Rezensionen in der Publizistik 3/2008


Von Redaktion am 3. April 2008

In Ausgabe 3/2008 der Publizistik werden wieder einige unserer Neuerscheinungen besprochen.

Benjamin Drechsel schreibt über Das politische Bild. Fotojournalismus und Pressefotografie in Theorie und Empirie von Elke Grittmann:

Ein schwergewichtiges Exempel der Überwindung dieser beiderseitigen Schwächen ist Elke Grittmanns Dissertation, in der sie Kommunikations- und Bildwissenschaft sehr überzeugend miteinander verknüpft. […] Bis in Details zeigt sich hier ein souveränes transdisziplinäres Fachwissen. […] Doch bringt diese Studie wertvolle neue Hinweise, die zum Beispiel überzogene politikwissenschaftliche Befürchtungen bezüglich einer visuellen Dominanz “symbolischer Politik” deutlich relativieren und differenzieren.

Zu Die Alpha-Journalisten. Deutschlands Wortführer im Porträt von Stephan Weichert und Christian Zabel (Hrsg.) schreibt Susanne Fengler:

Den konstatierten Mangel an Forschung können auch die “Alpha-Journalisten” nicht beheben – sie bieten aber interessante journalistische Perspektiven auf eine Reihe einflussreicher Journalisten in Deutschland. […] Viele der journalistischen Porträts, die von Medienjournalisten wie Michael Hanfeld (FAZ), Rainer Stadler (NZZ) und Steffen Grimberg (taz) verfasst wurden, sind lesenswert, informativ und spannend und unterstreichen damit zugleich das Plädoyer der beiden Herausgeber für einen höheren Stellenwert des Medienjournalismus in einer “Mediengesellschaft”.

In ihrer Rezension zu Patrick Donges (Hrsg.) Von der Medienpolitik zur Media Governance? und Ordnung durch Medienpolitik von Patrick Donges und Otfried Jarren (Hrsg.) schreibt Kerstin Goldbeck:

[Beide Bände] halten für das Fachpublikum einen reichhaltigen wissenschaftlichen Fundus bereit. Beide Publikationen sind Beleg dafür, dass die Diskussion in Bewegung ist und – wie Donges herausstellt – der Governance-Ansatz weniger eine Theorie denn eine Perspektive verkörpert. Trotz einiger Redundanzen – mehrere Autoren sind in beiden Bänden vertreten, ebenso gibt es vor allem in dem umfassenderen Buch von Jarren/Donges inhaltliche Doppelungen – finden sich einige als Grundlagentexte geeignete Artikel.

Zu Lob des Mainstreams. Zu Begriff und Geschichte von Unterhaltung und Populärer Kultur von Hans-Otto Hügel schreibt Karin Knop:

Insbesondere die theoretischen Abhandlungen sind ein Muss für jeden populärkulturell interessierten Kultur- und Medienwissenschaftler und ein Zugewinn für interdisziplinär arbeitende Kommunikationwissenschaftler.

Eine weitere Rezension gibt es zu Vasco Boenischs Strategie: Stimmungsmache. Wie man Kampagnenjournalismus definiert, analysiert – und wie ihn die BILD-Zeitung betreibt. Christian Schicha findet:

Angesichts der klaren Strukturierung und des stringenten Aufbaus des empfehlenswerten Buches eignet sich “Strategie: Stimmungsmache” durchaus als wertvolle Quelle auch im Rahmen der publizistischen Ausbildung. Hier kann auch auf die “Bild”-Artikel zurückgegriffen werden, die die Publikation im Anhang dokumentiert.

Rezensent Hans-Jörg Trenz meint zu Symbolische Netzwerke in Europa von Silke Adam:

Die Leser finden zahlreiche Anregungen für die Anwendbarkeit und prinzipielle Ausbaufähigkeit der Netzwerkanalyse, die insbesondere auch für Zeitreihenanalysen oder für interpretative Rahmenanalysen einsetzbar ist. Dem Band von Silke Adam ist insofern eine breite und fachübergreifende Aufmerksamkeit zu wünschen.