Literarischer Journalismus – Rettungsanker für die Printbranche?

Zu den Potenzialen narrativer Darstellungsformen in Zeitungen und Zeitschriften


Von Herbert von Halem am 6. November 2013

Literarischer Journalismus – Rettungsanker für die Printbranche?

Vortrag von Dr. Tobias Eberwein, 28. November 2013, 19:00h

Bei erfolgreichen Wochenblättern wie der Zeit, dem Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gehört der Literarische Journalismus seit Längerem zum zentralen Vermittlungsprinzip. Trotzdem steht er im deutschen Sprachraum unter Generalverdacht: Ein allzu freier Umgang mit aus der Literatur entlehnten Gestaltungstechniken, vor allem ein sorgloses Spiel mit Fakten und Fiktionen sei nicht mit den Aufgaben des Journalismus vereinbar, mahnen manche Kritiker.

Dr. Tobias Eberwein (Institut für Journalistik, TU Dortmund) räumt in seiner gerade erschienenen Studie Literarischer Journalismus. Theorie – Traditionen – Gegenwart mit der begrifflichen Engführung auf. In seinem Vortrag wird er erläutern, wie das Konzept des Literarischen Journalismus zu einem Rettungsanker für die ökonomisch schwächelnde Printbranche werden könnte. Indem sich literarische Journalisten bewusst vom Nachrichtenjournalismus der Mainstream-Medien abgrenzen, zeigen sie in der gegenwärtigen Zeitungs- und Zeitschriftenkrise Entwicklungsperspektiven auf. Damit können sie dem Gegenwartsjournalismus helfen, ein neues Selbstverständnis zu generieren – und ihn so bereit für die Zukunft machen.

Die Veranstaltung findet am 28. November um 19:00 Uhr (Einlass ab 18:30 Uhr) in den Räumen des Herbert von Halem Verlags statt. Der Vortrag ist offen für Journalisten, Fachleute, Studierende und interessierte Besucherinnen und Besucher. Eintritt frei. Eine [Anmeldung] ist jedoch dringend erforderlich, da die Platzzahl begrenzt ist.

Einen kurzen Bericht über die Veranstaltung finden Sie in unserem Blog.