Stimmen der Presse im November 2011


Von Herbert von Halem am 29. November 2011

Lobende Töne zu den Büchern unseres Verlags erreichen uns beinahe täglich – hier sind wieder die Highlights der schönsten gefundenen Worte der letzten Monate.

Stephan Weichert / Leif Kramp
Die Vorkämpfer. Wie Journalisten über die Welt im Ausnahmezustand berichten

Aus Interviews mit insgesamt siebzehn Krisen-und Kriegsreportern, wissenschaftlichen Studien und Erfahrungsberichten haben sie einen informativen Mix zusammengestellt, der neueste Trends ebenso berücksichtigt wie soziologische Studien zur Sinnstiftung und subjektiver Wirklichkeitserhaltung durch Reportagen in Krisenzeiten […] Spannende, informative Pflichtlektüre für alle, die sich über die aktuelle Entwicklung bei Kriegs-und Krisen-Reportagen orientieren wollen. CULTURMAG, November 2011

So schliessen einige «praktische Lösungsoptionen und Handlungsempfehlungen» den lesenswerten Band ab. Diese Zusammenstellung soll mit dazu beitragen, den Krisenjournalismus zu optimieren, etwa im Hinblick auf die Ausbildung oder die Vorbereitung auf den Einsatz im Krisengebiet. Was von der Lektüre neben den hilfreichen Empfehlungen nachhallt, ist ein Zitat der RTL-Reporterin Antonia Rados: «Ohne Risiko keine Krisenberichterstattung!» medienheft, Juli 2011

Udo Göttlich / Stephan Porombka (Hrsg.):
Die Zweideutigkeit der Unterhaltung. Zugangsweisen zur Populären Kultur

Dieser Band ist in mehrfacher Hinsicht eine lesenswerte Ausnahme […] Offenheit bedeutet nicht Beliebigkeit, Unterhaltungsangebote sind schon – in älterer Terminologie der Germanistik – als “Rezeptionsvorgaben” ernst zu nehmen. Die besondere Qualität dieser Festschrift ergibt sich daraus, dass sich alle Beiträge mit dieser Überlegung auseinandersetzen […] Lesenswert sind alle Beiträge. tv diskurs 58/2011

Stephan Weichert / Leif Kramp / Alexander von Streit:
Digitale Mediapolis. Die neue Öffentlichkeit im Internet

Die Beobachtungen, Erkenntnisse und Visionen ergeben ein facettenreiches Stimmungsbild über die Herausforderungen, denen sich Journalisten stellen müssen. MEDIA BIZ, September 2011

Gleichwohl ist das Buch eine Verdichtung, eine kompakte Bündelung, die das eigenständige Suchen nach Quellen, das Verfolgen von Blogs substituieren kann. Es kann Diskursgrundlage sein, weil es ein klarer und abgrenzbarer Referenzpunkt ist, der die Flüchtigkeit des Digitalen durch seine physische Form aufhebt. Rundfunk und Geschichte 1-2/2011

Michael Beuthner / Joachim Buttler / Sandra Fröhlich /Irene Neverla / Stephan Alexander Weichert (Hrsg.):
Bilder des Terrors – Terror der Bilder? Krisenberichterstattung am und nach dem 11. September

Insgesamt ein buntes Potpourri an intelligenten Betrachtungen der Ereignisse des 11. September. Neue OZ online, September 2011

Stephan Alexander Weichert:
Die Krise als Medienereignis. Über den 11. September im deutschen Fernsehen

Kaum ein anderes Werk untersucht die Darstellung des 11. Septembers im deutschen Fernsehen so ausführlich und gründlich wie die des Hamburger Journalistikprofessors Stephan Weichert. […] Da Weichert ausgesprochen verständlich schreibt, bleibt das Buch aber auch für nicht-akademische Leser zugänglich. Nicht zuletzt ist Weicherts Buch für Medienschaffende selbst eine aufschlussreiche und erhellende Lektüre. Neue OZ online, September 2011

Hardy Gundlach (Hrsg.):
Public Value in der Digital- und Internetökonomie

Das sprachlich teils sehr wissenschaftlich gehaltene Buch “Public Value in der Digital- und Internetökonomie” gibt einen guten Überblick über die neuesten Forschungsperspektiven und beleuchtet verschiedene Aspekte, die mit dem Internet verbunden sind. business-panorama.de, August 2011

Insgesamt vermittelt der Band einen guten Überblick über sehr unterschiedliche Aspekte und Perspektiven des Public Value Konzeptes. Rundfunk und Geschichte 1-2/2011

Patrick Rademacher:
Politische Inhalte im Internet. Angebot und Nachfrage politischer Inhalte im World Wide Web am Beispiel von Volksabstimmungen in der Schweiz

Insgesamt bietet das Buch einen interessanten Einblick in das spezifische schweizerische Modell von Politikgestaltung. Publizistik 3/2011

Durch die Betrachtung der Angebots- und der Nachfrageseite – die auf der Grundlage eines heuristischen Marktmodells erfolgt – zeichnet der Autor ein Gesamtbild der beteiligten Akteure in diesem Online-Markt. Portal für Politikwissenschaft, August 2011

Jürgen Wilke:
Personen, Institutionen, Prozesse Fachgeschichtliche Beiträge zur Kommunikationswissenschaft und Medienforschung

Wer nach alternativen Interpretationen der Fachgeschichte sucht, vielleicht auch nach etwas weniger Linearität in der Fachentwicklung, wird das Buch weniger interessant finden. Lesern, die sich hingegen tiefer gehend mit der US-amerikanischen Kommunikationswissenschaft (und ihren europäischen Wurzeln) beschäftigen wollen und einen Überblick über die institutionelle Entwicklung des Fachs in Deutschland suchen, ist dieser Band zu empfehlen. r:k:m, August 2011

Lutz Mükke:
Journalisten der Finsternis. Akteure, Strukturen und Potenziale deutscher Afrika-Berichterstattung

Mükkes Studie arbeitet eine Fülle von interessanten Aspekten heraus. […] Das Buch regt zu einer kritischeren Betrachtung der Quellen, Abhängigkeiten, Erwartungen und Muster der Berichterstattung an und könnte dadurch auch zur (Selbst-)Reflexion der Arbeit in Redaktionen beitragen. r:k:m, August 2011

Tabea Böcking:
Strategisches Framing. Gesellschaftliche Akteure und ihre Einflussnahmeversuche auf die mediale Debatte über die embryonale Stammzellforschung

Eine systematische Aufarbeitung der relevanten Theorie und insbesondere der Erfolgsbedingungen für die strategische Vermittlung von Frames, wie Tabea Böcking sie vornimmt, ist überfällig. […] Damit ist die Arbeit insbesondere für Leser, die an der theoretischen und methodischen Fortentwicklung von Fram(e Build)ing-Analyse und strategischer Kommunikationsforschung interessiert sind, von Gewinn. r:k:m, Juli 2011

Horst Pöttker / Christian Schwarzenegger (Hrsg.):
Europäische Öffentlichkeit und journalistische Verantwortung

Insgesamt zeigt der Sammelband zu einer Tagung 2009 in Wien an den unterschiedlichsten Fallbeispielen schön die Vorzüge und Schwierigkeiten der Konstruktion “Europa” und ihrer Öffentlichkeit(en) auf. Zwar besteht ein Sammelband stets aus lauter Einzelbeiträgen, der interessierte Leser wird in diesem aber sicherlich einen roten Faden finden. M&K 3/2011