Alpha-Journalisten beim Medien Monitor


Von Redaktion am 23. Oktober 2007

Beim Medien Monitor ist eine Rezension von Die Alpha-Journalisten. Deutschlands Wortführer im Porträt von Stephan Weichert und Christian Zabel erschienen.

Mareike Potjans meint:

Die Qualität der Porträts schwankt stark. Von seichten Lobhudeleien bis hin zu scharfer Kritik ist alles dabei. Gleich das erste Porträt über Spiegel-Chefredakteur Stefan Aust taugt als Beispiel dafür, dass manche Journalisten ein Problem damit haben, über Journalisten zu schreiben, weil sie keine Nestbeschmutzung betreiben wollen. Anders lässt sich das unkritische Porträt von Michael Hanfeld […] nicht erklären. Er verschweigt die internen Spiegel-Skandale und die Abgänge prominenter Journalisten wegen Austs Politik und lobt ihn stattdessen in den Himmel.

Gut gelungen findet sie hingegen das Porträt über Kai Diekmann:

Das hat allerdings auch der Brite Roger Boyes (Deutschland-Korrespondent der Londoner Times) geschrieben. Er entlarvt die Scheinheiligkeit des Boulevard-Löwen, der zwar auf der Titelseite die Durchschnittsgehälter der Deutschen veröffentlicht, über sein eigenes aber lieber schweigt. […] Und [Boyes] beendet seinen stilistisch einwandfreien Text so einfach, aber doch aufschlussreich: „‚Glauben Sie an Gott?’, frage ich ihn. ‚Ich bin ein Katholik’, entgegnet er und ich vermute, dass diese Antwort bedeutet: Ja. Welche Erleichterung: Katholiken sind schließlich verpflichtet, ihre Sünden zumindest im Stillen zu beichten.“