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Korrespondenten im Kalten Krieg

Eine Diskussionsveranstaltung im Herbert von Halem Velag

Vom Weltgeschehen und den großen Konflikten des Kalten Krieges berichteten DDR- und BRD-Korrespondenten häufig ganz gegensätzlich. Im heute wiedervereinigten Deutschland haben wir die privilegierte Situation, dass Auslandsreporter und Korrespondenten aus Ost und West über ihre Arbeit unter den Bedingungen des Kalten Krieges reflektieren können. Wer waren die Auslandskorrespondenten aus BRD und DDR zwischen 1945 und 1990, welches Rollenverständnis hatten sie, wie sah ihr beruflicher Alltag aus und welchen Repressalien waren sie ausgesetzt?

Anlässlich der Neuerscheinung Korrespondenten im Kalten Krieg. Zwischen Propaganda und Selbstbehauptung wird der Autor Dr. Lutz Mükke gemeinsam mit dem ARD-Korrespondenten Klaus Bednarz und dem ehemaligen DFF- und jetzigen ZDF-Korrespondenten Dietmar Schumann diese und weitere spannende Fragen erörtern. Das Gespräch wird geleitet von Herbert von Halem.

Das Gespräch findet in den Räumen des Herbert von Halem Verlag, Schanzenstr. 22, 51063 Köln am
9. Dezember ab 19 Uhr statt.

Der Eintritt ist kostenlos. Wir bitten aber um Anmeldung per E-Mail an
karina.selin@halem-verlag.de oder unter der Nummer +49 221 92 58 29 0.

Wir freuen uns sehr, dass wir Klaus Bednarz und Dietmar Schumann für dieses Gespräch gewinnen konnten.

Klaus BednarzKlaus Bednarz, geboren 1942, lebte bis Ende 1955 in der DDR, bevor er mit seiner Familie nach Hamburg ging. Er studierte Theaterwissenschaft und forschte – mittlerweile promoviert – ein Jahr lang zum Thema ›Sowjetisches Theater‹ in Moskau. Nach seiner Rückkehr bewarb er sich beim Westdeutschen Rundfunk und wurde dort ohne journalistische Vorkenntnisse eingestellt. 1971 bis 1977 war er ARD-Korrespondent in Warschau. 1977 folgte er Fritz Pleitgen auf die Stelle des Studioleiters ins ARD-Studio Moskau, bevor er ab 1982 die redaktionelle Leitung des Auslandsstudios für den Kölner WDR übernahm und die Moderation der ARD-Tagesthemen. Von 1983 bis 2001 leitete Bednarz das Politmagazin Monitor. Danach arbeitete er als Sonderkorrespondent und Chefreporter für das WDR-Fernsehen. Seine journalistischen Leistungen wurden vielfach gewürdigt, unter anderem mit dem Grimme-Preis, der Carl-von-Ossietzky-Medaille oder dem Deutschen Kritikerpreis.

schumann_abb_03Dietmar Schumann, geboren 1951 in Sachsen-Anhalt. Schon mit zehn schrieb er Artikel für die Regionalzeitung Freiheit und die DDR-Jugendzeitung Trommel. Sein Volontariat absolvierte er beim Deutschen Fernsehfunk der DDR (DFF) und studierte Journalistik in Leipzig. Im Anschluss war er für die sozialistischen Länder in der Redaktion Objektiv zuständig. 1977 wurde er mit 26 Jahren nach Moskau delegiert, sein Arbeitsschwerpunkt dort waren Reisereportagen. 1981 holte ihn der DFF nach Berlin zurück, 1984 wurde er Studioleiter in Budapest. Dort arbeitete Schumann bis zur Wende 1990,im selben Jahr gelang ihm der nahtlose Wechsel zur Redaktion Kennzeichen D des ZDF. 1998 ging er zum zweiten Mal als Korrespondent nach Moskau und berichtete bis 2003 u. a. aus Afghanistan und Tschetschenien. Heute produziert er Auslandsreportagen für das ZDF und ist weiterhin als Auslandsreporter aktiv.