Die Jahrestagung der Otto-Brenner-Stiftung fand in diesem Jahr am 12. November in Berlin statt. Zum Thema „Nie wieder ist jetzt! Progressive Antworten auf die Landtagswahlen in Ostdeutschland“ gab es zahlreiche Vorträge und Diskussionen.
Einer der Höhepunkte war die Verleihung des Otto-Brenner-Preises für kritischen Journalismus, der 2024 zum 20. Mal vergeben wurde. Mit dem Preis werden jährlich herausragende Reportagen, Recherchen und investigativer Journalismus gewürdigt. Den mit 10.000 € dotierten ersten Preis erhielt Christian Schweppe für den Beitrag „Wahnsinn. Eine Riesenscheiße“, der im Januar 2024 in der ZEIT erschien. Seine herausragenden Recherchen und die präzise Berichterstattung über das deutsche Kabul-Desaster im August 2021 bezeichnete die Jury als „Meisterstück des kritischen Journalismus“, ohne den die Öffentlichkeit bis heute nichts darüber erfahren hätte, wie stark dieses Fiasko selbst verschuldet war. Die „Besondere Auszeichnung“ ging im Jubiläumsjahr an Günter Wallraff für sein Lebenswerk. Die Laudatio hielt Georg Mascolo vom Rechercheverbund NDR, WDR und SZ.
Bücher des Herbert von Halem Verlags aus der Sparte Journalismus lagen zur Ansicht aus und wurden vom Publikum zahlreich angesehen. Besonders die Bände Resilienter Journalismus. Wie wir den öffentlichen Diskurs widerstandsfähiger machen und Schuld, Verantwortung und Solidarität. Eine Kontroverse über Russland, Deutschland und die Nato im Ukrainekrieg, fanden besondere Aufmerksamkeit.


