Posts tagged 'Darstellungsformen'

16. September 2014

Nadine Scherr: Die Übersetzung amerikanischer Texte in deutschen Printmedien

Nadine Scherr: Die Übersetzung amerikanischer Texte in deutschen Printmedien

Rezensiert von Ursula Stachl-Peier In ihrer Dissertation, die nun unter dem Titel Die Übersetzung amerikanischer Texte in deutschen Printmedien in der von Peter Lang herausgegebenen Reihe Mainzer Studien zur Amerikanistik erschienen ist, untersucht Nadine Scherr die Auswirkungen von Medientext-Übersetzungen auf die “Kulturmittlung zwischen den USA und Deutschland” – ein Bereich, in dem die Autorin noch reichlich Forschungsbedarf ortet. Die Ergebnisse ihrer umfassenden Analyse von “defizitären” Übersetzungen sind, so die Autorin einleitend, für mehrere Disziplinen von Belang: Für die Amerikanistik kann die Studie “wertvolle Kenntnisse darüber liefern, inwiefern...

1. März 2014

Onlinejournalismus

Onlinejournalismus

Onlinejournalismus ist eine tägliche Herausforderung für fast alle Journalisten. Ob bei Zeitungen, Zeitschriften, Radio- oder Fernsehsendern – Themen und Rechercheergebnisse werden überalls fürs Internet aufbereitet. Die Redakteure lernen, crossmedial und multimedial zu denken und zu arbeiten. Nach der Lektüre dieses Ratgebers fällt Ihnen dies mit Sicherheit sehr viel leichter. Sie können mitreden, wenn es um Cliffhanger, Hypertext, RSS-Feed, Tweets und Weblogs geht. Sie können aber vor allem journalistische Onlineangebote gestalten und redaktionell betreuen, denn der Band ist durchgehend praxisbezogen. Schreiben, Textaufbau, Darstellungsformen und multimediales Erzählen sind die...

28. März 2013

Alla G. Bespalova, Evgenij A. Kornilov, Horst Pöttker (Hrsg.): Journalistische Genres in Deutschland und Russland

Alla G. Bespalova, Evgenij A. Kornilov, Horst Pöttker (Hrsg.): Journalistische Genres in Deutschland und Russland

Rezensiert von Wolfgang Mühl-Benninghaus Der Journalismus wie auch die Medien generell in Russland stehen in der aktuellen deutschen Berichterstattung allgemein unter dem Verdacht von Zensur und der Beeinflussung durch Oligarchen und andere einflussreiche Kräfte des Landes. Dieser zum Teil berechtigte Vorbehalt hat offensichtlich in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit dazu geführt, sich grundsätzlich nicht näher mit Fragen des Journalismus in Russland zu beschäftigen. Die vorhandene Abstinenz hat das vorliegende Handbuch nun erstmals grundsätzlich durchbrochen. Diese Tatsache ist außer den drei Herausgebern mehr als 20 weiteren deutschen und russischen Wissenschaftlern zu danken,...

10. Mai 2011

Michael Haller

Prof. Dr. phil.

Michael Haller

Michael Haller, Prof. Dr. phil. (geb. 1945), war während 25 Jahren als Journalist in leitender Funktion in verschiedenen Medien des deutschen Sprachraums tätig. Von 1993 bis zu seiner Emeritierung 2010 hatte er den Lehrstuhl für Journalistik an der Universität Leipzig inne. Er ist seither als wissenschaftlicher Direktor des Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung in Leipzig tätig. Haller hat zahlreiche wissenschaftliche Publikationen und einschlägige Standardwerke zum Journalismus verfasst.

8. April 2010

Das Publikum im Blick

Das Publikum im Blick

Die veränderte Publikumsorientierung des Journalismus seit 1990 Von Bernd Blöbaum, Sophie Bonk, Anne Karthaus & Annika Kutscha Sind Journalisten einer „Diktatur des Pub­likums“ ausgesetzt, wie Michael Meyen und Claudia Riesmeyer (2009) plakativ melden? Diese steile These ist ein Ausgangspunkt für die folgende Betrachtung des Verhältnisses zwischen Journalisten und Publikum. Gefragt wird nach dem Stellenwert der Publikumsorientierung im Informationsjournalismus in Deutschland seit 1990. Ausgehend von einem Journalismusverständnis, das neben den in der Forschung vornehmlich fokussierten Rollenträgern, den Journalisten, auch die journalistische Organisation (z. B. Redaktionen) und...

8. Oktober 2009

Erzähl mir die Geschichte

Merkmale und Funktion der Reportage in Printmedien Von Katharina Beckmann Im Jahr 1979 erscheint in Deutschland ein Taschenbuch mit dem Titel: „Der rasende Reporter“. Die daumendicke Kladde erzählt von den Abenteuern eines Lokaljournalisten, der die finsteren Machenschaften einiger Gestalten ans Licht bringen will. Gehüllt in einen Trenchcoat mit Klappkragen und mit gespitztem Bleistift in der Hand, streift er um die Häuser – um dabei zu sein, wenn diese Gestalten ihre Geschäfte abwickeln. Und um darüber zu schreiben. Die Hauptfigur in Band 63 aus der Reihe „Walt Disney’s Lustige Taschenbücher“ erledigt ihre Aufgabe offenbar hervorragend. Gleich nach Erscheinen seines ersten...

1. Juni 1990

Handbuch Filmmusik I

Musikdramaturgie im Neuen Deutschen Film

Handbuch Filmmusik I

Der Neue Deutsche Film (1960–1985) war ein Autorenkino: mit eigener Handschrift und individualisierten Darstellungsformen. Im Vergleich dazu ist heutiges Filmbusiness zum Produzentenkino geworden. Durch permanentes Schielen auf Quote und finanziellen Erfolg dominieren Mainstream und austauschbare Versatzstücke. Gerade in der Filmmusik werden immergleiche Erfolgsmodelle perpetuiert. Enjott Schneider zeigt auf, was einst das Faszinosum des Neuen Deutschen Films ausmachte: die Lust an Experiment und Risiko, eine individuelle (oft verquere) Meinung zu formulieren, die Suche nach Neuem, auch wenn damit oftmals ein Scheitern verbunden war. Das Quellenmaterial dazu stammt zum einen aus über hundert...