Hans Ulrich Reck

Prof. Dr.

Vita

Hans Ulrich Reck, geb. 1953, Prof. Dr. phil. habil., Philosoph, Kunstwissenschaftler, Publizist, Kurator. M.A. 1976, Dr. phil. 1989, Habilitation/venia legendi für ›Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaften‹ 1991. Seit 1995 Professor für Kunstgeschichte im medialen Kontext an der Kunsthochschule für Medien in Köln, davor Professor und Vorsteher der Lehrkanzel für Kommunikationstheorie an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien (1992-1995), Dozenturen in Basel und Zürich (1982-1995). Seit April 2014 Rektor der Kunsthochschule für Medien Köln, seit April 2016 Sprecher der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen (RKK).

Publikationen zuletzt: Pier Paolo Pasolini – Poetisch Philosophisches Porträt, 2 CDs (Königs-Wusterhausen 2012); Spiel Form Künste. Zu einer Kunstgeschichte des Improvisierens (hg. v. Bernd Ternes, Hamburg 2010); Pier Paolo Pasolini (München 2010); Traum. Enzyklopädie (München 2010); Diskursive Twin Towers/ Theorieturnier der Dioskuren (gemeinsam mit Bazon Brock, Hamburg 2010); Knacki (gemeinsam mit Erik Steinbrecher, Basel 2008); Index Kreativität (Köln 2007); EIGENSINN DER BILDER. Bildtheorie oder Kunstphilosophie? (München 2007); Das Bild zeigt das Bild selber als Abwesendes (Wien/New York 2007); THE MYTH OF MEDIA ART. The Aesthetics of the Techno/Imaginary and an Art Theory of Virtual Realities (Weimar 2007); Kunst als Medientheorie. Vom Zeichen zur Handlung (München 2003); Mythos Medienkunst (Köln 2002); Junggesellenmaschinen (erw. Neuausg. zus. mit Harald Szeemann, Wien/New York 1999); Zugeschriebene Wirklichkeit. Alltagskultur, Design, Kunst, Film und Werbung im Brennpunkt von Medientheorie (Würzburg 1994); Grenzziehungen. Ästhetiken in aktuellen Kulturtheorien (Würzburg 1991). Außerdem: audiolectures 1 bis 4 zur Geschichte der Künste im medialen Kontext (Kunsthochschule für Medien Köln 2001 – 2013).

Werke in öffentlichen Sammlungen/ künstlerische Kooperation: »Bild ist nicht Kunst«/»Kunst ist nicht Bild«, Textbeitrag für die dauerhafte Installation im weltweit angelegten Zyklus/work in progress von Remotewords (Achim Mohné/Uta Kopp), Dach des ›Hauses der elektronischen Künste‹ in Basel, Dreispitzareal, Einweihung 22. November 2014; Ich kann, weil ich will, was ich muss, angekauft durch die Sammlung Ströher und seit November 2013 fest installiert im Duisburger Innenhafen als Teil der ständigen Ausstellungen des Museums Küppersmühle Duisburg (zusammen entwickelt mit Andreas M. Kaufmann, ursprünglich realisiert als Ausstellungsinsel für ›Ruhr Atoll 2010. Kunst und Energie‹ im Rahmen der Aktivitäten und Ausstellungen der Kulturhauptstadt Ruhrgebiet/Essen, Baldeneysee Essen vom 12. Mai bis Ende September 2010).

PUBLIKATIONEN IM HERBERT VON HALEM VERLAG

Heike Ander / Konstantin Butz / Hans Ulrich Reck (Hrsg.)

Urbane Poesie

Ende und Aktualität der Litfaßsäule

Das heute, nicht nur in Köln, bevorstehende oder bereits zu großen Teilen geschehene Verschwinden der Litfaßsäulen aus dem öffentlichen Raum markiert eine wichtige kultur- wie mediengeschichtliche Zäsur. Die in der Stadt verteilten rhetorischen Werbezeichen, -bilder und -botschaften weichen der telekommunikativen Vermittlung von ortlosen Persuasionsstrategien und Werbe-Adressierungen, die eigentlich Zeittechniken sind. ...

Hans Ulrich Reck

Kritik der Kreativität

Wir leben in einer Epoche, die allem, was ›Kreativität‹ behaupten oder auch nur suggerieren kann, blind huldigt, ja diese nahezu vergöttert. Solche hemmungslose Verehrung verstellt den Blick auf Wesentliches. Man gewinnt den Eindruck, Kreativität sei eine unerschöpfliche Ressource für alle und jeden, jederzeit und bedingungslos abrufbar. Ist sie das? Nein, ...

Hans Ulrich Reck

Ritualkunst zwischen Kult und Museum

Dissonante Ästhetiken am Beispiel Afrikas

Mit einem Beitrag von Christine Bruggmann Hommage an Afrika Mit Beginn des 19. Jahrhunderts setzt in den bildenden Künsten eine Aufbruchbewegung ein, die einige Jahrzehnte später zur Auffassung verfestigt wird, Kunst sei einer permanenten Welterfindung verpflichtet und müsse bedingungslos innovativ sein. Die Praktiken der Kunst werden konzeptuell, Künstler suchen und testen ...