Lukas R.A. Wilde

Vita

Lukas R.A. Wilde, Dr., ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen. Zuvor Studium der Theater- und Medienwissenschaften, Japanologie und Philosophie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Gakugei Universität Tokyo. Von 2013 bis 2016 war er Promotionsstipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Seine Dissertation, veröffentlicht als Im Reich der Figuren (Herbert von Halem Verlag), untersucht die japanische ‚Mangaisierung‘ öffentlicher Räume und die Implementierung von transmedialen ‚Figuren‘ (kyara) in funktionaler Kommunikation. Sie wurde mit dem Roland Faelske-Preis für die beste Dissertation im Bereich der Comic- und Animationsforschung 2018 ausgezeichnet. Er ist Schatzmeister im Vorstand der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) und Co-Sprecher der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaften (GfM). Forschungsschwerpunkte: Comic- und Manga-Theorie sowie -Narratologie, Webcomics und Digitalisierung, Intermedialitätsforschung und Medientheorie sowie Diagrammatik. Homepage: http://lukasrawilde.de.

PUBLIKATIONEN IM HERBERT VON HALEM VERLAG

Lukas R.A. Wilde

Im Reich der Figuren

Meta-narrative Kommunikationsfiguren und die ›Mangaisierung‹ des japanischen Alltags

In der Pariser Metro tritt seit 1977 ›Serge le Lapin‹ auf, ein pinkfarbener Hase in ikonischem gelben Outfit, der auf Hinweisschildern ›stellvertretend‹ für unachtsame Reisende in schließenden Zugtüren eingeklemmt wird. Seit 1993 kommt ›Max Maulwurf‹ als bundesweite Arbeitsfigur der Deutschen Bahn (DB) zum Einsatz. DB behandelt ›ihn‹ wie einen fiktiven ...