Posts tagged 'Medientheorie'

19. September 2017

Lukas R.A. Wilde

Lukas R.A. Wilde

Lukas R.A. Wilde, Jg. 1983, Dr.; Studium der Theater- und Medienwissenschaften, Japanologie und Philosophie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Gakugei Universität Tokyo. 2017 Promotion an der Eberhard Karls-Universität Tübingen, seither akademischer Mitarbeiter am Sonderforschungsbereich 923 „Bedrohte Ordnungen“. Redakteur des Online-Magazins der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor), Mitglied des Koordinationsteams der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaften (GfM) sowie Co-Organisator der Webcomic-Initiative Comic Solidarity. Forschungsschwerpunkte: Comic- und Manga-Theorie sowie -Narratologie, Webcomics und Digitalisierung, Intermedialitätsforschung...

27. Oktober 2016

Hans Ulrich Reck

Prof. Dr.

Hans Ulrich Reck

Hans Ulrich Reck, geb. 1953, Prof. Dr. phil. habil., Philosoph, Kunstwissenschaftler, Publizist, Kurator. M.A. 1976, Dr. phil. 1989, Habilitation/venia legendi für ›Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaften‹ 1991. Seit 1995 Professor für Kunstgeschichte im medialen Kontext an der Kunsthochschule für Medien in Köln, davor Professor und Vorsteher der Lehrkanzel für Kommunikationstheorie an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien (1992-1995), Dozenturen in Basel und Zürich (1982-1995). Seit April 2014 Rektor der Kunsthochschule für Medien Köln, seit April 2016 Sprecher der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen (RKK). Publikationen zuletzt: Pier Paolo Pasolini –...

7. Juni 2016

Clemens Apprich: Vernetzt

Clemens Apprich: Vernetzt

Rezensiert von Sebastian Gießmann Clemens Apprich widmet sich mit Vernetzt. Zur Entstehung der Netzwerkgesellschaft einem gerade erst vergangenen und doch sehr weit entfernt wirkenden Aufbruch Europas in die Netzwerkgesellschaft. Gegenstand des Buches sind die zivilgesellschaftlichen und medienaktivistischen Initiativen der 1990er Jahre, die den neuen digitalen Raum als Gestaltungs- und Spielfläche für alternative Gesellschafts- und Lebensentwürfe verstehen wollten. Besonders prägnant führt der Autor dies anhand der kollektiven Organisation des Netzzugangs und des Aufbaus von urbanen ,digitalen Städten’ vor. Zwar kommt das klassische Beispiel De Digitale Stad Amsterdam hier zu seinem...

23. Dezember 2015

Friedrich Balke, Bernhard Siegert und Joseph Vogl (Hrsg.): Mediengeschichte nach Friedrich Kittler

Friedrich Balke, Bernhard Siegert und Joseph Vogl (Hrsg.): Mediengeschichte nach Friedrich Kittler

Rezensiert von Sonja Yeh Der 13. Band des Archivs für Mediengeschichte, herausgegeben von Friedrich Balke, Bernhard Siegert und Joseph Vogl, versammelt 13 Beiträge, die das Vermächtnis Kittlers für die Medienwissenschaft diskutieren und aus verschiedenen disziplinären Blickwinkeln beleuchten. Dabei wird von den Autoren im doppelten Sinne des Wortes “nach“ (post und gemäß) der Versuch unternommen, den Stellenwert der Mediengeschichtsschreibung nach Kittler in der heutigen Medienwissenschaft aufzuzeigen. Ein Teil der Beiträge bietet Kontextualisierungen von Kittler in historische und aktuelle Diskurse: Werner Hamacher stellt in seinem Aufsatz “Reparationen“, ein bisher...

15. Juli 2015

Max Weber als Klassiker der Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Max Weber als Klassiker der Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Von Horst Pöttker Zwei Monographien Siegfried Weischenbergs als Informationsquellen und Kontrastfolien Zu seinem 150. Geburtstag am 21. April 2014 hat die Post dem deutschen Gründervater (und -mythos) der Sozialwissenschaften eine Sondermarke gewidmet. Der Autor der beiden Monographien über Max Weber, die den folgenden Überlegungen als Reservoir von Informationen und Argumenten, aber auch als Kontrastfolien dienen, klebt sie auf seine Briefe an Kollegen. Der folgende Essay plädiert ebenso wie Siegfried Weischenbergs Bände dafür, Max Weber nicht zuletzt als Klassiker der Journalistik und Kommunikationswissenschaft ernst, oder wenigstens: endlich gründlich zur Kenntnis zu nehmen. In...

22. Juni 2015

Sonja Yeh: Anything goes? Postmoderne Medientheorien im Vergleich

Sonja Yeh: Anything goes? Postmoderne Medientheorien im Vergleich

Rezensiert von Günter Helmes Die in Münster entstandene Dissertation ist dankbar aufzunehmen. Sie trägt mit ihrer Grundintention, dem perspektivenreichen, systematischen Theorievergleich unter Berücksichtigung historischer und funktionaler Kontexte, nicht nur eindrucksvoll dazu bei, ein internationales Forschungsdesiderat zu beheben – dafür steht eine Fülle von hier im einzelnen nicht zu referierenden Ergebnissen und Einsichten; sie kann darüber hinaus auch als gute Einführung in die Theoriewelten McLuhans, Baudrillards, Virilios, F. Kittlers und Flussers gelesen werden. Für den zuletzt genannten Sachverhalt sprechen nicht allein der sowohl Primär- als auch Sekundärquellen (vgl....

30. April 2014

Kurt Imhof, Roger Blum, Heinz Bonfadelli, Otfried Jarren (Hrsg.): Stratifizierte und segmentierte Öffentlichkeit

Kurt Imhof, Roger Blum, Heinz Bonfadelli, Otfried Jarren (Hrsg.): Stratifizierte und segmentierte Öffentlichkeit

Rezensiert von Stefan Joller “[D]ie funktionale Ausdifferenzierung eines eigenständigen Mediensystems” (9), eingebettet in die “Entflechtung einer globalisierten Ökonomie von der nationalen Politik und dann die der Ökonomie nachwachsende Entgrenzung der Politik vom Nationalstaat in Gestalt der transnationalen Mehrebenenpolitik” (ebd.) – das sind die programmatischen Eckpfeiler einer Gegenwartsdiagnose, die im Rahmen des Züricher Mediensymposiums 2010 den Fokus auf das komplexe Phänomen einer segmentierten und stratifizierten Öffentlichkeit lenkte und nun in Form eines Sammelbandes erschienen ist. Der Band vereint 14 Beiträge, in denen sich 26 Autorinnen und...

28. März 2014

Tristan Thielmann, Erhard Schüttpelz (Hrsg.): Akteur-Medien-Theorie

Tristan Thielmann, Erhard Schüttpelz (Hrsg.): Akteur-Medien-Theorie

Rezensiert von Johanne Mohs Der von Erhard Schüttpelz und Tristan Thielmann herausgegebene Sammelband Akteur-Medien-Theorie widmet sich den medientheoretischen Implikationen der maßgeblich von Bruno Latour entwickelten Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT). Ausgehend von der Annahme, dass “[e]in gewisser Teil der ANT [...] immer schon Medientheorie gewesen” (18) ist, stellt der umfangreiche Band klassische Texte der ANT von Bruno Latour und Antoine Hennion sowie aktuelle sozialwissenschaftliche und wissenschaftstheoretische Untersuchungen nebeneinander, die den impliziten Medienbegriff der ANT veranschaulichen sollen. Die Herausgeber nehmen sich mit ihrem Vorhaben einer medientheoretischen...

1. Februar 2014

Entmans Framing-Ansatz

Theoretische Grundlegung und empirische Umsetzung

Entmans Framing-Ansatz

Die Autorin leistet in dieser Arbeit eine theoretische Grundlegung des Framing-Ansatzes von Robert M. Entman (1993) sowie eine differenzierte Systematik für die Analyse von Stereotypen und von visuellen Darstellungen im Kontext des Framing. Der erste Teil der Studie besteht aus einer umfassenden theoretischen Analyse des beliebten aber auch sehr heterogen verwendeten Framing-Ansatzes von Entman. Darin werden u. a. die von ihm postulierten vier Frame-Elemente erstmals theoretisch fundiert sowie modifiziert. Dazu verknüpft die Autorin theoretische Grundlagen verschiedener geistes- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen (Theorien-Triangulation) und entwickelt Indikatoren, mit denen sich Medien-Frames...

15. August 2012

Alltagsrationalität im Journalismus

Akteurs- und organisationsbezogene Einflussfaktoren der Nachrichtenauswahl

Alltagsrationalität im Journalismus

Ines Engelmann untersucht in ihrer Dissertation, ob und inwieweit Merkmale einzelner Journalisten und Merkmale journalistischer Organisationen die Nachrichtenauswahl beeinflussen. Diese Frage knüpft an die aktuelle Mikro-Meso-Makro-Debatte in der deutschsprachigen Journalismusforschung an. Dabei werden journalistische Nachrichtenauswahltheorien angewendet und sowohl die Handlungs- bzw. Entscheidungs- als auch die Organisationsperspektive eingenommen. Für die empirische Prüfung des Mehr-Ebenen-Modells befragt die Autorin Printjournalisten regionaler und überregionaler Tageszeitungen. Die Befunde zeigen, dass Journalisten Sachverhalte aufgrund sehr weniger Selektionskriterien für die Veröffentlichung...