Rezensionen in “Medienwissenschaft”


Von Redaktion am 21. Mai 2008

In Ausgabe 2/2008 sind in der Medienwissenschaft wieder einige Rezensionen unserer Titel erschienen.

Nadine Dablé hat Audiovisuelle Emotionen. Emotionsdarstellung und Emotionsvermittlung durch audiovisuelle Medienangebote von Anne Bartsch, Jens Eder und Kathrin Fahlenbrach (Hrsg.) gelesen und findet:

Der Band bietet ein breites Spektrum an Beiträgen, indem trotz der thematischen Vielfalt immer wieder Vergleichspunkte aufscheinen, wodurch sich eine integrative Ebene ergibt. Wer hier allerdings gemäß dem interdisziplinären Anspruch Beiträge von Autoren unterschiedlicher Disziplinen erwartet, der wird enttäuscht. […] Durch die teilweise weitsichtigen Blicke über den eigenen Tellerrand hinaus entwickeln die Autoren allerdings durchaus neue und inspirierende Perspektiven.

Über Visual Culture Revisited. German and American Perspectives on Visual Culture(s) (hrsg. von Ralf Adelmann/Andreas Fahr/Ines Katenhusen/Nic Leonhardt/Dimitri Liebsch/Stefanie Schneider) schreibt Hans J. Wulff:

Bilder stehen in kultureller Kommunikation nicht für sich, sondern sind eingebunden in das irisierende Spiel sozialer Bedeutungen, Praktiken, Institutionen. Der Band illustriert diese These an diversen, oft lesenswerten Beispielen. Dass darüber die Arbeit an der Theorie der visuellen Kultur weitestgehend ausgespart bleibt, mag man verschmerzen. Eine Neubestimmung des Forschungsfeldes, wie der Titel suggeriert, ist der Band darum aber keinesfalls.

Isabell Otto beschäftigt sich mit Mit Bildern lügen von Wolf-Andreas Liebert und Thomas Metten (Hrsg.):

Gerade weil die Positionierung der einzelnen Beiträge zur Ausgangsthematik ‚Bilder, die lügen’ ganz unterschiedlich ausfällt, umfasst der Band ein breites Feld bild- und medienwissenschaftlicher Fragestellungen und entfaltet ein umfassendes Spektrum interdisziplinärer Perspektiven.

Zu Prominenz in den Medien von Thomas Schierl (Hrsg.) schreibt Enrico Wolf:

Insgesamt wirft die Publikation interessante Schlaglichter auf das Phänomen der Prominenz, auch wenn manche theoretischen Zusammenhänge nur angedeutet bleiben. Gerade bei diesem Thema könnten zudem kommunikationswissenschaftliche und medienkulturtheoretische Ansätze zu Phänomenen wie Star, Held und Idol, die in diesem Buch leider nur als „nachgelagerte Elaborationen“ (S.13) von Prominenz verstanden werden, voneinander profitieren.

Die Perspektiven der Cultural Studies. Der Lawrence-Grossberg-Reader, herausgegeben von Rainer Winter, bekommt viel Anerkennung von Andreas Dörner:

Die Texte […] sind tatsächlich anregende Gesprächsbeiträge, aus denen diejenigen Leser interessante Impulse schöpfen können, die sich mit moderner Kultur, mit dem Populären und seinen diversen Erscheinungsweisen, beschäftigen. […] Der Band, der eine Reihe mit Zusammenstellungen wichtiger Aufsätze von Cultural-Studies-Vertretern fortführt […], stellt einen wertvollen Beitrag zur aktuellen Diskussion über das Projekt der Cultural Studies dar. […] Etwas bedauerlich erscheint schließlich auch die Tatsache, dass das Nachwort Rainer Winters, der ohne Zweifel einer der besten Kenner der Szenerie ist, relativ knapp ausfällt. […] In jedem Fall wird das Buch der gewichtigen Stimme Lawrence Grossbergs im deutschen Kontext mehr Gehör verschaffen, und dafür gebührt dem Herausgeber großer Dank.

Zu guter letzt schreibt Hans-Dieter Kübler über Das politische Bild. Fotojournalismus in Theorie und Empirie von Elke Grittmann:

Explizierte Erkenntnisinteressen, klare Fragestellungen, nachvollziehbare Verortungen in den einschlägigen Disziplinen, einen systematischen Aufbau und eine verständliche Sprache. Besonders konsequent bedient Elke Grittmann diese Ansprüche in ihrer umfangreichen, überarbeiteten Doktorarbeit, indem sie in jedem Kapitel die leitenden Fragen und Untersuchungsziele voranstellt und die Erkenntnisse bzw. Ergebnisse jeweils in Zusammenfassungen resümiert. So gelingt ihr zusätzlich fast ein theorieorientiertes Lehrbuch über den Fotojournalismus […], wie es bislang noch nicht vorlag. […] Was über die Pressefotografie im journalistischen Produktionskontext, über ihre Sinnkonstruktionen und normativen Paradigmen an theoretisch-analytischem und praxeologischem Wissen vorliegt, sichtet und beurteilt die Autorin auf eindrucksvolle Weise.