Posts tagged 'Fachgeschichte'

29. August 2018

Horst Pöttker – 29. Dezember 1944

Stationen Geboren in Bad Segeberg. 1964 Abitur an der Walddörferschule in Hamburg. Studium in Hamburg, Zürich, Kiel und Basel. 1976 hauptamtlicher Redakteur der Zeitschrift blätter des iz3w in Freiburg. 1978 Promotion bei dem Soziologen Paul Trappe in Basel. 1982 Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Rainer Geißler in Siegen (Soziologie). 1985 bis 1996 Redakteur der Fachzeitschrift medium im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP). Lehraufträge für Soziologie in Freiburg und Siegen. 1992 bis 1995 Gastprofessor in Leipzig (Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Ethik des journalistischen Handelns). 1995 Habilitation in Siegen (Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziologie...

1. November 2016

Die Entdeckung der Kommunikationswissenschaft

100 Jahre kommunikationswissenschaftliche Fachtradition in Leipzig: Von der Zeitungskunde zur Kommunikations- und Medienwissenschaft

Die Entdeckung der Kommunikationswissenschaft

Die Gründung des Leipziger Instituts für Zeitungskunde 1916 markiert den Beginn der fachlichen Institutionalisierung der Zeitungskunde und ist institutionelle Wurzel der kommunikationswissenschaftlichen Fachtradition in Deutschland. Aber auch über das Gründungsinitial hinaus verbinden sich mit der Leipziger Fach- und Institutsgeschichte im Laufe der letzten 100 Jahre immer wieder entscheidende Wegmarken und Zäsuren in der Geschichte der Kommunikationswissenschaft in Deutschland, so die Einrichtung des deutschlandweit ersten ordentlichen Lehrstuhls für Zeitungskunde 1926, die für die nationalsozialistische Umgestaltung der Zeitungswissenschaft beispielhafte Ideologisierung und Selbstgleichschaltung...

7. September 2016

Erik Koenen

Erik Koenen

Erik Koenen, Dr., Studium der Soziologie, Kommunikations- und Medienwissenschaft und Germanistik (Universität Leipzig), 2005-2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig, 2008-2012 an der Universitätsbibliothek Leipzig Mitarbeiter im DFG-geförderten Wissenschaftliche Infrastruktur-Projekt „Virtuelle Fachbibliothek medien buehne film“, seit 2012 an der Universität Bremen Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für historische Publizistik, Kommunikations- und Medienwissenschaft (IPKM, Fachgebiet Medienwandel) sowie Mitglied des Zentrums für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI). Dissertation...

22. November 2015

Überleben im journalistischen Feld – Die Achterbahnfahrt des katholischen Publizisten Walter Hagemann im Dritten Reich

Überleben im journalistischen Feld – Die Achterbahnfahrt des katholischen Publizisten Walter Hagemann im Dritten Reich

Eine ähnliche Fassung dieses Artikels ist 2015 auf Englisch in der Zeitschrift Journalism Studies erschienen. 1. Ziel Der Aufsatz fragt nach dem Handlungsspielraum des katholischen Publizisten Walter Hagemann (1900 bis 1964) im Dritten Reich und leistet so einen Beitrag zur Geschichte des Journalismus in Deutschland. Hagemanns Fall zeigt, dass nationale Gesinnung und Zugeständnisse an den Nationalsozialismus nur bedingt dafür geeignet waren, um der Stigmatisierung als Regimegegner zu entgehen. Nach einer glänzenden Karriere in Journalismus und Politik der Weimarer Republik wurde Walter Hagemann zwar noch 1934 Hauptschriftleiter der traditionsreichen katholischen Tageszeitung Germania, doch...

15. Juli 2015

Max Weber als Klassiker der Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Max Weber als Klassiker der Journalistik und Kommunikationswissenschaft

Von Horst Pöttker Zwei Monographien Siegfried Weischenbergs als Informationsquellen und Kontrastfolien Zu seinem 150. Geburtstag am 21. April 2014 hat die Post dem deutschen Gründervater (und -mythos) der Sozialwissenschaften eine Sondermarke gewidmet. Der Autor der beiden Monographien über Max Weber, die den folgenden Überlegungen als Reservoir von Informationen und Argumenten, aber auch als Kontrastfolien dienen, klebt sie auf seine Briefe an Kollegen. Der folgende Essay plädiert ebenso wie Siegfried Weischenbergs Bände dafür, Max Weber nicht zuletzt als Klassiker der Journalistik und Kommunikationswissenschaft ernst, oder wenigstens: endlich gründlich zur Kenntnis zu nehmen. In...

13. Mai 2015

From Newspaper Science to “NS-Führungswissenschaft” – How the discipline of newspaper studies in Germany adopted to the Nazi Regime

From Newspaper Science to “NS-Führungswissenschaft” – How the discipline of newspaper studies in Germany adopted to the Nazi Regime

Stefanie Averbeck-Lietz A former version of this article has been published in Portuguese Language in Revista Famecos. Mídia, cultura e tecnologia in 2014. I thank Ute Narwartil, Munich, for her profound proof reading of the English text version. Introduction More than a decade ago, Arnulf Kutsch and I developed a stage-model of the evolution of German Communication Studies (see Averbeck/Kutsch 2002, reprinted and recapitulated in Meyen/Löblich 2006: 40-41, Averbeck 2008: 4-5). We identified 6 phases: 1. Identification of key research problems and development of curricula for students (1916-1925) 2. Definition and analysis of research topics, student education (1925-1935) 3. Stabilization...

Fachgeschichte als Generationsgeschichte

Fachgeschichte als Generationsgeschichte

Michael Meyen Eine frühere Fassung dieser Fachgeschichte ist 2007 in der Zeitschrift Studies in Communication Sciences erschienen: Geschichte der Kommunikationswissenschaft als Generationsgeschichte. Über den Einfluss prägender Lebenserfahrungen der zentralen Akteure auf die Entwicklung einer akademischen Disziplin im deutschsprachigen Raum (Vol. 7/1, S. 11-37). 1. Einleitung: Warum Personen, warum eine Generationsgeschichte? Die Geschichte der Kommunikationswissenschaft im deutschsprachigen Raum ist vergleichsweise gut dokumentiert und erforscht. Neben Überblickswerken (vgl. exemplarisch Meyen/Löblich 2006) gibt es Veröffentlichungen zu den Auf- und Umbruchphasen des Fachs (Averbeck...

9. August 2014

Jens Schröter (Hrsg.): Handbuch Medienwissenschaft

Jens Schröter (Hrsg.): Handbuch Medienwissenschaft

Rezensiert von Hans-Dieter Kübler Noch immer ist Medienwissenschaft – oder sollte man angesichts ihrer viel beklagten Dynamik und Heterogenität per se den Plural bemühen? – eine vergleichsweise junge Disziplin (wenngleich sie entgegen den auch sonst recht oberflächlichen Formulierungen zum Medienbegriff des ersten Beiträgers S. Hoffmann nicht erst in den 1980er, sondern bereits in den 1970er Jahre gegründet wurde, wie auch R. Leschke [24] angibt). Womöglich ist sie aber überhaupt keine konsistente Disziplin, sondern versammelt nur diffuse Forschungsfelder bzw. -methoden oder auch ständig umstrittene, beliebig wechselnde Deutungsmuster gegenwärtiger Wirklichkeit – und ist deshalb...

5. Juli 2013

Pierre Bourdieu und die Kommunikationswissenschaft

Internationale Perspektiven

Pierre Bourdieu und die Kommunikationswissenschaft

International ausgerichteter Band über Anschlussfähigkeit und Aktualität von Pierre Bourdieu in der Kommunikationswissenschaft Der Beitrag von Pierre Bourdieu für die Scientific Community der Sozialwissenschaften ist unbestritten und aus dem internationalen Wissenschaftsdiskurs nicht mehr wegzudenken. Auch für die Kommunikationswissenschaft – eine Disziplin, die die mediale und kommunikative Wirklichkeit und ihre sozialen Zusammenhänge analysiert – sind die Denkwerkzeuge des französischen Soziologen für viele (wenn nicht für alle) Fragestellungen unverzichtbar. Was für zahlreiche internationale Vertreter des Fachs als Selbstverständlichkeit gilt, wird in einigen Bereichen der deutschen...

21. August 2012

Thomas Wiedemann

Dr. phil.

Thomas Wiedemann

Thomas Wiedemann, Dr. phil., geboren 1981. Studium der Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Französischen und Spanischen Philologie in München, Nancy und Barcelona. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Arbeitsschwerpunkte: Deutscher Film, Filmsoziologie, Medienstrukturen, Fach- und Theoriegeschichte der Kommunikationswissenschaft, Sozialtheorien, Qualitative Methoden.