Posts tagged 'Game Studies'

4. Dezember 2016

Digitale Spiele

Digitale Spiele

Digitale Spiele sind seit der Jahrtausendwende zur wirtschaftlich bedeutendsten Kulturindustrie im westlichen Kulturraum aufgestiegen, indem sie sowohl die Film- als auch die Musikindustrie mit ihren Umsätzen und Einnahmen abgehängt hat. Gleichzeitig hat sich auch die Demographie der Spielenden nachhaltig gewandelt: Gamer sind heute schon fast gleich oft weiblich wie männlich, und die größte Alterskohorte sind Personen über 35. Man muss also konstatieren, dass Video- und Computerspiele in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, und so nicht mehr länger nur in einem jugendkulturellen oder gar subkulturellen Kontext gedacht werden können. Parallel zu diesen gesellschaftlichen Entwicklungen...

24. November 2016

Thomas Bendels, Bernhard Runzheimer, Sabrina Strecker (Hrsg.): Playing in-between

Thomas Bendels, Bernhard Runzheimer, Sabrina Strecker (Hrsg.): Playing in-between

Rezensiert von Anne-Kristin Langner Medien lassen sich nicht hinreichend ohne ihren spezifischen Kontext analysieren. Denn eine vollumfassende Definition des Begriffs Medium an sich bleibt ein utopisches Ziel, wie verschiedene Herangehensweisen verdeutlichen: So kann ein Medium als Vermittler verstanden werden, der etwas wahrnehmbar macht. Der Medienbegriff kann aber auch auf Phänomene wie Luft oder Licht angewendet werden. Ein Medium verstanden als Kulturtechnik hat hingegen technisch-apparativen Charakter. Ausgehend von dieser Annahme sowie dem Zweifel daran, dass eine „vollständige Analyse eines einzelnen medialen Produkts“ (S. 11) möglich sei, treffen die Herausgeber für die Methodik...

18. November 2016

Georg Milzner: Digitale Hysterie

Georg Milzner: Digitale Hysterie

Rezensiert von Martin Gehr Laut gesellschaftlicher Diskussion ist der Tenor, dass Computer, insbesondere das anarchische Internet sowie die Flut an gewalthaltigen und immer realistischer werdenden Computer- und Videospielen, Kindern und Jugendlichen in der Entwicklung schaden. Die Inhalte seien stereotyp, in der Intensität unangemessen, würden nervös und aggressiv machen und ein überzeichnetes Bild der Welt schaffen, in dem virtuelles Handeln unbegrenzt und Taten – mögen sie auch noch so kriminell veranlagt sein – letztlich folgenlos sind. Ist schließlich alles nur ein Spiel. Andere Forschungen besagen, das lange Sitzen vor dem Computer fördere Kurzsichtigkeit (Stein 2015), Übergewicht...

19. Mai 2016

Virtuelle Computerspielwelten

Rezeption und Transfer in dynamisch-transaktionaler Perspektive

Virtuelle Computerspielwelten

Bewegungsgesteuerte Computerspiele haben den Anspruch, sich intuitiv und natürlich steuern zu lassen. Die Arbeit versteht diese als einen neuen Computerspiel-Typus, der sich grundsätzlich von klassischen Computerspielen unterscheidet. Virtuelle Computerspielwelten entwirft ein Kommunikationsmodell zwischen Kommunikator und Spieler, welches aus einer dezidiert kommunikationswissenschaftlichen Perspektive aufzeigt, dass Computerspiele bestimmt werden durch ihren symbolkommunikativen Gehalt auf einer technischen Plattform. Die zentralen Annahmen der Arbeit, dass bewegungsgesteuerte Spiele den Spieler tiefer in die Spielwelt eintauchen lassen und den wechselseitigen Austausch als komplexe Transferprozesse...

27. August 2015

René Reinhold Schallegger

Dr.

René Reinhold Schallegger

René Reinhold Schallegger, geboren 1977 in Klagenfurt, studierte Anglistik/Amerikanistik und Französisch mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und der Anglia Ruskin University in Cambridge (UK). Auf seine Diplomarbeit zum Thema Voices of Authority – A Postmodern Reading of Babylon 5 folgte ein mehrjähriges Engagement in der Jugendpolitik. Mit seinem Promotionsprojekt Joyful Games of Meaning-Making: Role-playing Games and Postmodern Notions of Literature kehrte Schallegger als Wissenschaftlicher Assistent an die Universität zurück, wo er nach seiner Promotion sub auspiciis auch eine Stelle als Assistant Professor im Bereich britische und postkoloniale...

17. August 2015

Game Studies

Aktuelle Ansätze der Computerspielforschung

Game Studies

Das Spielen am Computer ist aus der konvergenten Medienkultur der Gegenwart nicht mehr wegzudenken: Computerspiele werden von Menschen beinahe jeden Alters und jeder gesellschaftlichen Stellung gespielt. Entsprechend erfreut sich die Computerspielindustrie schon des Längeren an Umsätzen, die mit denen der Filmindustrie durchaus vergleichbar sind, und der Deutsche Kulturrat möchte Computerspiele inzwischen gar als ›Kunst‹ verstanden wissen. Vor diesem Hintergrund überrascht es einerseits kaum, dass in den letzten Jahren auch das akademische Interesse an Computerspielen stark gestiegen ist und dass das immer noch recht junge Medium heute aus ganz unterschiedlichen methodologischen und epistemologischen...

Felix Reer

Felix Reer

Dr. Felix Reer ist seit April 2016 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der empirischen Kommunikations- und Medienforschung, wobei er sich vor allen Dingen mit medienpsychologischen Aspekten der Rezeption und Wirkung neuer Medien beschäftigt.

3. Juli 2015

Bettina Schwarzer, Sarah Spitzer (Hrsg.): Digitale Spiele im interdisziplinären Diskurs

Bettina Schwarzer, Sarah Spitzer (Hrsg.): Digitale Spiele im interdisziplinären Diskurs

Rezensiert von Claudia Wilhelm Der von Bettina Schwarzer und Sarah Spitzer herausgegebene Band versammelt Aufsätze zur technischen Entwicklung, zu aktuellen Phänomenen im Bereich Online-Spiele und Social Media, lerntheoretischen Aspekten und zur Vermarktung digitaler Spiele. Er möchte damit eine interdisziplinäre Perspektive auf aktuelle Entwicklungen im Forschungsfeld digitale Spiele bieten. Im ersten Beitrag des Bandes, verfasst von Marc Hauck, wird der Blick zunächst auf die technische Entwicklung von Computer- und Videospielen, beginnend in den 1950er Jahren, gerichtet. Die Betrachtung mündet in der Beschreibung aktueller Entwicklungen des Spielemarktes wie etwa die Herausbildung...

30. August 2013

Jan-Noël Thon

Jan-Noël Thon

Jan-Noël Thon ist Associate Professor of Media Studies am Department of Art and Media Studies der Norwegian University of Science and Technology (NTNU). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören transmediale Narratologie, Comic Studies, Filmtheorie, Game Studies und konvergente Medienkultur. Weitere Informationen unter: www.janthon.net

28. Juni 2013

Stephan Günzel: Egoshooter

Stephan Günzel: Egoshooter

Rezensiert von Stefan Höltgen Die akademische Beschäftigung mit Computerspielen existiert seit etwa zwei Jahrzehnten und ist aus der Frage hervorgegangen, mit welcher Art Medieninhalt wir es eigentlich zu tun haben, wenn wir mit dem Computer spielen. Zwei oft zitierte Positionen sehen das Computerspiel entweder als eine Art interaktiver Film oder Literatur, das daher mit ‘narratologischen’ Methoden untersucht werden kann, oder betonen den ‘ludologischen’ Aspekt der Interaktivität – zeitweise unter Marginalisierung des narrativen Charakters von Computerspielen. Kaum untersucht, so stellt Stephan Günzel in seiner im Campus-Verlag erschienen Habilitationsschrift fest,...