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Wir brauchen Zeitungen!

Was man aus der Zeitung alles machen kann. Trendbeschreibungen und Best Practices.

18,00 

Zusätzliche Information

Größe 12 × 19 cm
Artikelnummer(n)

9783869621678, 9783869621685, 9783869621692

Veröffentlicht

01.09.2015

Formate

Buch, ePub, PDF

Verlag

Herbert von Halem Verlag

Seiten

224

Reihe

edition medienpraxis (TX595)

Bucheinband

Broschur

Kategorien: Katalog, Sachbuch

Die Auflage der Tageszeitungen saust in den Keller, die Reichweiten gehen dramatisch zurück, die jungen Erwachsenen mögen das Papiermedium nicht. Schon gibt es Hochrechnungen, wann die letzte Zeitungsausgabe erscheinen wird. Ist der Tod unvermeidlich? Der renommierte Zeitungsforscher Michael Haller gibt in diesem Buch zwei Antworten.

Die erste: Ja leider. Diese wunderbare, 360 Jahre währende Tradition der auf Papier gedruckten und zu ihren Lesern transportierten Tageszeitung ist am Ende. Die Anzeigen fehlen, um die Herstellungskosten zu finanzieren und die Abonnenten bleiben weg, die den Inhalt bezahlen. Sie bleiben auch deshalb weg, weil sie das redaktionelle Angebot nicht mehr attraktiv finden – darum suchen sie lieber selbst im Internet nach aktuellen Nachrichten. Kostenlos.

Die zweite Antwort: Die tägliche Zeitung ist für eine aufgeklärte, demokratisch verfasste Gesellschaft unverzichtbar, sofern sie ihre Orientierungsfunktion erfüllt. Blattmacher, die ihr Handwerk beherrschen, bieten ihren Kunden jeden Morgen eine zuverlässige Übersicht über genau das, was zu wissen wichtig ist. Sie bieten Aufklärung und Orientierung – und Überraschungen. Da macht es wieder Spaß, die Zeitung zu lesen. Sie ist nicht aufs Papier angewiesen – sie erreicht ihre unterschiedlichen Zielgruppen auch digital, nutzt alle Kanäle. Und wer will, kann sie auch auf Papier haben.

Wie kommt man dorthin? Für dieses Buch hat sich Michael Haller in verschiedenen Zeitungshäusern umgesehen. Er und seine Mitarbeiter sowie mehrere Chefredakteure geben Einblicke in die Zukunftswerkstätten der Tageszeitung: nützliche Best-Practice-Berichte für alle, die an die Zukunft der Zeitung glauben., Über dieses Buch

1. Wir brauchen Zeitungen, aber andere – eine Einführung ins Thema

I. Das Medienhaus für morgen

2. Experimentieren will gelernt sein - Strategien für den digitalen Wandel von Ewald Wessling
3. Aus Tradition innovativ - Wie die Regionalzeitung Het Belang van Limburg expandiert von Robert Berlin und Annegret Ode
4. Drittes Standbein Dienstleistung - die DD+V-Mediengruppe von Peter Stawowy

II.Lokaljournalismus für morgen

5. Das Digitale als Experimentierfeld: Die Rhein-Zeitung aus Koblenz von Robert Berlin
6. Journalismus mit Pioniergeist: Volltreffer OWL - Ein lesernahes Reportage-Projekt für Lokalzeitungen von Thomas Seim, Chefredakteur Neue Westfälische (NW)
7. Aktualität - auch weiterhin eine Bedingung für den Erfolg von Jörg Kleine, Chefredakteur der Waldeckischen Landeszeitung
8. Wer, wenn nicht wir - hyperlokale Online-Medien zwischen Kiezkultur und Subunternehmertum von Wolfgang Michal
9. Hyperlokal und Mittendrin von Annika Lasarzik, Ressortleiterin Politik Mittendrin

III. Für die Leser von morgen

10. Hurra, hurra, der Schlaufuchs, der ist da … oder “Wie begeistern wir die jungen Familien für die Tageszeitung?” von Michael Tillmann, Chefredakteur der Fuldaer Zeitung
11. move36: Über alle Medienkanäle zu einem Ziel von Walter Lorz, COO & Head of Expertise der Web- und Medienagentur OB//CC
12. Zukunft Bilden - Ein medienpädagogisches Programm für Auszubildende im Braunschweiger Land von Bettina Rothärmel, Verlagskoordination/Strategisches Marketing BZV Medienhaus und Nadine von Wille, Projektredakteurin BZ

IV. Crossmedia für morgen
13. Strategien und Erfahrungen mit Paid-Content-Modellen am Beispiel des lokalen Zeitungsmarktes in Norwegen von Dirk Arnold
14. Das Projekt berlinfolgen - Wie man lokale Geschichten crossmedial produzieren und erzählen kann von Michael Hauri, Kreativdirektor 2470media.com
15. Die Zukunft heißt Cross- und Multimediavon Michael Haller

V. Audience Understanding - das Publikum verstehen
16. Über Verfahren, mit denen man seine Leser und User näher kennenlernen kann von Michael Haller, Gesamtleitung Forschung Hamburg Media School
17. Das Projekt Lesewert der Sächsischen Zeitung von Denni Klein, Leitender Projektredakteur

Autorinnen und Autoren

Michael Haller, Jahrgang 1945, studierte an den Universitäten Freiburg i.Br. und Basel Philosophie, Politik- und Sozialwissenschaften. Er promovierte über Hegels politische Philosophie und forschte zur Rolle der Medien in westlichen Demokratien. Vor seinem Ruf an die Universität Leipzig im Jahr 1993 war Haller während 25 Jahren als Reporter und leitender Redakteur in verschiedenen Pressemedien des deutschen Sprachraums tätig. Bis zu seiner Emeritierung im Herbst 2010 hatte er den Lehrstuhl für Allgemeine und Spezielle Journalistik inne. Heute ist er wissenschaftlicher Leiter des gemeinnützigen Europäischen Instituts für Journalismus- und Kommunikationsforschung (EIJK) in Leipzig. Forschungsgebiete: Deliberative Theorien der öffentlichen Kommunikation in Demokratien; Ermittlung und Vermittlung von Informations- und Medienkompetenz für die mediatisierte Lebenswelt, Probleme der Medien- und Kommunikationsethik.