Distanzierung und Aufruf zur sachlichen Debatte
Als Verleger, der sich seit Jahren für eine kritische und pluralistische Medienlandschaft einsetzt, sehe ich mich veranlasst, mich öffentlich von einen Tweet von Julian Reichelt zu distanzieren, den ich weiterverbreitet habe.
Der Tweet ist in einer Sprache verfasst, die eindeutig polarisiert. Für mich steht fest: Der Herbert von Halem Verlag, dessen Programm ich verantworte und der meinen Namen trägt, fördert eine kritische, immer faktenbasierte Auseinandersetzung mit relevanten gesellschaftlichen Themen. Und dies muss immer in einer Form geschehen, die alle Teilnehmer am öffentlichen Diskurs in einer offenen und fairen Diskussion zusammenführt. Der von Julian Reichelt betriebene Journalismus ist diesem Ziel offenbar nicht verpflichtet. Er treibt uns eher auseinander.
Es gibt da draussen viele Journalisten, die sich seit Jahren mit Herzblut für die Depolarisierung von Debatten einsetzen. Diese Journalisten gilt es zu unterstützen. Durch meinen unbedachten Retweet habe ich ihre Arbeit eher erschwert. Das tut mir sehr leid.
Polarisierungen und natürlich vor allem Desinformation zielen darauf ab, den demokratischen Diskurs zu untergraben. Es ist meine Verantwortung als Verleger, dies klar zu benennen und entschieden dagegenzuhalten.
Mit Nachdruck rufe ich dazu auf, weiterhin an einer respektvollen und sachlichen Debatte über Medien und Meinungsfreiheit festzuhalten – auch in kontroversen Fragen.
Herbert von Halem


