Posts tagged 'Medienjournalismus'

15. August 2017

Michael Steinbrecher, Günther Rager (Hrsg.): Meinung Macht Manipulation

Michael Steinbrecher, Günther Rager (Hrsg.): Meinung Macht Manipulation

Rezensiert von Guido Keel Mainstream-Medien, Fake-News, Lügenpresse. Die Vorwürfe aus der Öffentlichkeit sind heftig, und sie werden in einer Zeit gemacht, in welcher die Medien und der Journalismus in einer tiefen Krise stecken: Institutionen verlieren an Bedeutung, und was bisher als unbestritten galt, wird grundsätzlich hinterfragt. Das von den beiden Journalistik-Professoren Steinbrecher und Rager initiierte und herausgegebene Buch Meinung, Macht, Manipulation: Journalismus auf dem Prüfstand stellt die Frage, wie es denn wirklich um den Journalismus steht. Dazu gibt es jungen Journalistinnen und Journalisten eine Plattform, um ihre Gedanken, Überzeugungen und Zweifel zu ihrem Beruf...

28. Februar 2012

Christian Meier

Christian Meier

Christian Meier ist seit Mitte 2011 stellvertretender Chefredakteur des Online-Medienportals Meedia. Zuvor war er Ressortleiter Digital des Branchendienstes kressreport und Kolumnist der Welt am Sonntag. 2004 war er verantwortlicher Online-Redakteur des Debattenmagazins Cicero. Als Autor schrieb und schreibt er u.a. für die Zeit, den Tagesspiegel, die NZZ, das Parlament und das MediumMagazin. Er volontierte im Medienreferat der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn. Seine journalistische Laufbahn begann er bei der Neuen Westfälischen, für die er mehrere Jahre als freier Mitarbeiter schrieb. Meier ist Alumni des Arthur F. Burns Fellowship, in dessen Rahmen er beim Philadelpha Inquirer...

12. Mai 2011

Michael Beuthner

Michael Beuthner

Michael Beuthner, Jg. 1966, Dr. phil.; Projektkoordinator an der Hamburg Media School. Zuvor Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg. Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Germanistik und Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Promotion über »Technokratie und Chronokratie im Bit-Zeitalter«. 1999 bis 2000 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Medienforschung der Universität Lüneburg. 2000 bis 2002 Koordination und Durchführung des DFG-Forschungsprojekts ›Konturen aktueller Medienkommunikation. Differenzierung und Entdifferenzierung spezifischer...

10. Mai 2011

Lutz Mükke

Lutz Mükke

Lutz Mükke , Dr., ist Wissenschaftlicher Direktor des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung in Leipzig. Seit 2010 ist er Herausgeber der internationalen Journalismus-Zeitschrift MESSAGE. Der Diplom Journalist und Afrikanist arbeitete als Reporter in Kriegsgebieten wie Afghanistan, Südsudan, DR Kongo oder Somalia und als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Leipzig, Abteilung Journalistik. Seine Spezialthemen sind Auslandsberichterstattung, Recherche, Narrativer und Medienjournalismus, Kalter Krieg und Medien in Transition.

Stephan Weichert

Dr. phil.

Stephan Weichert

Stephan Weichert, Dr. phil., ist seit 2008 Professor für Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der Macromedia Hochschule, University of Applied Sciences in Hamburg und seit 2013 wissenschaftlicher Leiter des Masterstudiengangs “Digital Journalism” sowie Programmdirektor der Executive Education Journalism an der Hamburg Media School (HMS). Weichert studierte Soziologie, Psychologie, Journalistik und Kommunikationswissenschaft (Magister) an den Universitäten Hamburg und Trier. Nach dem Studium journalistische Tätigkeit für Tageszeitungen, Radio und Fachpresse (u. a. Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, Der Freitag, Medium Magazin, SWR). 2005 bis 2009...

7. Oktober 2010

Ein Zauberwort

Ein Zauberwort

Editorial Von Horst Pöttker Gezählt habe ich es nicht. Aber es fällt auf, wie oft in dieser JoJo-Ausgabe zur journalistischen Selbstkontrolle und ihrem Wandel das Wort “Transparenz” vorkommt. Das wird kein Zufall sein. Offenbar ist Transparenz, Durchsichtigkeit des Mediengeschehens eine Bedingung dafür, dass Journalismus sich “selbst” kontrollieren und regulieren kann. Transparenz – was ist das eigentlich? Zunächst ist festzuhalten, dass es sich dabei um einen zutiefst negativen Begriff handelt – nicht im moralischen, aber im logischen Sinne. Durchsichtigkeit lässt sich nur durch ihr Gegenteil, durch die Abwesenheit von etwas, konkret bestimmen. Wo Transparenz...

8. April 2010

Es ist still geworden

Es ist still geworden

Bemerkungen zur gegenwärtigen Lage der Film- und Fernsehkritik Von Karl Prümm In den letzten Wochen war ein merkwürdiges Schauspiel zu besichtigen. Ende Januar war im Ullstein-Verlag ein „Roman“ mit einem unaussprechlichen Titel „Axolotl Roadkill“ erschienen. Schon vom Cover ließ sich ablesen, dass hier ein Produkt außerhalb aller gewohnten Ordnungen in den festgefügten Literaturbetrieb eingeschleust wurde: riesige Lettern, die auf eine Kunstwelt der Software und des Programmierens verweisen, und nur in kleinen unscheinbaren Buchstaben der Name einer völlig unbekannten Autorin: Helene Hegemann. Niemand konnte aber ahnen, dass sich hier ein Debakel der Kulturkritik anbahnte, bei...

Popjournalismus als Kulturkritik

Popjournalismus als Kulturkritik

Das Potenzial des Ruhrgebiets im Kulturhauptstadtjahr ist gleichzeitig auch eine Chance für den Journalismus Von Jörg-Uwe Nieland Verschwindet die Medienkritik? Wen erreicht die Kulturkritik? Fragen wie diese standen in den Kommunikations- und Medienwissenschaften in den vergangenen Jahren wiederholt auf der Tagesordnung. In der Folge wurden unterschiedlichste Antworten und Empfehlungen entwickelt, sogar eine Renaissance der Medienkritik als Gesellschaftskritik diagnostiziert. Aber trotzdem bleibt dieser Zweig des journalistischen Wirkens in der Journalistik und in anderen Ausbildungsgängen verborgen. Offenbar sind die Beobachter der Beobachter weiter in der „Selbstbeobachtungsfalle“...

3. April 2008

Rezensionen in der Publizistik 3/2008

In Ausgabe 3/2008 der Publizistik werden wieder einige unserer Neuerscheinungen besprochen. Benjamin Drechsel schreibt über Das politische Bild. Fotojournalismus und Pressefotografie in Theorie und Empirie von Elke Grittmann: Ein schwergewichtiges Exempel der Überwindung dieser beiderseitigen Schwächen ist Elke Grittmanns Dissertation, in der sie Kommunikations- und Bildwissenschaft sehr überzeugend miteinander verknüpft. […] Bis in Details zeigt sich hier ein souveränes transdisziplinäres Fachwissen. […] Doch bringt diese Studie wertvolle neue Hinweise, die zum Beispiel überzogene politikwissenschaftliche Befürchtungen bezüglich einer visuellen Dominanz “symbolischer...

15. Oktober 2006

Quadratur des Kreises

Quadratur des Kreises

Journalismus ist an sich schon ein Ding der Unmöglichkeit. Das Individuum braucht ihn, um Neuigkeiten zu erfahren. Die Psyche des Menschen ist aber so beschaffen, dass er am liebsten von Dingen liest oder hört, die er schon kennt und glaubt, um mit sich selbst in Einklang zu bleiben. Alle journalistischen Arbeitstechniken sind dazu da, die­se Barriere zu überwinden. Hier und da ist dieses Bemühen erfolgreich. Im Großen und Ganzen scheitert es aber an der menschlichen Natur. Dass Journalismus eigentlich unmöglich ist, hat noch einen weiteren Grund. Die Gesellschaft braucht den Journalismus, damit sie sich über ihre Probleme klar werden kann. Aufgabe des Journalismus ist deshalb, für Öffentlichkeit...