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Artist Meets Archive #3
Künstlerische Interventionen im Archiv

27. Mai 2025 @ 19:00 - 21:30

Die Internationale Photoszene Köln zählt seit ihrer Gründung in den 1980er-Jahren zu den bedeutendsten Fotofestivals in Deutschland. Mit immer neuen thematischen Setzungen und künstlerischen Impulsen prägt sie die fotografische Landschaft bis heute. Anlass genug, einmal genauer hinzuschauen: Welche Ideen standen am Anfang? Welche Entwicklungen beschäftigen die Szene heute?

Eines der zentralen Projekte der Photoszene ist das Residenzprogramm Artist Meets Archive, das 2025 in seine vierte Runde geht. Internationale Künstler:innen unterschiedlicher fotografischer Disziplinen arbeiten dabei mit Kölner Archiven zusammen und setzen sich künstlerisch mit deren Bildbeständen auseinander. Wie beeinflusst das Archiv die künstlerische Praxis? Welche Perspektiven ergeben sich aus dieser Begegnung? Und wie kuratiert man solch ein Programm?

Der neu erschienene Sammelband Artist Meets Archive #3 dokumentiert die dritte Ausgabe des Programms und verbindet wissenschaftliche Reflexion mit künstlerischer Werkschau. Im Zentrum steht dabei das Fotoalbum – ein Medium, das in der digitalen Bilderflut neu verortet wird: Welche Bedeutung hat es heute? Wie funktioniert Erinnerung im fotografischen Kontext? Neben theoretischen Texten stellt der Band auch die im Rahmen der Residenzen entstandenen künstlerischen Projekte vor und schlägt so eine Brücke zwischen Forschung, Archivarbeit und künstlerischer Praxis.

Zu diesen Fragen diskutieren: Die Fotohistorikerin Daria Bona, Heide Häusler, die künstlerische Leiterin der Internationalen Photoszene Köln, die Fotografin Heidi Pfohl und die Geschichtswissenschaftlerin Helena Weber. Moderation: Simone Klein, Gutachterin und Spezialistin für Fotografie.

Anmeldung: Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an a[email protected].

 

Daria Bona ist Fotohistorikerin und Kuratorin. Sie studierte Kunstgeschichte mit Schwerpunkt Geschichte und Theorie der Fotografie, Romanistik und Kunstmanagement in Köln und Granada. Von 2019 bis 2022 war sie als Stipendiatin im Programm Museumskurator*innen für Fotografie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung am Münchner Stadtmuseum, Museum Folkwang, Essen, Fotomuseum Winterthur und Getty Research Institute, Los Angeles tätig. Sie realisierte Ausstellungs- und Publikationsprojekte u.a. für die RAW Phototriennale Worpswede und das Stadtmuseum Düsseldorf. Seit Mai 2024 war sie Co-Leiterin von Artist Meets Archive, seit Januar 2025 leitet sie das Programm.

Heide Häusler hat in Bochum Kunstgeschichte, Philosophie und Film- und Fernsehwissenschaften studiert. Als Kuratorin und Ausstellungsmanagerin hat sie unter anderem für das Museum für Angewandte Kunst in Köln, das Stadtmuseum in Düsseldorf und die Schirn Kunsthalle in Frankfurt gearbeitet. Von 2009 bis 2016 war sie Ausstellungsleiterin des Fotofestivals Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg (jetzt Biennale für aktuelle Fotografie). Zuletzt kuratierte sie die Ausstellungen „Next Generations“ und „From A to B“ im Museum Morsbroich in Leverkusen. Seit 2013 verantwortet sie die Geschäftsführung und Künstlerische Leitung der Internationalen Photoszene Köln.

Heidi Pfohl ist Fotografin, Medienkünstlerin und Redakteurin. Nach einer Ausbildung zur Fotografin studierte sie an der Kunsthochschule für Medien Köln, wo sie, nach Stationen an den Universitäten Hildesheim und Bonn, nun in der Fächergruppe Kunst- und Medienwissenschaft tätig ist. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit Konstellationen institutioneller Räume sowie deren Transformationsprozessen und interessiert sich dabei insbesondere für die Theoriegeschichte der Fotografie. Sie unterstützt seit 2021 die Photoszene als Redakteurin und projektiert u.a. das Artist Meets Archive Symposium.

Helena Weber studierte Geschichtswissenschaften mit dem Schwerpunkt der Medien- und Fotografiegeschichte, außerdem Westslawistik und Anglistik an den Universitäten Köln und Krakau. Sie war als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Theorie und Geschichte der Fotografie an der Universität Köln tätig und wirkte an mehreren Forschungs- und Digitialisierungsprojekten fotohistorischer Materialien mit. Als Kuratorin konzipierte sie fotohistorische und mediengeschichtliche Ausstellungen an den Stadtmuseen Leipzig und Dresden sowie zuletzt am Haus der Geschichte in Bonn. Ab 2022 betreute sie für die Internationale Photoszene Köln das Programm Artist Meets Archive, dessen Leitung sie 2023 übernahm. Seit 2024 war sie als wissenschaftliche Dokumentarin am Historischen Archiv mit Rheinischem Bildarchiv tätig und übernahm die Leitung des Sachgebiets Rheinisches Bildarchiv im Januar 2025.

Simone Klein ist unabhängige Expertin und Gutachterin für Fotografie, Kunstberaterin, Kuratorin und Autorin in Köln. Studium der Kunstgeschichte in Paris und Bonn. Sie hat für die Galerie Rudolf Kicken, das Auktionshaus Lempertz als Leiterin der Fotografie-Abteilung, Sotheby’s London und Paris als Direktorin der Fotografie-Abteilung Europa, bei Magnum Photos in Paris als Global Sales Director und bei Artnet Auctions als Senior International Specialist, Photographs, gearbeitet. Klein ist Mitglied des Curatorial Committee der Photo London sowie Nominatorin für den Prix Pictet, Juryvorsitzende des Felix Schoeller Photo Award und hat einen Lehrauftrag an der Donau-Universität in Krems, Österreich. Simone Klein ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh e.V.) und des Verbandes unabhängiger Kunstsachverständige (VUKS e.V.) sowie öffentlich vereidigte und bestellte Sachverständige bei der IHK Köln, Sachgebiet „Werke der Fotografie 19.-21. Jh.“ Seit 2021 zeigt sie in ihrem „Showroom Fotografie“ in Köln-Ehrenfeld Positionen klassischer und zeitgenössischer Fotografie.

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