Posts tagged 'Medienqualität'

5. Juni 2020

Tanja Weber

Dr.

Tanja Weber

Tanja Weber, Dr., arbeitet als Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Medienkultur und Theater an der Universität zu Köln. Sie studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Neuere Geschichte an der Universität zu Köln und hat über Kultivierung in Serie: Kulturelle Adaptionsstrategien von fiktionalen Fernsehserien (Marburg: Schüren, 2012) promoviert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Serialität in kulturell vergleichender, historischer und medienübergreifender Perspektive, Fernsehtheorie und -geschichte sowie Medienqualität. Derzeit arbeitet sie zusammen mit dem Grimme-Institut zu Fragen der Fernsehqualität.

22. August 2017

Julia Serong: Medienqualität und Publikum

Julia Serong: Medienqualität und Publikum

Rezensiert von Matthias Rath Julia Serong wendet sich mit ihrer 2014 erschienenen Dissertation in beeindruckender Weise einem Themenfeld zu, das gemeinhin und häufig auch unbedacht als Selbstwiderspruch verstanden wird (vgl. Karmasin/Rath/Thomaß 2013), nämlich als Vertreterin einer empirisch arbeitenden Sozialwissenschaft ein normatives Thema, hier “Medienqualität“, zu bearbeiten. Die Originalität besteht dabei darin, dass Serong ihr Thema nicht nur beschreibend daraufhin untersucht, wer welche Form der Qualitätsnormierung in der Qualitätsforschung präferiert, sondern die Aussichtslosigkeit eines in der Sache missverstandenen Weberschen Werturteilsfreiheitspostulats benennt und...

18. März 2017

Differenzielle Rezeption, transaktionale Medienwirkungen und die Bewertung öffentlicher Kommunikationsmedien

Methodologische Betrachtungen zur TV-Programmforschung

Differenzielle Rezeption, transaktionale Medienwirkungen und die Bewertung öffentlicher Kommunikationsmedien

Medieninhaltsanalysen stehen häufig in der Kritik, die Rezeptionsweisen des Publikums in ihrer Methodik, Kategorienbildung und Dateninterpretation nicht ausreichend zu beachten. Diese Arbeit prüft für das Beispiel TV-Programmanalysen, inwiefern Urteile von Rezipienten und daraus abgeleitete Bewertungssysteme eine geeignete Alternative zur inhaltsanalytisch angelegten Medienqualitätsforschung sind. Bezug genommen wird auf Erkenntnisse aus der differenziellen Rezeptionsforschung sowie auf jenen Zweig der Wirkungsforschung, der von der Vorstellung von einem Kognitionszyklus bzw. vom Verstehen als Interaktion ausgeht. Die vorliegende Arbeit stellt fest, dass Medienangebot und Medienrezeption...

20. Mai 2015

Medienqualität und Publikum

Zur Entwicklung einer integrativen Qualitätsforschung

Medienqualität und Publikum

Der Diskurs über die Qualität der Medien ist geprägt durch den Widerspruch von „Qualität“ und „Quote“, also von normativen Qualitätsansprüchen einerseits und ökonomischen Wechselwirkungen der Medienproduktion und -nutzung andererseits. Julia Serong unternimmt zunächst eine Analyse des Qualitätsdiskurses und seiner verschiedenen Foren und weist auf das Problem hin, dass das Publikum nur unzureichend in diesen Diskurs eingebunden ist. Dabei ist der Qualitätsdiskurs unerlässlich für die öffentliche Selbstbeobachtung der Gesellschaft. Das Buch enthält aus diesem Grund eine ausführliche und kritische Auseinandersetzung mit den Problemen, Konfliktfeldern und Perspektiven der...