Posts tagged 'qualitative Sozialforschung'

22. Oktober 2014

Qualitative Forschung als strenge Wissenschaft?

Zur Rezeption der Phänomenologie Husserls in der Methodenliteratur

Qualitative Forschung als strenge Wissenschaft?

Andrea Ploder zeichnet in ihrer Arbeit systematisch die verschiedenen Wege der Husserl-Rezeption in der Methodenliteratur nach, unterscheidet verschiedene Rezeptionsweisen und prüft ihr Verhältnis zu den Schriften Husserls. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur sozialwissenschaftlichen Methodengeschichte und zur methodologischen Grundlagendebatte der qualitativen Sozialforschung. Aus Sicht der philosophischen Husserl-Forschung ist es ein spannendes Fallbeispiel für Probleme und Potenziale einer Rezeption der Phänomenologie in den Einzelwissenschaften. Auf den ersten Blick hat die Phänomenologie Edmund Husserls mit der qualitativen Sozialforschung wenig gemeinsam: Husserl will die...

18. Mai 2011

Universitäre Lehre

Deutungsmuster von ProfessorInnen im deutsch-französischen Vergleich

Universitäre Lehre

Europas Universitäten haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert, mit ihnen wurden die Bedingungen für die Lehre neu gestaltet. Die gesellschaftlichen Ansprüche an die Universität sind direkter geworden: Studium und Lehre sollen auf den Arbeitsmarkt der »Wissensgesellschaft« vorbereiten. Doch wie vollzieht sich die Lehre, eines der beiden Kerngeschäfte der Universität eigentlich? Ändern die veränderten Rahmenbedingungen auch die Art und Weise, in der Professorinnen und Professoren die Lehre denken? Auf Basis qualitativer Interviews rekonstruiert die Autorin in einem deutsch-französischen Vergleich, welche Deutungsmuster die ProfessorInnen ihrer Lehre zugrunde legen. Die...

13. Mai 2011

Stefan Meier

apl. Prof. Dr.

Stefan Meier

Stefan Meier ist Professor für Medienwissenchaft an der Universität Koblenz/Landau. Zuvor war er Privatdozent am Institut für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen und vertrat die Professur Visuelle Kommunikation an der TU Chemnitz. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ko-Leiter des DFG-Projektes ›Methodeninstrumentarium zur Bestimmung von Online-Diskursen‹ am Institut für Medienforschung der TU Chemnitz. Arbeitsschwerpunkte: Online-Forschung, Visual Culture, Mediensemiotik, Popkultur, qualitative Sozial-, Mediennutzungs- und Designforschung.

12. Mai 2011

Winfried Marotzki

Winfried Marotzki

Winfried Marotzki ,g eboren 4.6.1950; 1973-1978 Studium der Germanistik, Philosophie und Erziehungswissenschaft in Hamburg; 1983 Promotion in Erziehungswissenschaft zum Dr. phil. über das Thema: Subjektivität und Negativität als Bildungsproblem; 1989 Habilitation in Allgemeiner Pädagogik mit der Schrift Entwurf einer strukturalen Bildungstheorie; 1990-1991 Vertretungsprofessur C3 Universität Hamburg: Allgemeine Pädagogik; ab 1991 Professur C4 Allgemeine Pädagogik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Institut für Erziehungswissenschaft, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg, Deutschland. Arbeitsschwerpunkte:...

17. März 2010

Zur Methodologie der Sozialwissenschaften

Zur Methodologie der Sozialwissenschaften

Nach seiner Monographie »Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt« zog Schütz aus den dort entwickelten Grundlegungen einer verstehenden Soziologie methodologische Folgerungen, welche für die Entwicklung qualitativer Sozialforschung maßgebend werden sollten. Die zum Teil unveröffentlicht gebliebenen Texte sind in dem nun vorliegenden Band IV der Alfred Schütz-Werkausgabe versammelt. An ihrem Ausgangspunkt setzten sich Schütz’ methodologische Überlegungen kritisch mit den methodischen und wissenschaftstheoretischen Annahmen seines Lehrers Ludwig von Mises sowie mit der Wissenschaftslehre Max Webers auseinander. Von hier aus entwickelt er in den 1930er-Jahren eigene Ansätze für eine...

1. Januar 2009

In Algerien

Zeugnisse der Entwurzelung

In Algerien

Die Publikationen von Pierre Bourdieu gehören heute zu den Standardwerken in Wissenschaft und Studium, seine fotografischen Arbeiten hingegen sind kaum bekannt. Pierre Bourdieus fotografische Dokumentationen entstanden zwischen 1958 und 1961 während seiner Feldforschungsarbeiten in Algerien. Sie geben einen tiefen Einblick in sein »frühestes und zugleich aktuellstes Werk« (Bourdieu). Algerien wurde in einem außergewöhnlich brutalen Kolonialkrieg tief erschüttert und von Anachronismen und sozialen Widersprüchen zerrissen. In diesem, wie Pierre Bourdieu selbst sagte, »gesellschaftlichen Laboratorium« kristallisierte sich Ende der Fünfzigerjahre seine Bestimmung zum Beruf des Soziologen...

1. Februar 2007

Robert E. Park

Robert E. Park

Robert Ezra Park (1864–1944) gilt als der Begründer der empirischen Stadtsoziologie und der humanökologischen Forschungsrichtung an der Universität Chicago (»Chicagoer Schule für Soziologie«). Er prägte den Begriff des ›kollektiven Verhaltens‹, widmete sich der Erforschung von Rassenbeziehungen und Kulturkonflikten und setzte sich mit der Bedeutung von kommunikativen Vorgängen auseinander. Park formulierte die »melting pot«-Theorie multiethnischer Integration von Einwanderern in die Kultur eines Landes. Große Aufmerksamkeit schenkte Park dem Einfluss von Massenmedien, insbesondere der Nachrichtenkommunikation. Seine theoretischen Annahmen lösten lang anhaltende Fachdiskussionen...