Posts tagged 'Lokaljournalismus'

2. Dezember 2015

Klaus Arnold (†)

Prof. Dr.

Klaus Arnold (†)

Klaus Arnold (†), Prof. Dr., * 30. September 1968, † 29. Mai 2017. Klaus Arnold war seit 2010 Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Trier. Studium der Journalistik in München. 2001 Promotion mit einer Arbeit über die DDR-Rundfunkgeschichte. 2008 Habilitation mit einer Arbeit über Qualität im Journalismus. Vor der Professur 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter und wissenschaftlicher Assistent an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Forschungsschwerpunkte: Qualität im Journalismus, Lokaljournalismus, Innovationen im Journalismus, Medien- und Kommunikationsgeschichte.

11. Juli 2014

Annika Sehl: Partizipativer Journalismus in Tageszeitungen

Annika Sehl: Partizipativer Journalismus in Tageszeitungen

Rezensiert von Wiebke Möhring Aus Sicht der Kommunikationswissenschaft ist es sehr zu begrüßen, dass das Thema des Lokaljournalismus in jüngerer Zeit wieder etwas mehr Beachtung erlangt hat, insbesondere auch die Betrachtung nicht aus wirtschaftlicher Perspektive, sondern im Hinblick auf die publizistische Bedeutung (so z. B. Chmielewski 2011; Pöttker/Vehmeier 2013). Wissenschaftlich Interessierte wird es daher freuen, dass in dem vorliegenden Buch erneut ein publizistischer Blick eingenommen wird, diesmal geht es um die Frage der Vielfalt im Lokalen. Annika Sehl bearbeitet in ihrer Dissertation an der Universität Dortmund damit ein Themengebiet, welches einerseits ein in seinen Grundfragen...

10. Juni 2014

Horst Pöttker, Anke Vehmeier (Hrsg.): Das verkannte Ressort

Horst Pöttker, Anke Vehmeier (Hrsg.): Das verkannte Ressort

Rezensiert von Sonja Kretzschmar Das verkannte Ressort – der Titel des Buches lässt an den Band Der missachtete Leser denken, in dem Peter Glotz und Wolfgang Langenbucher Ende der 60er Jahre für mehr Verantwortung im Journalismus und für eine bessere Aufklärung der Bürger plädierten. Obwohl das Buch den Finger in die Wunde legte – eine rege Debatte zwischen Wissenschaft und Praxis über den Lokaljournalismus, sein Potential und seine Relevanz konnte es nur begrenzt auslösen. Publikationen zum Lokaljournalismus gibt es weiterhin wenige; Lokale Publizistik von Norbert Jonscher ist zu nennen und der Band Lokaljournalismus, der Ende der 90er vom Projektteam Lokaljournalismus der...

12. September 2013

Lokales

Basiswissen für die Medienpraxis

Lokales

Das Lokale ist publizistische Kraftquelle und innovativer Hotspot, hier wird mit neuen Formen und Formaten experimentiert. Im Lokalen beginnen viele Journalisten ihre Karriere. Das Lokale ist beim Leser beliebt und der Einfluss der Berichterstattung auf die Eliten vor Ort ist hoch. Band 5 zeigt praktisch, was den Lokalteil stark macht: wie Lokalrecherche funktioniert, wie Informationen richtig selektiert werden und wie die Präsentation und die Vermittlung zum Nutzer gelingt. Denn der journalistische Alltag im Lokalen ist nicht einfach. Zeitdruck, Kungelei und Bequemlichkeit sind an der Tagesordnung. Das Buch benennt nicht nur diese Gefährdungen, sondern zeigt auch, wie Journalisten den täglichen...

19. April 2013

Vieles verändert sich – aber wie?

Das Beispiel der „Westfälischen Rundschau“ und die Defizite der Wissenschaft

Von Ulrich Pätzold Es ist schwer, Distanz zu den Emotionen zu finden, die Verfahren und Ergebnisse aufwühlen, mit denen die „Westfälische Rundschau“ (WR) aus Dortmund eine neue Runde der Medienvielfalt einleitet. Jetzt gibt es die erste Publizistische Einheit als Zeitung in Deutschland, die ohne eine Redaktion hergestellt wird. Ohne Vorankündigung bekamen am 15. Januar 2013 alle 120 Redakteurinnen und Redakteure von der Geschäftsführung der WAZ-Mediengruppe in Essen ihre Kündigungen. Etwa ebenso viele freie Journalisten verloren ihre Arbeitsgrundlage. Keine Benachrichtigung vorher, geschweige denn Mitsprache der Redaktion waren den Kündigungen vorausgegangen....

7. Oktober 2012

Was will der lokale Leser?

Ergebnisse einer crossmedialen Fallstudie Von Daniel Süper Um sich anno 2012 ein zustimmendes Nicken vor lokaljournalistischem Fachpublikum zu verschaffen, verspricht eine These besonderen Erfolg: Im Ringen um die knappe Aufmerksamkeit des Publikums seien dessen Vorlieben und Interessen stärker als in der Vergangenheit zu berücksichtigen. Das klingt wohlfeil – und ist faktisch schwer von der Hand zu weisen. Denn in der Tat hat sich die deutsche Rezeptionsforschung – sei sie privatwirtschaftlicher oder akademischer Natur – über Jahre und Jahrzehnte nur recht randständig mit lokalen Lesern, Nutzern, Zuschauern oder Hörern beschäftigt. Unter dem Eindruck...

29. März 2012

Briefe, Beiträge, Blogs: Nutzer-Partizipation im Lokaljournalismus

Wie professionelle Journalisten mit Laien-Inhalten umgehen Von Wiebke Möhring Nutzer-Partizipation im Journalismus beschäftigt Wissenschaft und Praxis seit einigen Jahren. Vor allem das demokratietheoretische Potenzial von Partizipation steht dabei im Mittelpunkt der Hoffnungen und Erwartungen, die verbesserte Teilhabe an öffentlichen Prozessen und das aktive Aus­üben freier Meinungsäußerung – jeder kann sich äußern und, gerade im Internet, auch Plattformen finden oder selber eröffnen, die ihm den Zugang in die Öffentlichkeit ermöglichen. Im Zusammenhang mit Nutzer-Partizipation ist aber auch das Zusammenspiel zwischen professionellem...

16. Januar 2012

Fabian Hintzler: Die Zukunft der regionalen Tageszeitung

Fabian Hintzler: Die Zukunft der regionalen Tageszeitung

Rezensiert von Gesa Schölgens Im Jahr 2007 machte die Münstersche Zeitung (MZ) mit einer bis dahin nie da gewesenen Aktion auf sich aufmerksam: Beinahe die gesamte Lokalredaktion wurde im Laufe eines Wochenendes ohne Vorwarnung ausgetauscht. Das Verlagshaus Lensing begründete diesen gravierenden Schritt auf dem Zeitungsmarkt mit dem “unterirdischen Qualitätsniveau”. In seinem Buch untersucht Fabian Hintzler, ob sich die Qualität der MZ seit dem personellen und strukturellen Umbruch tatsächlich verändert hat – eine nicht nur für Zeitungswissenschaftler spannende Thematik. Die Zukunft der regionalen Tageszeitung ist die Abschlussarbeit des Kommunikationswissenschaftlers an...

26. November 2011

Daniel Chmielewski: Lokale Leser. Lokale Nutzer

Daniel Chmielewski: Lokale Leser. Lokale Nutzer

Rezensiert von Wiebke Möhring Sie werden immer weniger, die Menschen, die täglich eine Zeitung lesen. Die Abonnentenzahlen nehmen ab, die Verlage stehen unter Kostendruck, die Redaktionen müssen sich vermehrt Fragen stellen: Mit welchen Inhalten können wir Leser an uns binden, welches Medium soll die Inhalte transportieren? Seit Jahrzehnten gilt: Setzt auf das Lokale. Das ist es, was die Leser wollen, das ist es, was die Abonnementzeitung (abgesehen von überregionalen Titeln) ausmacht. Die Stärke und damit das (bisherige) Alleinstellungsmerkmal ist lokale Kompetenz, und das weiß der Leser zu schätzen. Das ist also nicht neu – und gilt trotzdem immer noch, wie auch diese Studie zeigt....

16. November 2011

Patrick Voßkamp: Sprechen, um zu schreiben

Patrick Voßkamp: Sprechen, um zu schreiben

Rezensiert von Heiner Apel Sprechen, um zu schreiben klingt zunächst wie eine fehlerhafte Inversion, wie eine unkonventionelle Umkehrung des Vertrauten, denn für gewöhnlich funktionieren die genannten Tätigkeiten in anderer Richtung: zunächst wird etwas geschrieben (z. B. ein Beitrag für eine Radiosendung) und dies dann gesprochen, damit es auf Sendung gehen kann. Was heißt nun “Sprechen, um zu schreiben”? Das Feld des Journalismus wird tatsächlich berührt, aber eben nicht der Hörfunk oder das Fernsehen, sondern das klassische, alte Zeitungsgeschäft, genauer der Lokaljournalismus. Patrick Voßkamp, selbst in einer Redaktion als freier Mitarbeiter im Lokalen tätig sowie...