11. Internationales Hamburger Symposium “Sport und Ökonomie”


Von Karina Selin am 21. Juni 2011

Sportgroßveranstaltungen eint international das gleiche Phänomen: Sie werden größer, ausdifferenzierter, teurer und juristisch anspruchsvoller, benötigen bauliche und medientechnische Veränderungen, erhalten immer mehr Beachtung und verlangen so insgesamt neue, komplexe Managementleistungen. Und: Weltweit bemühen sich viele Großstädte vergeblich um internationale Sportereignisse.

Auf dem Internationalen Hamburger Symposium “Sport und Ökonomie” stehen Sportgroßveranstaltungen im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Wettbewerb um Großveranstaltungen – Bewerbungsverfahren, Inszenierungsstrategien, Manipulationsgefahren. Wie lauten die Kriterien für eine Bewerbung? Lässt sich der Erfolg einer Bewerbung erhöhen oder gar sichern? Wie begegnet man Manipulationen während der Bewerbung oder der Veranstaltung selbst und kann man diesen durch eine angemessene Inszenierung begegnen?

Auf dem Symposium referieren renommierte Wissenschaftler und Gestalter von Sportgroßveranstaltungen aus der ganzen Welt. So  erläutert Justus Haucap, Vorsitzender der Monopolkommission, die Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Interdependenzen des sportlichen und wirtschaftlichen Wettbewerbs, Claudia Roth von den GRÜNEN (und Sprecherin des DFB-Umweltbeirates) die Nachhaltigkeit derartiger Veranstaltungen am Beispiel der Frauenfußball-Weltmeisterschaft und Christian Müller, Mitglied des UEFA Club Licensing Committee, das finanzielle Fairplay. Das Abschlussreferat hält Corny Littmann, der ehemalige Vereinspräsident des FC St. Pauli e.V., über die Frage, ob die Zukunft des Fußballs weiblich sei.

11. Internationales Hamburger Symposium “Sport und Ökonomie”, Internationale Sportevents: Wettbewerb, Inszenierung, Manipulation. 24.06.-25.06.2011, Handelskammer Hamburg. Weitere Infos auf www.symposium-hamburg.de.

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