Posts tagged 'Filmsoziologie'

20. Mai 2017

Bewegtbilder und Alltagskultur(en)

Von Super 8 über Video zum Handyfilm. Praktiken von Amateuren im Prozess der gesellschaftlichen Ästhetisierung

Bewegtbilder und Alltagskultur(en)

Seit Handys und Smartphones mit integrierter Kamera verfügbar sind, werden damit hergestellte Bewegtbilder zunehmend wichtige Artefakte alltäglichen Handelns und Sich-Verhandelns. Auch als Mittel der Alltagsorganisation und -kommunikation haben mit mobilen Geräten wie Smartphones oder GoPro-Kameras aufgenommene (audio-)visuelle Erzeugnisse mittlerweile eine große Bedeutung in ganz unterschiedlichen soziale Kontexten erlangt, sei es dass beim Möbelhausbesuch Fotos als Erinnerungshilfen aufgenommen werden oder Handyvideos zum Zweck der Selbstrepräsentation in den sozialen Netzwerken des Internets veröffentlicht werden. Dieser Band bietet im Themenfeld der Visuellen Kultur zum ersten Mal...

7. Februar 2017

Matthias Völcker: Fan-Sein. Die Identität des Star Wars Fans

Matthias Völcker: Fan-Sein. Die Identität des Star Wars Fans

Rezensiert von Julia Elena Goldmann Die Monographie von Matthias Völcker zentriert die Bedeutung von George Lucas‘ Filmepos Star Wars für die Identitätskonstruktion seiner Fans. Auf Basis von 25 Interviews mit Fans von sieben bis 46 Jahren ist der Göttinger Erziehungs- und Sozialwissenschaftler der Frage nachgegangen, wie die Inhalte der Filmreihe sowie der Spin-offs und zugehörige Merchandising-Artikel in die jeweilige Lebenswelt integriert werden. Das Phänomen Star Wars wird in dieser Studie als Mythos verortet. Dies begründet Völcker sehr ausführlich mit einem Zitat von Lucas selbst (S. 51), der seine Erzählung als modernes Märchen begreift, in welchem er verschiedene populärkulturelle...

Matthias Völcker: Fan-Sein. Die Identität des Star Wars Fans

Matthias Völcker: Fan-Sein. Die Identität des Star Wars Fans

Rezensiert von Julia Elena Goldmann Die Monographie von Matthias Völcker zentriert die Bedeutung von George Lucas‘ Filmepos Star Wars für die Identitätskonstruktion seiner Fans. Auf Basis von 25 Interviews mit Fans von sieben bis 46 Jahren ist der Göttinger Erziehungs- und Sozialwissenschaftler der Frage nachgegangen, wie die Inhalte der Filmreihe sowie der Spin-offs und zugehörige Merchandising-Artikel in die jeweilige Lebenswelt integriert werden. Das Phänomen Star Wars wird in dieser Studie als Mythos verortet. Dies begründet Völcker sehr ausführlich mit einem Zitat von Lucas selbst (S. 51), der seine Erzählung als modernes Märchen begreift, in welchem er verschiedene populärkulturelle...

3. Dezember 2014

Sammelrezension: Gesellschaftspolitische Themen und soziale Milieus im Tatort

Sammelrezension: Gesellschaftspolitische Themen und soziale Milieus im Tatort

Rezensiert von Carsten Heinze Manchmal ist man am Ende einer Tatort-Folge geneigt, diese mit der in die Jahre gekommenen Kulturindustrie-These von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer und ihrer Ideologiekritik des Films und Fernsehens zu konfrontieren. Der Ansatz der Kritischen Theorie besagt bekanntlich, dass in den schematisierten wie wiederholenden Unterhaltungsformaten der Kulturindustrie aus kommerziellen Gründen die sozioökonomischen Lebensverhältnisse der Menschen in ihren Existenzweisen mit den Inhalten des Films und Fernsehens kurzgeschlossen und damit mit den äußeren Lebensumständen des Publikums identisch gemacht werden, womit beide Medienformate in ihrem Realismus an der “Verschleierung”...

1. Oktober 2014

Sport im Film

Zur wissenschaftlichen Entdeckung eines verkannten Genres

Sport im Film

Lange Zeit von den Sozial- und Kulturwissenschaften ignoriert und als bloße Mainstream-Unterhaltung stigmatisiert, erlangt der Sportfilm zunehmend wissenschaftliche Aufmerksamkeit. Der interdisziplinär angelegte Band verdeutlicht das vielfältige und vielschichtige, gleichwohl noch nicht annähernd ausgeschöpfte wissenschaftliche Analyse- und Reflexionspotenzial des Sportfilms. Die Beiträge der national und international renommierten Autorinnen und Autoren fokussieren im Besonderen den Sportspielfilm mit seinen zahlreichen Subgenres wie Football-, Basketball-, Box-, Olympia- und Kampfsportfilm. Das steigende Interesse am Sportfilm resultiert aus der wachsenden Einsicht, dass es sich hierbei...

9. März 2013

Carsten Heinze, Stephan Moebius, Dieter Reicher (Hrsg.): Perspektiven der Filmsoziologie

Carsten Heinze, Stephan Moebius, Dieter Reicher (Hrsg.): Perspektiven der Filmsoziologie

Rezensiert von Oliver Dimbath Dass die Filmsoziologie im Konzert soziologischer Betätigungsfelder zu Unrecht ein Mauerblümchendasein fristet, ist immer wieder festgestellt worden. Einer von mehreren denkbaren Gründen hierfür ist die Unübersichtlichkeit dieses Forschungsgebietes, sowohl im Hinblick auf seine theoretischen wie methodologischen Grundlagen als auch mit Blick auf mögliche Anknüpfungspunkte für andere Gebiete soziologischen Denkens. Ein weiteres Problem liegt im Fehlen wissenschaftsprofessioneller Strukturen wie einschlägiger Zeitschriften, Buchreihen, Arbeitskreise, Lehrstühle oder Studiengänge bis hin zum Ausweis konkreter außerwissenschaftlicher Verwendungsperspektiven....

12. September 2012

Perspektiven der Filmsoziologie

Perspektiven der Filmsoziologie

Als die Bilder laufen lernten, veränderten sich Kommunikationsstrukturen und Kultur in einem Ausmaß, das vergleichbar mit den Auswirkungen der Erfindung von Schrift und Buchdruck ist. Indem Bilder und Töne eingefangen und manipuliert werden können, erscheint das Exotische weniger fremd, das Vergangene gegenwärtiger, das Zukünftige möglicher und die Realität veränderbar. Der Film wirkt auf die Gesellschaft wie auch die Gesellschaft auf den Film. Interessanterweise aber spielt Film in der Wissenschaft von der Gesellschaft immer noch eine marginale Rolle, obgleich einige Soziologen bereits früh die gesellschaftliche Bedeutung des Films erkannten, man denke an Marcel Mauss, Siegfried Kracauer...

21. August 2012

Thomas Wiedemann

Dr. phil.

Thomas Wiedemann

Thomas Wiedemann, Dr. phil., geboren 1981. Studium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Französischen und Spanischen Philologie in München, Nancy und Barcelona. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Arbeitsschwerpunkte: Deutscher Film, Filmsoziologie, Medienstrukturen, Fach- und Theoriegeschichte der Kommunikationswissenschaft, Sozialtheorien, Qualitative Methoden.

19. Januar 2011

Identität und Spektakel

Der Hollywood-Blockbuster als global erfolgreicher Identitätsanbieter

Identität und Spektakel

Filmanalyse ist Gesellschaftsanalyse. Gerade das populäre Kino bietet mit seinen Geschichten und Figuren Weltentwürfe an, die durch ihre Omnipräsenz die Palette der modi operandi westlicher Gegenwartsgesellschaften entscheidend mitgestalten. Blockbuster beliefern den Zeichenhaushalt transnationaler öffentlicher Räume mit ihren Verständnissen von moralischen Positionen, politischen Handlungsmustern bis hin von personeller Identität: Aber welche Identitätsangebote macht das global erfolgreiche Mainstreamkino? Weshalb funktionieren sie weltweit? Lassen sie sich als eine global etablierte Idiomatik verstehen, die auch in anderen medialen Gattungen wie Werbung, Wahlkampf oder Fernsehserien...

10. Oktober 2007

Rezensionen in der Publizistik

In der aktuellen Ausgabe der Publizistik (3/2007) werden drei unserer Publikationen besprochen. Uwe Hartung schreibt über Steffen Burkhardts Medienskandale. Zur moralischen Sprengkraft öffentlicher Diskurse: Anzuzeigen ist ein Grundlagenwerk zum Skandal, das ein umfassendes und engmaschiges Netz in die zeitgenössische Medien- und Kommunikationstheorie wirft, um den gesamtgesellschaftlichen Nutzen von Skandalen zu verdeutlichen. […] Ein Fazit zu ziehen, ist schwierig. […] Vielen Beobachtungen und Analysen kann [der Rezensent] zustimmen […]. An zentralen Punkten neigt er aber eher zum Fragezeichen, wie beim Sinn des Begriffs des Medienskandals. Und eine der Schlussfolgerungen...