm gegründete »Institute for Culture, Religion and World Affairs« (CURA) an der Boston University. Bereits in jungen Jahren ist Berger über die Grenzen seiner Wahlheimat USA hinaus mit jenen Büchern bekannt geworden, in denen er sich explizit mit Wissenssoziologie befasste. Ihr gemeinsamer Lehrer Alfred Schütz war es, der Peter L. Berger und Thomas Luckmann mit seinem Hinweis, die Wissenssoziologie müsse neu geschrieben werden, den...

1. Juni 2009

Religion

Schriften zur Kultursoziologie 5

Religion

Unter dem Titel »Das religiöse Feld« wurden der deutschsprachigen Öffentlichkeit in der Reihe Edition Discours vor einigen Jahren zwei bedeutende Untersuchungen Pierre Bourdieus zur Religionssoziologie zugänglich gemacht. Hier nun werden sie im Zusammenhang sämtlicher Schriften Bourdieus zur Soziologie des Religiösen neu aufgelegt. Die Auseinandersetzung mit Max Webers Religionssoziologie und der Entwurf einer eigenen Theorie der Genese und Struktur des religiösen Feldes münden hier in eine erstmals in deutscher Sprache verfügbare, empirisch groß angelegte Studie zur »Heiligen Familie« der französischen Amtskirche und ihrer Stellung im gesellschaftlichen Raum. Sie verdeutlicht vor...

1. Februar 2007

Das Sakrale, die Sünde und der Tod

Religions-, kultur- und wissenssoziologische Untersuchungen

Das Sakrale, die Sünde und der Tod

Warum sind die meisten Menschen Rechts- und nicht Linkshänder? Wie kommt es, dass Leichen als unrein und Ekel erregend betrachtet, ihre Skelette aber gar als heilige Reliquien verehrt werden? Gibt es ein reines/rechtes und ein unreines/linkes Sakrales? Auf diese Fragen gibt der Soziologe, Folklorist und Ethnologe Robert W. Hertz (1881–1915) in den erstmals auf Deutsch veröffentlichten Beiträgen Antworten. Er analysiert die »dunklen Seiten der Menschheit«: das Verbrechen, die Sünde, das unreine Sakrale und den Tod. Hertz gilt als der wahre Vater des (Post-)Strukturalismus, als erster Thanatosoziologe und Theoretiker von Übergangsriten. Seine außergewöhnlichen Arbeiten wurden nicht nur...

1. Juni 2002

Wissen und Gesellschaft

Ausgewählte Aufsätze 1981–2002

Wissen und Gesellschaft

Das von Thomas Luckmann und Peter Berger verfasste »The Social Construction of Reality« (1966) begründete den Sozialkonstruktivismus und zählt noch immer zu den meistgelesenen soziologischen Werken. Durch eine Verknüpfung der Erkenntnisse aus der philosophischen Anthropologie Plessners und Gehlens mit der Phänomenologie von Husserl und Schütz gelang es, über Mannheim, Scheler und Marx hinausgehend, die Wissenssoziologie neu auszurichten: auf eine Analyse der Strukturen des Wissens in der Alltagswelt. Diesen Ansatz entwickelte Thomas Luckmann konsequent weiter. »Wissen und Gesellschaft« enthält elf Aufsätze, die zwischen 1980 und 2002 entstanden sind. Sie erstrecken sich von der phänomenologischen...