Posts tagged 'Gesellschaft'

10. April 2017

Henriette Herwig, Andrea von Hülsen-Esch (Hrsg.):Alte im Film und auf der Bühne

Henriette Herwig, Andrea von Hülsen-Esch (Hrsg.):Alte im Film und auf der Bühne

Rezensiert von Knut Hickethier Der vorliegende Sammelband beschäftigt sich mit „neuen Altersbildern und Altersrollen“ im Film sowie – am Rande – auch auf der Bühne. Er erscheint in der Reihe Alter(n)kulturen, die von den beiden Herausgeberinnen und anderen Hochschullehrern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf publiziert wird. Er wird von Germanistin Henriette Herwig und Kunstwissenschaftlerin Andrea-Hülsen-Esch eingeleitet, die sich mit der kulturellen Alterswissenschaft beschäftigen, gefolgt von einem Überblicksbeitrag des Medienwissenschaftlers Hans Jürgen Wulff. Daraufhin gliedert er sich in vier Abschnitte: Beiträge zum Thema Altersliebe und Alterssexualität im Film,...

19. März 2017

Elizabeth Prommer

Prof. Dr.

Elizabeth Prommer

Elizabeth Prommer, Prof. Dr., lehrt Kommunikations- und Medienwissenschaft und ist Direktorin des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock sowie Prodekanin der Interdisziplinären Fakultät. Ihre Arbeits-, Publikations-, und Forschungsschwerpunkte liegen aus kommunikations- und medienwissenschaftlicher Perspektive im Zusammen­spiel von Medien, Medienrezeption und Gesellschaft. Dabei interessiert sie sich inbesondere für die audio­visuellen Medien (Kino, Fernsehen, nonlineare/interaktive und alle modernen Formen der „Bewegtbild-Medien“). Studium in Los Angeles, München und Leipzig. Vor der Berufung nach Rostock war sie Professorin an der Universität Wien und viele Jahre...

10. Oktober 2016

Statusakrobatik

Biografische Verarbeitungsmuster von Statusinkonsistenzen im Erwerbsverlauf

Statusakrobatik

Statusfragen erleben derzeit eine Renaissance durch die Pluralisierung von Beschäftigungsformen und den Anstieg atypischer Beschäftigung. Erreichte soziale Statuspositionen werden zudem seit der Einführung des SGB II wohlfahrtstaatlich nur noch begrenzt abgesichert. Erwerbsbiografische Statusturbulenzen sind im Zuge der Prekarisierung der Arbeitswelt zu einer Alltagserfahrung geworden, immer mehr Personen können ihren sozialen Status nicht (mehr) auf Dauer absichern. Diese Arbeit zeigt auf Basis biografisch-narrativer Panelinterviews individuelle Verarbeitungsweisen vermehrter Statusinkonsistenzen auf. Natalie Grimm befragt Personen unterschiedlichster sozialer Herkunft, welche sich als Statusakrobaten...

8. Juni 2016

Journalisten in Afghanistan

Pressemitteilung vom 8. Juni 2016

Journalisten in Afghanistan

Nach 30 Jahren Krieg ist Afghanistan immer noch vielfältigen ethnischen, kulturellen und sozialen Widersprüchen ausgesetzt. Kefa Hamidi, Kommunikations- und Medienwissenschaftler mit afghanischen Wurzeln, geht den bisher noch unbeleuchteten Fragen nach, mit welchen Einstellungen, Leistungen und beruflichen Merkmalen Journalisten in Afghanistan ihrem Informationsauftrag nachgehen und bindet dies in eine umfangreiche Bestandsaufnahme des afghanischen Gesellschafts- und Mediensystems ein, das nach wie vor stark von religiösen Werten geprägt ist. In seiner wissenschaftlichen Studie Zwischen Information und Mission. Journalisten in Afghanistan: Berufliche Merkmale, Einstellungen und Leistungen...

7. März 2016

Verantwortung – Gerechtigkeit – Öffentlichkeit

Normative Perspektiven auf Kommunikation

Verantwortung – Gerechtigkeit – Öffentlichkeit

Fragen nach und Debatten über Verantwortung und Gerechtigkeit in der Gesellschaft fallen in die Phase eines andauernden Wandels von Öffentlichkeiten, der maßgeblich durch die Digitalisierung geprägt ist. Die teilweise disruptiven Veränderungen führen dazu, dass normative Ansprüche an (mediale) Kommunikation auf unterschiedlichen Ebenen neu ausgehandelt werden müssen. Dieser Band mit ausgewählten Beiträgen zur 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Darmstadt reflektiert aktuelle Entwicklungen im Journalismus, in den traditionellen Medien und auf den neuen Medienmärkten analytisch wie kritisch aus dem Blickwinkel von Ethik und...

25. November 2015

Die 11 Grundfragen der Gesellschaftstheorie

Die 11 Grundfragen der Gesellschaftstheorie

Die Sozialwissenschaft stützt sich unweigerlich auf konzeptionelle Ausgangsannahmen. Sie ist gefordert, die soziale Welt auf den Begriff zu bringen. Diesbezüglich kursieren allerdings vielfältige Versionen, teils existieren unvereinbare Positionen und gegensätzliche Auffassungen. Michael Beetz fordert von den Gesellschaftswissenschaften tragfähige Grundbegriffe zu konstruieren. Er skizziert die Kernproblematik der Gesellschaftstheorie anhand einer differenzierten Zusammenschau von soziologischen Grundfragen wie: Welches sind die elementaren Einheiten sozialer Praxis? Wie ist der übergreifende Zusammenhang sozialer Phänomene zu fassen? Was zählt zu den strukturellen Komponenten einer Gesellschaft? In...

18. August 2015

Zwischen Information und Mission

Journalisten in Afghanistan: Berufliche Merkmale, Einstellungen und Leistungen

Zwischen Information und Mission

Seit der Entmachtung des Taliban-Regimes 2001 hat das Mediensystem in Afghanistan einen grundlegenden Wandel erlebt: Mediengesetze wurden liberalisiert und eine diversifizierte und moderne massenmediale Infrastruktur konnte sich etablieren. Kefa Hamidi hat unter den weiterhin komplizierten Bedingungen in Afghanistan fast 200 Journalistinnen und Journalisten zu ihrem beruflichen Rollenselbstverständnis befragt und die Ergebnisse mit Befragungen aus Industrie- und Entwicklungsländern verglichen. Zudem hat er afghanische Medien daraufhin analysiert, inwiefern dieses Selbstverständnis in die Realität umgesetzt wird. Gerahmt werden die Ergebnisse von einer umfangreichen Bestandsaufnahme des afghanischen...

24. April 2014

Von der Gutenberg-Galaxis zur Google-Galaxis

Alte und neue Grenzvermessungen nach 50 Jahren DGPuK

Von der Gutenberg-Galaxis zur Google-Galaxis

Die Erfindung des Internets wird oft als Analogie zur Erfindung des Buchdrucks betrachtet: Beide lösten Medienrevolutionen aus und erhöhten nicht nur die Geschwindigkeit der Verbreitung von Inhalten, sondern wurden zum Ausgangspunkt weitreichender gesellschaftlicher und kultureller Veränderungen. Obwohl dieser Vergleich umstritten ist, verdeutlicht er die Wirkungskraft des aktuellen Medienwandels. Der vorliegende Band diskutiert gegenwärtige Wandlungsprozesse sowie Formen und Folgen in den einzelnen Teildisziplinen der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Dazu werden die Entgrenzungen und die Grenzverschiebungen sowohl in den Gegenständen als auch in den Fragestellungen und Konzepten...

14. August 2013

Eine Kritik der parasoziologischen Vernunft

Sozialkritik im Dienst neoliberalistischen Denkens

Eine Kritik der parasoziologischen Vernunft

Ob »Neue Armut«, »abgehängtes Prekariat«, »Neue Unterschicht«, »soziale Exklusion« oder »soziale Unsicherheit« – Beschreibungen des Sozialen haben aktuell Konjunktur; sie werden an unterschiedlichen gesellschaftlichen Orten produziert, seien es wissenschaftliche, politische oder unternehmerische Bereiche, und kursieren als Schlagwörter in den Massenmedien. Torsten Mayerhauser spricht von »parasoziologischen« Gesellschaftsdiagnosen, die – ähnlich (deshalb para-) wie die Soziologie selbst – die Gesellschaft/das Soziale problematisieren. Diese sind ganz allgemein für die Genese der modernen Gesellschaft entscheidende Referenz- und Konfliktgrößen. Heutzutage stellt sich Sozialkritik...

19. April 2013

Todesopfer als Normalfall

Todesopfer als Normalfall

Zur gesellschaftlichen Bedeutung des Journalismus in Kriegszeiten Von Florian Zollmann Die klassische Maxime von John Stuart Mill, dass die „Freiheit der Presse“ eine Sicherung gegen „korrupte oder tyrannische“ Regierungen ist, hat auch heute nicht an Relevanz eingebüßt. So besteht die wohl wichtigste Funktion des Journalismus darin, politische Entscheidungen zu überprüfen. In gegenwärtigen demokratischen Gesellschaften ist der Handlungsspielraum der Bürger im Wesentlichen auf Wahlen beschränkt. Indem der Journalismus kritische Informationen bereitstellt, ermöglicht er den Bürgern die für politisches Handeln notwendige Meinungsbildung....