Posts tagged 'Intermedialität'

30. Oktober 2018

Dirk Hommrich

Dr. phil.

Dirk Hommrich

Dirk Hommrich, Dr., ist wissenschaftlicher Referent für internationale Entwicklungen beim Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) und zweiter Direktoriumssprecher des Instituts für Kulturforschung Heidelberg. Er studierte Philosophie, Soziologie, Politologie und Geschichtswissenschaft und war Stipendiat des interdisziplinären DFG-Graduiertenkollegs „Topologie der Technik“, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz, der Professur für gesellschaftliche, politische und rechtliche Grundlagen von Bildung und Erziehung der Helmut-Schmidt-Universität sowie Senior Researcher...

24. November 2016

Thomas Bendels, Bernhard Runzheimer, Sabrina Strecker (Hrsg.): Playing in-between

Thomas Bendels, Bernhard Runzheimer, Sabrina Strecker (Hrsg.): Playing in-between

Rezensiert von Anne-Kristin Langner Medien lassen sich nicht hinreichend ohne ihren spezifischen Kontext analysieren. Denn eine vollumfassende Definition des Begriffs Medium an sich bleibt ein utopisches Ziel, wie verschiedene Herangehensweisen verdeutlichen: So kann ein Medium als Vermittler verstanden werden, der etwas wahrnehmbar macht. Der Medienbegriff kann aber auch auf Phänomene wie Luft oder Licht angewendet werden. Ein Medium verstanden als Kulturtechnik hat hingegen technisch-apparativen Charakter. Ausgehend von dieser Annahme sowie dem Zweifel daran, dass eine „vollständige Analyse eines einzelnen medialen Produkts“ (S. 11) möglich sei, treffen die Herausgeber für die Methodik...

18. April 2016

Semiotik: »Ich will verstehen«

Pressemitteilung vom 15. April 2016

Semiotik: »Ich will verstehen«

Verstehen und Verständigung sind mit Bezug auf die zunehmende soziokulturelle Diversität fraglos unterstellte und beständig geleistete Fähigkeiten, ohne die der ohnehin immer fragile gesellschaftliche Zusammenhalt zerbrechen würde. Verstehen kann hierbei als eine notwendige Voraussetzung gesehen werden, um sich verständigen zu können. Die Handlung oder Äußerung eines anderen Menschen zu verstehen bedeutet, dass wir uns die jeweiligen Beweggründe klarmachen, die zu dieser Handlung oder Äußerung geführt haben. Aber das Verstehen kommunikativer Handlungen gelingt oft nur graduell. So können wir eine Äußerung in ihrem sachlichen Gehalt verstehen, ohne korrekt verstanden zu haben,...

28. März 2016

Verstehen und Verständigung

Intermediale, multimodale und interkulturelle Aspekte von Kommunikation und Ästhetik

Verstehen und Verständigung

Der Band Verstehen und Verständigung geht den Phänomenen des Verstehens und der Verständigung in ihren Möglichkeiten, Grenzen und gegenseitigen Bedingungsverhältnissen nach und nimmt hierbei die unterschiedlichen Medien der Verständigung in den Blick. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass der verstärkte Einsatz multimedialer und multimodaler Formen der Kommunikation in einer zunehmend global ausgerichteten, damit aber zugleich heterogener werdenden Kultur veränderte Bedingungen der Verständigung geschaffen hat, die ein erneutes Nachdenken über ihre hermeneutischen Voraussetzungen sinnvoll erscheinen lassen. Das Thema des Bandes ist daher ein zutiefst transkulturelles Thema, denn die Frage...

6. Juni 2014

Johanne Mohs: Aufnahmen und Zuschreibungen

Johanne Mohs: Aufnahmen und Zuschreibungen

Rezensiert von Jan Gerstner Johanne Mohs’ Arbeit Aufnahmen und Zuschreibungen widmet sich den Wechselwirkungen von literarischem Schreiben und Fotografie unter einem interessanten Gesichtspunkt. Es geht ihr weniger um die so oft gesuchten Spuren fotografischer Bildlichkeit im literarischen Text, sondern, wie der Untertitel des Buchs andeutet, um den “fotografischen Akt”. Das Fotografieren, weniger das Fotografierte steht hier im Vordergrund. Fotografietheoretisch orientiert sich Mohs an den einschlägigen Arbeiten von Roland Barthes, Philippe Dubois und Jean-Marie Schaeffer sowie der fotografischen Praxis von Denis Roche, da sich hier ein Fotografieverständnis artikuliert, das...

26. September 2012

Stefanie Diekmann; Winfried Gerling (Hrsg.): Freeze Frames

Stefanie Diekmann; Winfried Gerling (Hrsg.): Freeze Frames

Rezensiert von Peter W. Schulze Intermediale Bezüge zwischen Fotografie und Film wurden in den letzten Jahren verstärkt Gegenstand medienwissen-schaftlicher Forschung, wie Stefanie Diekmann und Winfried Gerling in der Einleitung von Freeze Frames. Das Verhältnis von Fotografie und Film zu Recht feststellen. Beispielhaft anführen lassen sich zwei ebenfalls 2010 erschienene Sammelbände zur Intermedialität von Fotografie und Film. Während Fixe/animé. Croisements de la photographie et du cinéma au XXe siècle (Guido/Lugon 2010) anhand von fünf Themenfeldern mit umfangreichen einleitenden Aufsätzen die “Kreuzungen” beider Medien systematisch zu erfassen sucht, widmet sich Viva...

20. September 2012

Jörg Helbig

Univ.-Prof. Dr.

Jörg Helbig

Jörg Helbig studierte Anglistik, Romanistik, Philosophie und Pädagogik an der Freien Universität Berlin. Nach Lehrtätigkeiten an den Universitäten FU Berlin, Halle-Wittenberg, Trier, Köln und HU Berlin ist er seit 2004 Professor für Englische und Amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Seine Forschungsgebiete umfassen u.a. Intertextualität und Intermedialität, postmoderne Literatur sowie Filmnarratologie und Film- und Mediengeschichte. Zu seinen jüngeren Buchpublikationen zählen Geschichte des britischen Films (Stuttgart 1999), Chronik des britischen Films (Trier 2000), Erzählen und Erzähltheorie im 20. Jahrhundert (Heidelberg 2001),...

7. September 2012

Georg Mein; Heinz Sieburg (Hrsg.): Medien des Wissens

Georg Mein; Heinz Sieburg (Hrsg.): Medien des Wissens

Rezensiert von Christoph Gardian Der Sammelband geht zurück auf eine Ringvorlesung Interdisziplinäre Aspekte von Medialität, die im Sommersemester 2007 an der Universität Luxemburg veranstaltet wurde. “Ziel des Bandes ist es,” so die Ankündigung im U4-Text, “mit dem Begriff der Medialität die spezifische Verfasstheit des Wissens in den Mittelpunkt zu rücken – system-theoretisch formuliert: die Form der Kommunikation.” Dabei orientieren sich die Beiträge keineswegs am luhmannschen Wissensbegriff oder an seiner Medium/Form-Unterscheidung, deren Abstraktheit Georg Meins Theorie-Abriss “Anstelle einer Einführung“ bemängelt. Mein kontrastiert – so ließe...

18. Juli 2012

Silke Horstkotte: Nachbilder

Rezensiert von Jan Gerstner Spätestens seit der Jahrtausendwende zeichnen sich (nicht nur) in der deutsch-sprachigen Gegenwartsliteratur zwei Trends ab, die mittelbar zusammen-zuhängen scheinen. Zum einen ein neues Interesse an der Erinnerung an das Dritte Reich und den Holocaust, das die eigene Erinnerungsanstrengung zum Teil der Erzählung selbst macht und häufig als Familienroman daherkommt. Zum anderen lässt sich in vielen dieser und anderer Texte ein extensiver Bezug auf das Medium Fotografie feststellen – sei es, dass Fotos im Text abgebildet sind, sei es, dass sie als Erinnerungsanstöße die Gedächtnisinszenierung des jeweiligen Textes wesentlich bestimmten. Angesichts...